Pharmazeuten forschen zur Alopecia areata

Di, 11/12/2019 - 13:41

Saarland - Forscher des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland, HIPS, haben in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Pharmazie der Universität und Medizinern des Universitätsklinikums im Journal of Investigative Dermatology neueste Forschungsergebnisse zum kreisrunden Haarausfall veröffentlicht.
Bislang werden bei der Behandlung Immunsuppressiva oder Glucocorticoide eingesetzt. Die Idee dieses Forschungsprojektes ist, die Arzneimittelbelastung zu minimieren, indem die Wirkstoffe direkt an ihren Wirkort, den Haarfollikel, gebracht werden. Biologisch abbaubare Nanopartikel sollen dies ermöglichen. Darüber hinaus stellten sich die Forscher die Frage, ob Nanopartikel tatsächlich in vom Haarausfall betroffene Haarfollikel eindringen können.

Bei dem Forschungsprojekt wurden biologisch abbaubare, biokompatible Polymere eingesetzt, die mit einem fluoreszierenden Farbstoff markiert wurden. Mithilfe dermatologischer Untersuchungen der Kopfhaut bis in tiefere Schichten fanden die Forscher heraus, dass sich die Nanopartikel im oberen Teil der Haarfollikel ähnlich einem Wirkstoffdepot ablagern. Daraus zieht man den Schluss, dass dort eine Substanz freigesetzt wird und von den follikulären Epithelzellen sowie den Immunzellen aufgenommen wird.
Die Forschergruppe will nun die Nanopartikel mit Wirkstoffen beladen, um den reinen Wirkstoff und die wirkstoffbeladenen Nanopatikel vergleichen zu können.

Quellen:
Pharmazeutische Zeitung
Jidonline

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