Psoriasis der Kopfhaut

Di, 04/30/2019 - 12:42

haircoaching - Es kommt sehr häufig vor, dass Entzündungen oder Erkrankungen der Kopfhaut Haarausfall nach sich ziehen können. Immerhin sitzt die eigentliche Haarfabrik, die Papille mit dem Haarfollikel in der Kopfhaut und lebt vom sie umgebenden Gewebe. Hier braucht es keine Haarwuchsmittel, sondern in diesem Fällen sollte ein Dermatologe/IN die Kopfhaut behandeln, damit in der Folge auch der Haarausfall gestoppt wird.

Es gibt viele verschiedene Erkrankungen der Kopfhaut, eine davon ist die Psoriasis, die bei Auftreten auf dem Kopf, Psoriasis capitis genannt wird. Im Jahr 2009 hat eine Expertengruppe aus sechs Ländern einen umfassenden Bericht veröffentlicht, in dem Empfehlungen für die Behandlung in der Praxis ausgesprochen wurden. Anhand einer Tabelle kann der Arzt die Psoriasis capitis nach drei Formen unterscheiden: mild, moderat und schwer (severe). Auf der Grundlage dieser Klassifizierung des Schweregrads kann der passende Behandlungsplan erstellt werden. Die Expertengruppe war sich einig, dass ein topisches Kortisonpräparat, etwa als Shampoo, für die überwiegende Zahl der Psoriasis-Patienten die Behandlung der ersten Wahl darstellt, und zwar als Kurzkontakttherapie.

Allerdings weisen neuere Berichte darauf hin, dass es bei der Anwendung von topischer Behandlung erforderlich ist, die Kopfhaut vorher zu "entschuppen", den bei vielen Kopfhauterkrankungen treten Schuppen- und Krustenbildungen auf.  Diese verhindern das Eindringen von Wirkstoffen in die Haut. Daher wird die sog. Keratolyse für eine wichtige Grundlage gehalten, bei der eine Ablösung hyperkeratotischer Korneozyten und eine Abschuppung erreicht werden soll. So können in der Folge Wirkstoffe einer Antipsoriasis-Behandlung bei topischer Anwendung besser eindringen. Als Wirkstoffe finden vor allem Harnstoff und Salicylsäure Anwendung.

Seit einigen Jahren ist jedoch ein neues Mittel am Markt, das unter anderem unter dem Namen Loyon angeboten wird. Es soll frei von pharmakologisch aktiven Inhalts- und Hilfsstoffen sein und unabhängig von der für die Verhornung verantwortlichen Erkrankung wirken. Die Lösung fließt nach dem Auftragen unter die vorhandenen Schuppen und Krusten und löst so die Korneozyten ab.
Zurück bleibt eine dünne Epidermis, die sich langsam wieder aufbauen kann. Die Anwendung ist patientenfreundlich, aber zeitintensiv, da die Lösung nicht nur auf die schuppenden und verkrusteten Stellen aufgetragen wird, sondern leicht eingerieben werden muss.
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Quellen:
journal of the european academy of dermatology and venereology
Pharmawissen aktuell, Beilage in der Deutsche Dermatologe 6/2014

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