Haarausfall und Wechseljahre

Mo, 03/01/2021 - 12:46

haircoaching - Wenn Frauen über vermehrten Haarausfall und dünner werdendes Haar klagen, lautet häufig die Allerweltsdiagnose "androgenetische Alopezie". Doch so einfach sollten die Ärzte es sich mit dem weiblichen Haarausfall nicht machen. Es macht immer Sinn, ein wenig mehr in die Tiefe zu forschen, denn unter Umständen kann es sich auch um eine medizinisch genannte Hyperandrogenämie handeln.
Häufig tritt diese nach der Menopause auf. Aber was ist das genau?

In der Haut werden verschiedene Hormone gebildet. Bei der Hyperandrogenämie besteht die eigentliche Störung in einer erhöhten Zahl von Androgenen, die die sogenannte androgene Alopezie mit sich bringen. Diese muss von der androgenetischen Alopezie, landläufig auch als erblicher Haarausfall bezeichnet, unterschieden werden. Der erbliche Haarausfall tritt nach männlichem und weiblichem Muster bei Männern und Frauen auf.
Da das klinische Bild bei beiden Formen sehr ähnlich ist, kommt es nicht selten zu Fehldiagnosen.


Typische Symptome für eine Hyerandrogenämie sind:
Der Hirsutismus, eine vermehrte Behaarung nach männlichem Muster, gilt als wichtigstes Zeichen der Androgenisierung. Daneben treten auf:

  • Die androgenabhängige Akne vulgaris
  • Hypertrichose, das heißt eine vermehrte Behaarung ohne typisches Muster
  • Das sogenannte SAHA-Syndrom wurde bereits von Orfanos im Jahr 1982 beschrieben. Die folgenden Symptome traten gleichzeitig auf.
     
  • S eborrhoe
  • A kne
  • H irsutismus
  • A lopecie

Daneben spricht man vom HAIR-AN Syndrom, das sich aus den Symptomen

  • H yper A ndrogenismus
  • I nsulin R esistenz
  • A canthosis N igricans (eine Hauterkrankung unklarer Genese mit flächiger Hyperpigmentierung und Hyperkeratose)

zusammensetzt.

Bei richtiger Diagnose muss die ursächliche Störung behandelt werden. Hier steht dem Arzt eine breite Palette von Therapeutika zur Verfügung. Unter Umständen ist der bessere Ansprechpartner der Endokrinologe.

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