Graue Haare und Stress

Mo, 01/27/2020 - 12:15

Cambridge - Wenn Haare grau aussehen, so entsteht dieser optische Effekt durch den Verlust der Pigmentierung einiger oder vieler Haare. Jeder Haarfollikel hat ein genetisch festgelegtes Depot an Melanozyten-Stammzellen, aus denen sich Melano­zyten entwickeln, die den Farbstoff Melanin liefern. Im Laufe eines Lebens reduziert sich dieser Vorrat an Stammzellen. Sind sie vollständig aufgebraucht, werden die Haare weiß, also unpigmentiert. Es gibt viele Mythen und Märchen um das Ergrauen der Haare, vor allem in Zusammenhang mit Stress.
Ein Team von Forschern am Harvard Stem Cell Institute in Cambridge/Massachusetts hat den Einfluss von Stress an Mäusen systematisch untersucht und die Ergebnisse ihrer Studie* in Nature veröffentlicht. Sie fanden heraus, dass die drei Stressfaktoren, Schmerz, Bewegungseinschränkung und psychische Belastung zu einer Depigmentierung (fachmed. Achromotrichie) führten.

Die Forscher stellten jedoch fest, dass das bisher in Verdacht stehende Stresshormon Cortisol nicht für das Ergrauen verantwortlich sein kann, da die Entfernung der Nebennieren das stressbedingte Ergrauen nicht verhinderte. Auch eine Blockade des Immunsystems zeigte keine Wirkung. Dies schließt aus, dass der Stress eine Autoimmunerkrankung auslöst.


Quelle:
* Nature, Hyperactivation of sympathetic nerves drives depletion of melanocyte stem cells

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