Was erstattet die Krankenkasse?

Eigentlich sollten alle Versicherten bei den gesetzlichen Krankenkassen die gleichen Leistungen bekommen. 95 Prozent der Leistungen schreibt der Gesetzgeber vor. So weit die Theorie! In der Realität sieht es jedoch völlig anders aus, denn es sind gerade die verbleibenden 5 Prozent, die den Unterschied ausmachen. Dies wissen all jene nur zu gut, die von ihrer Krankenkasse die Kostenerstattung für eine Perücke beantragen.

Hier einige Kriterien, die es zu bedenken gilt.

  • Benötigst du eine Filiale vor Ort oder brauchst du eine 24-Stunden-Beratungshotline?
  • Hast du Kinder, die du über Vorsorgeuntersuchungen absichern willst?
  • Bist du viel unterwegs und benötigst diverse Reise-Schutzimpfungen?
  • Legst du besonderen Wert auf Leistungen der Naturheilkunde oder Homöopathie?

Diese Liste ließe sich unendlich verlängern. Entscheidend ist jedoch, dass du genau überlegst, wie hoch die Kosten wären, wenn du diese Wunschleistungen aus eigener Tasche bezahlen müsstest. Ein Wechsel lohnt nur dann, wenn man mit der alten Kasse wirklich unzufrieden ist. Dabei sollte man sich an den angebotenen Leistungen und nicht an Prämien orientieren.

Wir haben vor ein paar Jahren eine Umfrage unter Betroffenen durchgeführt und die Ergebnisse in einem Bericht zusammengefasst. Den Bericht kannst Du hier kostenlos herunterladen: Haircoaching®-Umfrage-Krankenkasse-Haarersatz-Erstattung

Lehnt die Kasse ab, so muss überlegt werden, ob dies einen Wechsel der Kasse wert ist. Bevor du einen Wechsel vornimmst, solltest du überlegen, ob dies tatsächlich über die Erstattung der Perücke hinaus von Vorteil ist. Wieviel die einzelnen Krankenkassen für eine Perücke tatsächlich und für welchen Zeitraum zahlen, kannst du dem Bericht unserer Befragung entnehmen.

In Deutschland können Sie unter ca. 130 gesetzlichen Krankenkassen wählen. Allerdings ist nicht jede Kasse in jedem Bundesland verfügbar. Grundsätzlich können Verbraucher nur eine Kasse wählen, die es auch in dem eigenen Bundesland gibt. Wer aber zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen arbeitet und in Niedersachsen wohnt, kann in beiden Bundesländern nach verfügbaren Kassen suchen.

Foto: istock

Der Wechsel der Krankenkasse läuft relativ unproblematisch:

  • Ein Wechsel ist möglich, wenn man mindestens 18 Monate Mitglied war. (Achtung: bei einigen Wahltarifen kann eine längere Frist vereinbart sein)
  • Für die Kündigung muss kein Grund genannt werden.
  • Die Übergangszeit von einer Kasse zur nächsten beträgt in der Regel zwei Monate.
  • Die neue Kasse möchte innerhalb dieser zwei Monate die Kündigungsbestätigung der alten Kasse und den Mitgliedsantrag der neuen Kasse haben. Ohne Austrittsbestätigung der alten Kasse ist kein Wechsel möglich.