Zwischen den Tagen keine Haare schneiden

Fr, 01/01/2021 - 12:32

haircoaching - Die Rauhnächte zum Übergang vom alten ins neue Jahr sind die längsten und dunkelsten. In früheren Zeiten bereiteten sie den Menschen Angst und mit vielerlei Bräuchen versuchte man sich vor Unheil zu schützen. Nicht wenige dieser Vorsichtsmaßnahmen haben sich bis in unsere Zeit erhalten.
Nach Einbruch der Dunkelheit blieb man zu Hause, um nicht von Dämonen verschleppt zu werden. Man vermied Streitereien, knallte nicht mit Türen und bemühte sich, kein Geschirr zu zerschlagen, damit der Lärm keine Dämonen anlocke.

Zwischen Weihnachten und Neujahr wurde keine Wäsche gewaschen. Ein Brauch, der besonders in Norddeutschland auch heute noch weit verbreitet ist. Besonders wenn man weiße Bettlaken draußen aufhängte, glaubte man, dass sich dunkle Dämonen darin verfangen und Krankheit ins Haus bringen würden. Wer Abfall aus dem Haus vor die Tür warf, warf damit auch sein Glück aus dem Haus. Haus und Hof sollten in der Zeit der Rauhnächte besonders sorgfältig in Ordnung gehalten werden. Durch Unordnung und Schmutz wurden böse Dämonen ins Haus gelockt. Wer fehlende Knöpfe nicht sofort ersetzte, dem drohte im neuen Jahr das Geld auszugehen.
Auch Haare und Nägel wurden in dieser Zeit nicht geschnitten. Ansonsten drohten Kopfschmerzen, Haarausfall und Nagelentzündungen im neuen Jahr.

Dagegen war es vorteilhaft während der Rauhnächte neue Besen zu binden, mit denen man Krankheiten oder böse Geister aus dem Haus fegen konnte. Wer während der Rauhnächte reichlich aß, musste im folgenden Jahr keine Hungersnot erleiden. Schweinefleisch und Grünkohl am Neujahrsabend versprachen Glück für das gesamte nächste Jahr.

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