Haarausfall Neuigkeiten

02/11/2020

haircoaching - In letzter Zeit gibt es nicht sehr viele Untersuchungen zum Auftreten von psychiatrischen Störungen und der Alopecia areata. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts gab es noch mehr Studien, vor allem im südeuropäischen Raum.
Spanische Wissenschaftler untersuchten in einer etwas älteren Studie* die Bedeutung psychosozialer Faktoren im Krankheitsverlauf und die psychischen Störungen, die die ästhetischen und sozialen Beeinträchtigungen des Haarausfalls mit sich bringen können.

Die psychische Komorbidität bei der Alopecia areata ist hoch, d.h. dass recht häufig Betroffene auch unter depressiven Zuständen, generalisierten Angststörungen, sozialen Phobien und Anpassungsstörungen leiden. Nicht selten tritt die Alopecia areata nach Stress bzw. kritischen Lebensereignissen auf, die vermutlich einen sog. Triggereffekt hervorrufen. Dagegen gibt es jedoch genügend Fälle, bei denen kein einzige stressverursachender Auslöser festgestellt werden konnte. Allerdings können bei schwerer Ausprägung des Krankheitsbildes, also komplettem Haarverlust, psychotherapeutische Ansätze und Soziotherapien hilfreich sein, um mit der Erkrankung den Alltag besser meistern zu können.

Allerdings werden diese Zusammenhänge unter Dermatologen bis heute kontrovers diskutiert. Während in Deutschland die immunologischen Aspekte der Erkrankung im Vordergrund stehen, sehen Wissenschaftler aus Spanien oder Italien einen klaren Zusammenhang zwischen Stress und dem ersten Auslösen der Erkrankung, sowie eine hohe Zahl von psychischen Begleiterkrankungen bzw. -erscheinungen. In den USA sind beide Seiten gleichermaßen vertreten.

Prof. Panconesi, Italien, entdeckte in den 1990er Jahren, dass Neuropeptide nicht nur psychoneurologische und endokrine Aktivitäten regulieren, sondern dass sie auch ein integraler Bestandteil innerer regulatorische Prozesse sind. Zumeist waren alle Persönlichkeitsstudien bei Alopecia areata uneinheitlich und widersprechen sich in ihren Ergebnissen. Eine Studie** dokumentierte ein Typ-A Verhalten, das durch Dominanz, Aggressivität, pathologischen Wettbewerb, Impulsivität, Ungeduld, den Wunsch, viele Ziele in kürzester Zeit zu erreichen, Hyperaktivität und Explosivität charakterisiert wurde. Italienische Studien sprechen von einem Mangel an emotionaler Ausdrucksfähigkeit. Vergleicht man alle bisherigen Studien, so lässt sich keine spezifische Persönlichkeit von Alopecia-Areata-Betroffenen beschreiben.

Quellen:

* https://www.karger.com/Article/Pdf/83090

** https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8975265

02/11/2020

haircoaching - Viele Frauen leiden unter Haarausfall in den Wechseljahren. Das hängt u.a. mit dem stark gefallenen Östrogen- und Progesteronspiegel zusammen. Übliche Haarwuchsmittel helfen nur bedingt. Die Haarwurzeln werden nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Doch es gibt ein paar Tipps, die man versuchen kann zu befolgen.

Ernährung

Haarausfall in den Wechseljahren kann mit der richtigen Ernährung u.U. verringert werden. Besonders Lebensmittel, die Phytoöstrogene enthalten und solche, die Biotin, Omega-3-Fettsäuren, Zink, Beta-Carotine und Proteine dem Körper zuführen, sollten in den Speiseplan aufgenommen werden. Das sind beispielsweise Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, Haferflocken, Fisch, Aprikosen oder Eier. Eine Ernährungsberatung kann ein wirksame Hilfe sein.
Nahrungsergänzungsmittel sollten möglichst mit einem versierten Arzt abgesprochen werden. Beispielsweise versorgen Salbei, Yamswurzel, Nachtkerze, Melisse oder Hopfen den Körper mit Phytoöstrogenen, die den Hormonhaushalt positiv beeinflussen.

Stress

Stress und psychische Belastung beeinflussen das Nervensystem und seine Botenstoffe, die mit jedem einzelnen Haarfollikel verbunden sind. Die Folgen können eine Schädigung der Haarstruktur oder Störungen der Wachstumsphase sein. Wichtig ist - nicht nur gegen den Haarausfall - immer wieder Ruhephasen einzuplanen, in denen frau wieder zu sich selber findet.

Kopfmassagen

Kopfmassagen bieten viele Friseure an. Sie regen die Durchblutung der Kopfhaut an, so dass die Durchblutung verbessert wird. Gleichzeitig führt dies zu einem gewissen Peelingeffekt, der die Kopfhaut von abgestorbenen Hautzellen befreit. Außerdem tut das auch der Seele gut und wirkt entspannend.

Haarpflege

Da Frauen in den Wechseljahren oft nicht nur mit dünner werdendem Haar zu kämpfen haben, sondern die Haare insgesamt trockener und strohiger werden können, sollte bei der Auswahl der Haarpflege darauf geachtet werden, dass die Haare ausreichend Feuchtigkeit erhalten. Am besten lassen Sie sich hierzu in einer Apotheke beraten.
Allerdings gilt auch hier:
Probieren geht über Studieren!

26/10/2020

Lainate (Italien) - Das Biotech-Unternehmen Cassiopea mit Sitz in der Nähe von Mailand hat die Rekrutierung von Probanden für eine Studie abgeschlossen. In einer klinischen Versuchsreihe der Phase II soll die Clascoterone-Lösung zur Behandlung der Androgenetischen Alopezie (AGA) bei Frauen untersucht werden. Bei Clascoteron handelt es sich um ein Antiandrogen, das im August 2020 in den USA unter dem Handelsnamen Winlevi zur lokalen Behandlung von Akne zugelassen wurde.

In der multizentrierten, prospektiven, randomisierten, doppel-blinden, Vehikel (Placebo)-kontrollierten Dosierungsstudie wird laut Mitteilung des Unternehmens die Wirksamkeit und Sicherheit des Medikamentes untersucht. An der sechsmonatigen Studie sollen 293 Frauen in Deutschland teilnehmen. Die Probandinnen sind zwischen 18 und 55 Jahre alt und leiden an einer milden bis moderaten androgenetischen Alopezie. Die Ergebnisse der Studie werden für das zweite Quartal 2021 erwartet.
 

Quelle:
Cassiopea-Website

26/10/2020

Kiel - Ingrid Petersen macht eigentlich Hüte und viele kreative Kopfbedeckungen für Frauen ohne Haare. Zu Beginn der Corona-Krise hat sie eine Nase-Mund-Maske entwickelt, die auf große Resonanz gestoßen ist und auch aufgrund des verwendeten Materials in vielen Rückmeldungen als besonders angenehm beschrieben wird.

Gerne möchte Frau Petersen zum Eindämmen des Virus beitragen und hat deshalb den Preis ihrer Masken reduziert. Auch dem Aspekt "Nachhaltigkeit" möchte sie mit ihren  waschbaren Masken gerne Rechnung tragen. Schauen Sie doch einmal in ihrem Shop vorbei: 

https://www.on-top-shop.com/1475/onlineshop/nase-mund-maske

Wichtiger Hinweis: Die hier angebotene Nase-Mund-Maske ist kein medizinisches Produkt.

19/10/2020

haircoaching - Auch wenn es sich nur um ein sogenanntes Mausmodell handelt, gibt das Ergebnis eines Forscherteams aus Köln und Helsinki Hoffnung auf weitere Entschlüsselung der Zusammenhänge bei Haarwachstum der Maus und damit Rückschlüsse auf den Menschen.

Das Protein "Rictor" spielt offenbar eine Schlüsselrolle beim Zellstoffwechsel und für die Langlebigkeit von Stammzellen im Haarfollikel. Haarfollikelstammzellen sind für das Nachwachsen der Haare unerlässlich. Beschädigte Zellen werden ständig abtransportiert und erneuert. Mit den ca. 100 täglich ausfallenden Haaren werden auch etwa 500 Millionen Zellen abgestoßen. Das abgestoßene Gewebe wird durch Stammzellen ersetzt, die stark wachsend und langlebig sind.

Bislang war wenig über die Mechanismen bekannt, die für die Langlebigkeit dieser wichtigen Zellen verantwortlich sind. Die Studie1 zeigte, dass Stamm- und Tochterzellen sich bei den Stoffwechselmerkmalen unterscheiden. Erste Hinweise deuteten bei der Zellkultur auf "Rictor", eine wichtige Komponente des Signalwegs, der Prozesse des Zellstoffwechsels wie Wachstum, Energie- und Sauerstoffverbrauch regelt.

"In umfassenden Untersuchungen zeigte das Team, dass der Verlust der Stammzellfunktion im Haarfollikel mit einem Verlust der metabolischen Flexibilität einhergeht. Am Ende jedes Regenerationszyklus, in dem ein neues Haar generiert wird, kehrt ein Teil der Stammzellen in seine Stammzellnische und damit in einen gewissen metabolischen Ruhestand zurück."1

1 Quelle:
Nachrichten Informationsdienst Wissenschaft

05/10/2020

haircoaching - Über ein halbes Jahr leben wir nun schon weltweit mit dem neuen Corona-Virus. Seit einigen Monaten findet man im Netz vermehrt Meldungen, dass eine Erkrankung durch Covid-19 zu Haarausfall führt. Belegt ist es in keiner Weise, dass genau dieses Virus die Haare ausfallen lässt.
Wahrscheinlich ist eher folgendes:
Durch die massiven Geschehnisse im Körper nach einer Covid-19 Infektion wird ein diffuser Haarausfall ausgelöst. Dabei kommt es jedoch höchstens zu einer Auslichtung, nicht zur völligen Kahlheit. Wenn der virale Angriff verarbeitet ist, sprich der Mensch wieder genesen, sollte auch der Haarausfall nachlassen.
Sollte die Wissenschaft anderes herausfinden, werden wir euch natürlich auf dieser Plattform informieren.
Bleibt gesund!

28/09/2020

haarerkrankungen.de - Auf der Seite haarerkrankungen.de wird zu folgender Studie aufgerufen:

Das klinische Studienzentrum für Haut- und Haarforschung der Hautklinik der Charite Berlin und die Hautarztpraxis Dr. Uwe Schwichtenberg in Bremen-Vegesack bieten die Teilnahme an einer klinischen Studie zur Behandlung von Alopecia areata an.
Gesucht werden:
Männliche und weibliche Patienten zwischen 2 und 17 Jahren mit einer aktiven Alopecia Areata bei der 25% bis 95% der Kopfhaut betroffen sind

Teilnahmevoraussetzungen:
- Aktive Alopecia Areata die seit mindestens 6 Monaten und maximal seit 3 Jahren besteht
- 25% bis 95% der Kopfhaut sind betroffen
- Keine aktuelle lokale oder systemische Therapie

Studienablauf:
- Körperliche und dermatologische Untersuchung
- Die Studie dauert für jeden Teilnehmer bis zu 52 Wochen mit 6 Besuchen am Studienzentrum
- Anwendung eines Produktes auf der Kopfhaut

Wir bieten:
- Ärztliche Beratung und allgemeine körperliche Untersuchung
- Bereitstellung des Studienproduktes (Spraylösung)
- Eine angemessene Aufwandsentschädigung

Sie sind interessiert? Weitere Informationen und persönliche Beratungsgespräche:
Stichwort: Kreisrunder Haarausfall

Kontakt Charite Berlin:
hairberlin.com
Telefon 030 / 45 05 18 178 / -176 (AB)
crc-studien@charite.de

Kontakt Hautarztpraxis Dr. Schwichtenberg Bremen-Vegesack:
www.dr-schwichtenberg.de/grs/index.php
Telefon 04 21/ 66 32 82
info@derma-nord.de

21/09/2020

haircoaching - Die Therapie mit sogenannten Biologika macht vielen PatientInnen mit autoimmunen Erkrankungen Hoffnung. Besonders die signifikante Wirkung bei der Psoriasis ist inzwischen durch Studien* belegt.

Seit 2017 wird das Biologikum Dupilumab bei der Behandlung von Patienten mit mittelschwerem bis schwerem atopischem Ekzem angewendet. Die Wirksamkeit von Dupilumab hat großes Interesse an den Biologika insgesamt für die Behandlung bisher nicht therapiebarer Erkrankungen geweckt. Basierend auf den Ergebnissen mehrerer Studien wurde Dupilumab kürzlich von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) als Zusatztherapie für Patienten mit schwerem Asthma zugelassen.*² Darüber hinaus zeigte eine Analyse bei der Anwendung von Dupilumab Verbesserungen bei Handdermatitis*³ und Alopecia areata*4. Ferner könnte das Medikament bei chronischer Urtikaria *5 helfen.

In einer systematischen Überprüfung*6 wurden mehrere Fallstudien analysiert, in denen Dupilumab erfolgreich bei einer breiten Palette von Hautproblemen wie Pruritus, allergische Kontaktdermatitis und andere eingesetzt wurde. Aus einer Überprüfung der Fallstudien ging hervor, dass Dupilumab oft als letztes Mittel eingesetzt wurde, nachdem verschiedene konventionelle Behandlungen fehlgeschlagen waren. Diese Fallberichte haben den Anstoß für mehrere Phase-II-Studien gegeben, in denen die Wirksamkeit von Dupilumab u.a. auch bei Alopecia areata untersucht wurde.

Wenn die Ergebnisse aller Studien die Beobachtungen einzelner Fälle untermauern können, wird ein breiteres Spektrum von Hauterkrankungen behandelt werden können.

Quellen:

  1. National Eczema association. Two new atopic dermatitis biologics show promising results in phase IIb clinical trials. https://nationaleczema.org/nemolizumab-lebrikizumab/ (accessed December 2019).
  2. European Medicines Agency. New add-on treatment for patients with severe asthma. www.ema.europa.eu/en/news/new-add-treatment-patients-severe-asthma (accessed December 2019).
  3. Darrigada AS et al. Dual efficacy of Dupilumab in a patient with concomitant atopic dermatitis and alopecia areata. Br J Dermatol 2018;179(2):534–6.
  4. Lee JK, Simpson RS. Dupilumab as a novel therapy for difficult to treat chronic spontaneous urticaria. J Allergy Clin Immunol Pract 2019;7(5):1659–61.
  5. Hendricks AJ, Yosipovitch G, Shi VY. Dupilumab use in dermatologic conditions beyond atopic dermatitis – a systematic review. J Dermatolog Treat 2019;12:1–10.
10/09/2020

haircoaching - Haare müssen gewaschen werden und die allermeisten von uns verwenden dabei ein Shampoo. Auf die Inhaltsstoffe achten die wenigsten und oft sind diese auch so klein gedruckt, dass man sie kaum entziffern kann. Dennoch: Es gibt Inhaltsstoffe, die unseren Haaren nicht unbedingt gut tun. Hier ein kleiner Überblick:

  • Sulfate sorgen für viel Schaum und geben uns das Gefühl, wirklich etwas für die Sauberkeit unserer Haare zu tun. Aber Sulfate können die Kopfhaut reizen und entfetten. Die Folge kann Juckreiz sein, der wiederum zu Haarausfall führen kann.

  • Parabene gehören zu den Konservierungsstoffen, die das Shampoo vor Bakterien und Pilzen schützen und seine Haltbarkeit verlängern. Inzwischen weiß man jedoch, dass Parabene Krebs auslösen und durch die Freisetzung von Giftstoffen in unserem Körper den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen können.

  • Silikone erfüllen unseren Wunsch nach glänzendem, glattem Haar. Was wir nicht sehen: Die Silikone hinterlassen bei jeder Haarwäsche einen unsichtbaren Film auf unseren Haaren. Feuchtigkeit und Mineralstoffe werden nur schlecht aufgenommen und unsere Haare trocknen aus.

  • Isopropylalkohol kann Haaren und Kopfhaut schaden. Ein Inhaltsstoff der auch in Gefrierschutzmitteln zu finden ist. Er tötet alle Keime ab, auch die guten, und trocknet die Kopfhaut stark aus.

Also lesen lohnt sich, auch wenn's kleingedruckt ist!

 

07/09/2020

Haircoaching - In den vergangenen Jahren hat es immer wieder einzelne Gerichtsurteile gegeben, bei denen die Krankenkassen "zur Kasse" gebeten und für die Patientin mit Haarausfall entschieden wurde.
Die Stiftung Warentest hat auf ihrer Website nun eine Übersicht über die verschiedenen Urteile erstellt, die mit Aktenzeichen hilfreiche Informationen für Betroffene und ZweithaarspezialistInnen bietet. Unter dem folgenden Link geht es direkt zur Übersicht von test.de: Klagen-gegen-Krankenkassen