Hepatitis-Impfung als Auslöser der Alopecia areata?

So, 01/17/2021 - 12:09

haircoaching - Im Jahr 2017 veröffentlichte eine Forschergruppe aus den USA eine Studie zu möglichen Zusammenhängen zwischen Impfungen und der Alopecia areata. Typisch für die Alopecia areata ist, dass es sich um eine nicht vernarbende Alopezie handelt, bei der die betroffenen Haarfollikel mit T-Zellen infiltriert sind.

Die Forscher verfolgten bei dieser Studie das Ziel, den möglichen Zusammenhang zwischen der Alopecia areata und der Exposition durch Hepatitis-B-Virus (HBV) aufgrund einer Impfung zu untersuchen.
In einer allgemeinen Hautklinik wurden zwei pädiatrische Patienten, d.h. Kinder, mit AA nach einer Hepatitis-B-Impfung identifiziert. Im Medical Center der University of Rochester wurden eine Bioinformatik-Analyse und eine Datenbankabfrage für elektronische Patientenakten (EMR) durchgeführt, um Patienten mit AA, gleichzeitig bestehenden Virusinfektionen, Impfungen oder einer Interferontherapie (IFN) zu identifizieren. Die Forschergruppe wollte herausfinden, ob die Zahl des Auftretens von AA gemeinsam mit einem der oben genannten Situationen höher war als bei AA-Patienten, bei denen keine der genannten Infektionen oder Therapien vorkamen.

Die Ergebnisse zeigten eine erhöhte Häufigkeit von AA unter denjenigen, die das HBV-Oberflächenprotein-Antigen [Odds Ratio (OR) 2,7, p <0,0001] erhielten, und eine unabhängige Analyse zeigte eine erhöhte Häufigkeit von AA bei denjenigen, die eine IFN-β-Behandlung erhielten (OR 8,1, p <0,05). Ein potenziell identifiziertes antigenes Ziel war SLC45A2, ein melanosomales Transportprotein, das für die Haut- und Haarpigmentierung wichtig ist. Das längste potentielle Impfstoff-Peptidfragment (8-mer) war mit einem Segment der Killer-Zellrezeptoren (NK), KIR3DL2 und KIR3DL1, verbunden. Die prädiktive Modellierung der Bindung des Haupthistokompatibilitätskomplexes (MHC) -Peptids zeigte die potentielle Bindung dieses Peptids an MHC, die für AA relevant ist.

Nun müssen die Ergebnisse in zusätzlichen Patientendatenbanken überprüft werden, um die zeitlichen Beziehungen zu analysieren, und durch molekulare Experimente der identifizierten Antigene.
Die in dieser ersten Studie erhobenen Daten bestätigen jedenfalls Verbindungen zwischen viraler Infektion und IFN-Behandlung mit AA. Sie belegt, dass das Hepatitis-B-Oberflächenprotein-Antigen Epitope (das sind Molekülabschnitte eines Antigens) mit humanen killerimmuno-globulinähnlichen Rezeptoren teilt.


Quelle: https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs40257-017-0312-y

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