Bald kein Haarausfall mehr bei Chemotherapie?

Di, 11/26/2019 - 14:50

Berkeley/Manchester - Wissenschaftler der University of California in Berkeley haben nach einer Möglichkeit gesucht, um die Nebenwirkungen von Chemotherapien zu reduzieren. Wie das Fachmagazin American Chemical Society berichtet, wurde ein Filter entwickelt, der überschüssige Wirkstoffe der Chemotherapie aus dem Blut entfernt, wenn dieses das behandelte Organ verlässt und so die Verteilung über den Blutkreislauf der Patienten verhindert.
Dieser Filter bindet aufgrund seiner schwammähnlichen Struktur mit einer Polymerbeschichtung (Doxorubicin) die Substanz Hydroxyderivat des Daunorubicin, das zur Behandlung von Leberkarzinomen eingesetzt wird. Der Filter wird mit einer minimalinvasiven Operation direkt in die Vene eingesetzt, die das Blut vom behandelten Organ wegtransportiert.
Auch Wissenschaftler der Universität von Manchester haben eine Methode gefunden, wie Haarfollikel bei einer Chemotherapie geschützt werden können. Es sind vor allem die Taxane, die bei Lungen- oder Brustkrebs zum Einsatz kommen und den die PatientInnen stark belastenden Haarausfall verursachen. Die Wissenschaftler aus Manchester nutzten ein neueres Krebsmedikament, das die Zellteilung ohne toxische Nebeneffekte in den Haarfollikeln blockiert. Dies ist jedoch nur der Anfang der Suche nach den genauen Mechanismen, wie die Taxane die Zellen der Haarfollikel beeinflussen.

Quellen:
Berkeley News
ACS Publications
Aponet.de

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