Haarersatz: Was zahlt die Krankenkasse?

Mo, 02/08/2021 - 14:08

haircoaching - Der Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten, BVZ, hat für Versicherte mit Haarausfall ab dem 1. August 2014 eine wesentlich bessere und flexiblere Versorgung mit den Ersatzkassen vereinbaren können.

Bei Haarersatz mit Kunsthaar haben Zweithaarträger  die Möglichkeit, alle sechs Monate eine erneute Bezuschussung zu beantragen, bei Echthaar alle zwölf Monate. Dies gilt für alle Rezepte, die nach dem 1. August 2014 ausgestellt worden sind.

Außerdem erhöhen die “Vereinten Ersatzkassen“, VdEK, ihre pauschale Bezuschussung z.B.

bei Kunsthaar von 368,90 € auf 396,27 €

bei Echthaar auf 915,-- €.

Das Rezept
Um die Möglichkeit zu haben, nach 6 Monaten auf Bedarf eine erneute Versorgung genehmigt zu bekommen, ist darauf zu achten, dass auf dem Rezept neben der Diagnose und dem benötigten Hilfsmittel die Formulierung „Langzeitträger“ steht.
Kontrollieren Sie bei Aushändigung der Verordnung, ob alle notwendigen Vermerke vorhanden ist. Fehlt er, bitten Sie um einen Nachtrag. Bei Fragen zu diesem Thema rufen Sie Ihr Zweithaarstudio an, bevor Sie die Verordnung bei Ihrem Arzt beantragen.
Der Ersatzkasse ist vor dem Kauf des Haarersatzes zwecks Prüfung und Entscheidung über die Höhe der Kostenübernahme ein Antrag auf Erstattung einzureichen.

Folgende Ersatzkassen haben diesen Vertrag geschlossen:

  • BARMER GEK
  • Techniker Krankenkasse (TK)
  • DAK-Gesundheit
  • Kaufmännische Krankenkasse – KKH
  • HEK – Hanseatische Krankenkasse
  • hkk

Gegenstand des Vertrages ist die Regelung der Einzelheiten der Versorgung der Versicherten der Ersatzkassen mit Haarersatz im Rahmen des § 33 Abs. 1 SGB V durch den Mitgliedsbetrieb sowie die Abrechnung der Preise für die vertraglich vereinbarten Hilfsmittel.
An der Versorgung mit Haarersatz nach diesem Vertrag nehmen die Mitgliedsbetriebe des BVZ einschließlich deren Filialen teil, die den Nachweis der Grundeignung erbringen.

Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und mit einem Hilfsmittel nach § 33 SGB V versorgt werden, unterliegen der Zuzahlungspflicht. Die Zuzahlung beträgt gem. § 61 SGB V 10 v. H., mindestens 5,-- €, maximal 10,-- €. Der Einzug der Zuzahlung erfolgt durch den Mitgliedsbetrieb entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen.

Wenn der Versicherte keine der aufzahlungsfreien Versorgungsalternativen wählt, muss er der Ersatzkasse gegenüber erklären, aus welchem Grund er sich für eine aufzahlungspflichtige Versorgung entschieden hat.

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