Haarausfall Neuigkeiten

09/04/2019

haircoaching - Im Jahr 2017 untersuchte eine Forschergruppe aus den USA mögliche Zusammenhänge zwischen Hepatitis-Impfungen und der Alopecia areata. Die Forscher verfolgten bei dieser Studie das Ziel, den möglichen Zusammenhang zwischen der Alopecia areata und der Exposition durch Hepatitis-B-Virus (HBV) aufgrund einer Impfung zu untersuchen.
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IMPFUNG-ALOPECIA-AREATA

02/04/2019

haircoaching - Am letzten Wochenende im März fanden die Beauty und die TopHair in Düsseldorf statt. Ich war als Bloggerin akkreditiert und durfte mir eine grandiose und professionelle Show von Herrn Glööckler anschauen. Die Perücken in der Show, die ihr im Video seht, sind allerdings nicht die, die von Harald Glööckler entworfen, bei gfh zum Verkauf stehen.

02/04/2019

Pennsylvania - Forscher der Perelman School of Medicine der University of Pennsylvania haben herausgefunden, warum wir an Armen und Beinen Haare haben, aber zum Beispiel nicht an Handinnenflächen und Fußsohlen. Sie entdeckten, dass bei der Entwicklung haarloser Haut ein natürlich vorkommender Inhibitor, das Protein DKK2, einen Signalweg blockiert, von dem das Haarwachstum gesteuert wird.

In einer Studie konnten sie nachweisen, dass die Haut in haarlosen Regionen einen Inhibitor produziert, der WNT, den o.g. Signalweg daran hindert, seinen Job zu machen. Bei dem Protein handelt sich um ein Gen, das in embryonalen und erwachsenen Geweben vorkommt. Nach Entfernung von Gen DKK2 begannen bei Mäusen die Haare in normalerweise haarlosen Hautregionen wieder zu wachsen.

Ferner fand man Hinweise darauf, dass die Produktion von DKK2 in bestimmten Hautregionen während der Evolution verändert wurde, um haarlose oder haarige Haut je nach den Bedürfnissen des Lebewesens zu bilden. Dies könnte zu neuen Ansätzen bei der Behandlung von Haarausfall führen. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Cell Reports veröffentlicht.

Lies mehr dazu HIER

02/04/2019

haircoaching - In den letzten Wochen erhielten wir verschiedene Nachfragen von Betroffenen, denen von ihrem Hautarzt gesagt wurde, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn alle Haarausfall betreffenden Leistungen als Kassenleistung abschaffen wolle, auch die jährliche Zuzahlung zur Perücke werde gestrichen.

Dabei handelt es sich um ein Gerücht, das unverantwortlicherweise von einem oder mehreren Hautärzten in die Welt gesetzt wurde. Wir haben beim BVZ, dem Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten e.V., nachgefragt und bestätigt bekommen, dass dies totaler Unsinn ist, der hier verbreitet wird.

Es gab lediglich einen Beschluss im gemeinsamen Bundesausschuss, dass die beiden Kortisonwirkstoffe Betamethasonacetat und Triamcinolon bei der Behandlung des kreisrunden Haarausfalls ab 2019 zu den sogenannten Lifestyle-Arzneimitteln zählen und nicht mehr zulasten der GKV verordnet werden dürfen.

Perücken werden auch weiterhin bezuschusst nach den Regelungen, die der BVZ im Jahr 2014 mit den Kassen vereinbart hat. Siehe hierzu: Perückenerstattung

Den Beschluss zu den beiden genannten Wirkstoffen findest du hier: g-ba-Behandlung-Alopecia-areata

21/02/2019

haircoaching - Bei der Autoimmunerkrankung Myelofibrose kommt auch das Mittel Ruxolitinib zur Anwendung. Eine Patientin mit Myelofibrose und Alopecia areata berichtet über ihre Erfahrungen zum Haarwuchs unter der Behandlung mit Ruxolitinib in meinem Blog. Ich danke ihr herzlich, dass sie bereit ist, ihre Erfahrungen mit euch zu teilen.
An dieser Stelle möchte ich jedoch darauf hinweisen, dass sie das Mittel gegen die Myelofibrose, eine schwere Autoimmunerkrankung bekommt. Die Anwendung bei der Alopecia areata alleine wird als sehr kritisch betrachtet wegen der nicht unerheblichen Nebenwirkungen. Dieser Erfahrungsbericht stellt außerdem keine statistische Bewertung der Wirksamkeit von Ruxolitinib bei der Areata dar.
Im Blog könnt ihr euch unter der Kommentarfunktion direkt mit ihr austauschen! Hier geht es zum Blog-Artikel:
RUXOLITINIB

19/02/2019

haircoaching - Die Kühlung der Kopfhaut kann offenbar die vor allem von Frauen gefürchtete Nebenwirkung der Chemotherapie, den Haarausfall deutlich reduzieren.

Das System wurde ursprünglich in Schweden (Dignicap) entwickelt und wird mittlerweile von einigen Firmen in unterschiedlichen Varianten vertrieben. Es handelt sich um eine Kappe, die die Kopfhaut kühlt. Die Abkühlung der Kopfhaut führt dazu, dass sich die darunter liegenden Blutgefässe verengen, so dass die Zytostatika schlechter an diese Stellen vordringen können. Die biochemischen Prozesse an den gekühlten Stellen werden verlangsamt, was dazu beiträgt, dass die zerstörerische Wirkung der Arznei an dieser Stelle weniger stark ausfällt.

2017 hat die US-Medizin-Aufsichtsbehörde, FDA die Dignicap zum Einsatz bei allen soliden Tumorerkrankungen bewilligt, da die Wirksamkeit erwiesen sei. Allerdings sei die Kühlkappe bei der Behandlung von Kindern, bei gewissen Krebsarten sowie gewissen Chemotherapien nicht empfohlen. Die Methode der Kühlkappe wird derzeit vorwiegend bei Brustkrebs-Patientinnen eingesetzt.

Eine Studie von Forschern der University of California und der Mount Sinai School of Medicine in New York konnte bei ca. 30% der Testpersonen einen geringeren Verlust von Haaren nachweisen.

19/02/2019

Udine, Italien - Lichen planopilaris, kurz LPP genannt ist eine Haut-Erkrankung, die durch eine chronische lymphozytäre Entzündung hervorgerufen wird. Diese Entzündung kann zu einer teilweisen Zerstörung von Haarfollikeln führen und eine sogenannte vernarbende Alopezie hervorrufen. Ähnlich der Alopecia areata sind die Hauptakteure T-Lymphozyten und es kann zu fleckförmigen Arealen von Haarausfall kommen. Der eigentliche Verursacher ist allerdings noch nicht bekannt. LPP tritt bei Frauen häufiger als bei Männern und meist im Alter von 30 bis 60 Jahren. Im Gegensatz zu anderen vernarbenden Alopezien klagen Patienten mit LPP nicht selten in akuten Phasen über Schmerzen und/oder Brennen.

Für eine gute Diagnose ist es wichtig, mittels dermoskopischer und histologischer Untersuchungsmethoden LPP vom Lupus erythematodes, Folliculitis decalvans, der Alopecia areata und zikatricialer Alopezie zu unterscheiden. Als typisch für LPP betrachten Fachleute eine Art "Kragen" am Haarschafts. In der Folge können weiße Punkte, sogenannte Pili torti entstehen, Verlust von Follikelöffnungen, weiße oder gerötete Bereiche und Haarbüschel.

Forscher vom Department of Experimental and Clinical Medicine, Institute of Dermatology, University of Udine, in Italien haben im Jahr 2018 einen vergleichenden Überblick der bislang veröffentlichten Studien zur Behandlung von LPP publiziert, den du unter dem folgenden Link nachlesen kannst:
THERAPIE-LICHEN-PLANOPILARIS

12/02/2019

Korea - In der Regel wachsen die Haare nach Ende einer Chemotherapie wieder nach. Bisher weiß man allerdings nur wenig über andauernden Haarausfall. Wissenschaftler aus Korea und den USA untersuchten in einer prospektiven Kohortenstudie 61 Frauen mit frühem bis fortgeschrittenem Brustkrebs, die an der Brustkrebsklinik am Samsung Medical Center in Seoul, Korea, von Februar 2012 bis Juli 2013 mit einer adjuvanten Chemotherapie (CTX) behandelt wurden. Ihre Haarfülle und -dicke wurde vor Beginn der Behandlung gemessen und drei Jahre lang beobachtet.

Sechs Monate nach der Chemotherapie klagten 40 Prozent der Brustkrebspatientinnen und nach drei Jahren sogar 42,3 Prozent über mangelndes Haarwachstum. Demnach kann eine Behandlung mit Zytostatika, zumindest bei einer Taxan-basierten CTX, auch dauerhaft zu Haarverlust führen.
Bei den meisten Frauen wuchsen die Haare nicht mehr vollständig nach. 75 Prozent der Frauen berichteten nach drei Jahren über dünnes Haar, 53,9 Prozent über vermindertes Haarvolumen, über allgemeinen Haarausfall und graues Haar jeweils 34,6 Prozent.

Dauerhafter CTX-induzierter Haarverlust ist nach Ansicht der Forscher eine häufige Nebenwirkung bei Brustkrebspatientinnen. Die Ärzte sollten die Frauen vor der Therapie aufklären und unterstützende Maßnahmen anbieten, um die Lebensqualität zu verbessern.

Quelle:
US National Library of Medicine National Institutes of Health
Oncologist. 2018 Aug 17. pii: theoncologist.2018-0184. doi: 10.1634/theoncologist.2018-0184.

05/02/2019

Paris - In der multizentrischen, placebokontrollierten, doppelblinden Studie der Phase 2 wurden 142 Patienten mit chronischer Alopecia areata mit einer Dauer von mindestens 6 Monaten und 50% oder mehr Haarausfall getestet.
Auf dem Jahreskongress der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie, EADV 2018 in Paris berichtete Dr. Rodney Sinclair, dass die Studienergebnisse die Hoffnung auf mögliche Heilung von Patienten mit dieser häufigen und schwer zu behandelnden Krankheit bestätigen.
Lies alle Details zur Studie unter dem folgenden Link:
NEUE ÄRA FÜR BEHANDLUNG DER ALOPECIA AREATA

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05/02/2019

New Haven/Connecticut - Der Dermatologe Dr. Brett King von der Yale School of Medicine in New Haven/Connecticut, der den Januskinase-(JAK-)Inhibitor Tofacitinib bereits bei anderen hartnäckigen Hauterkrankungen wie Vitiligo, Alopecia areata und Ekzemen erfolgreich eingesetzt hat, berichtet nun in einem Fallbericht im New England Journal of Medicine von der erfolgreichen Behandlung einer Patientin mit kutaner Sarkoidose. Tofacitinib ist seit dem letzten Jahr als Reservemittel zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis zugelassen und könnte nach King auch bei der Sarkoidose wirksam sein.
Dabei handelt es sich um eine entzündliche, therapieresistente Erkrankung, die zur Bildung von nicht verkäsenden Granulomen führt. Viele Patienten erholen sich ohne Behandlung, ähnlich wie bei der Alopecia areata, bei anderen kommt es zu schweren Funktionsstörungen, wobei vor allem Lungen, Herz und Augen betroffen sind. Bei jedem vierten Patienten bilden sich die Granulome auch auf der Haut.

 

Brett King und sein Team behandelten eine 48-jährige Patientin, die bereits mit topischen Steroiden, Minocyclin, Hydroxychloroquin, Methotrexat, Adalimumab, Tacrolimus und Apremilast erfolglos behandelt worden war. Da sie unter Hypertonie, Hyperlipidämie und Typ-2-Diabetes litt, kam eine langfristige systemische Steroidbehandlung nicht infrage.
Im ersten Behandlungszyklus über 6 Monate kam es zu einer kontinuierlichen Rückbildung der Granulome auf der Haut. Der die Krankheitsaktivität messende Score verbesserte sich von 85 auf 31 Punkte.
Nach dem Absetzen kam es jedoch wieder zu einer Verschlechterung auf 85 Punkte.
Ein zweiter Zyklus wurde nach 3 Monaten beendet, als der CSAMI auf 53 Punkte abgefallen war.
Nach einem erneuten Rückfall wurde die Behandlung zum dritten Mal aufgenommen und dauert bis heute an. Innerhalb von 10 Monaten verschwanden die Granulome vollständig. Es blieb lediglich eine Pigmentierung zurück.
Unter der fortgesetzten Therapie ohne Nebenwirkungen sei es laut King bisher zu keinem Rezidiv gekommen.

Quelle:
The New England Journal of Medicine