Folliculitis decalvans

Mi, 06/02/2021 - 13:04

haircoaching - Viel Neues gibt es leider nicht zu berichten. Derzeit wird offenbar wenig geforscht zu den vernarbenden Alopezien.Eine der hartnäckigsten Kopfhauterkrankungen, die Folliculitis decalvans, kann sowohl Männer als auch Frauen betreffen. Es handelt sich um eine Entzündung, bei der Haarfollikel und Kopfhaut zerstört werden. Verursacht wird die Folliculitis decalvans möglicherweise durch eine starke Reaktion auf Staphylokokken.
Man sieht narbig-atrophe Areale mit entzündlich gerötetem Rand, manchmal auch Pusteln und Krusten. Bei Fortschreiten der Entzündung und Vernarbung kann es zur Ausbildung von Büschel- oder Pinselhaaren kommen. Dabei treten 5 – 10 Haare aus einer gemeinsamen Öffnung aus und bieten so eine ideale Angriffsfläche für Staphylokokken, so dass es zur weiteren Verschlimmerung der Entzündung kommen kann.
Die Behandlung der Folliculitis decalvans ist langwierig und schwierig. Als Basistherapie steht im Vordergrund, die Staphylokokken zu minimieren und die Entzündung zurückzudrängen. Wichtig ist, die tägliche Kopfwäsche mit keimvermindernden Shampoos. Danach muss die Kopfhautoberfläche trocken gefönt werden, damit den Bakterien der Nährboden entzogen wird. Innerliche Antibiotikatherapien führen zur Besserung, die jedoch nicht immer anhält.
Am wirksamsten ist (nach Wolff) das Kombinationsschema: Clindamycin und Rifampicin über 6 bis 12 Wochen. Danach sind alle Patienten erscheinungsfrei, teils über viele Monate hinweg. Um Rückfälle zu vermeiden, sollten möglichst alle Büschelhaarfollikel operativ aus der Kopfhaut entfernt werden, damit sie nicht noch mehr Staphylokokken in die Kopfhaut ziehen können. Wenn die Erkrankung zum Stillstand gekommen ist, können größere Narbenareale operativ verkleinert werden.1*

Quellen:

1*Arzneimitteltherapie der Alopezien, H. Wolff, Elektronischer Sonderdruck, Der Internist, 2015 56:1196-1208, Springer-Verlag

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