Haarausfall Neuigkeiten

01/12/2019

Bamberg - Zytostatika, die in der Krebstherapie eingesetzt werden, zerstören nicht nur Tumorzellen, sondern auch andere schnell wachsende und sich häufig teilende Zellen, wie die der gesunden Haarwurzel.
Eine der ersten Fragen, die immer wieder auftaucht: Wachsen meine Haare nach der Behandlung wieder nach?

Da bei einer Chemotherapie die Haarfollikel nicht zerstört werden, setzt das Haarwachstum bei fast allen Krebspatienten etwa 3 Monate nach der Behandlung wieder ein. Aber auch dann benötigt man etwas Geduld, denn Haare wachsen etwa einen Zentimeter pro Monat. Dieser Prozess lässt sich nicht beschleunigen – auch nicht mit ständigem Nachschneiden der Haare, damit sie kräftiger wachsen. Denn das Haar wächst nicht an der Spitze sondern von der Wurzel her!

Eine Möglichkeit, gesundes Haarwachstum anzuregen, ist eine ausgewogene Ernährung und das Vermeiden von Stress.
Durchblutungsfördernde Mittel, wie Shampoos und Tinkturen, wären hier kontraproduktiv, genauso das Verabreichen von hohen Dosen sogenannter Radikalenfänger, wie Vitamin C oder E.
Dagegen spielt Vitamin H eine wichtige Rolle für die Erneuerung und Qualität von Haaren und Nägeln. Da Vitamin H an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt ist, fördert es den Aufbau von Keratin – dem Hauptbestandteil von Haaren und Nägeln und verbessert deren Struktur und Qualität. Es unterstützt die Bildung weiterer Haarstränge, wodurch das einzelne Haar dicker wird. Allerdings ist eine hoch dosierte Zufuhr von Vitamin H weder über die Ernährung noch durch Nahrungsergänzungsmittel möglich. Dies gelingt nur mit Arzneimitteln, wie sie Sie in der Apotheke erhalten, z.B. BIO-H-TIN Vitamin H, 2,5 mg.

TIPP: Da Vitamin H nur auf nachwachsende Haare und Nägel wirkt, empfiehlt es sich, eine entsprechende Kur bereits während der Chemotherapie zu beginnen.


PFLICHTTEXT

BIO-H-TIN® Vitamin H 2,5 mg Tabletten               

Wirkstoff: Biotin

Anw.: Prophylaxe und Therapie von Biotin-Mangelzuständen.

Enth. Lactose.  Gebrauchsinfo. beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
(BHT/20121116/LW)


Dies ist keine Markenempfehlung des Webseitenbetreibers, sondern eine Sortiments-Darstellung unseres Sponsoren-Partners BIO-H-TIN Pharma KG.

26/11/2019

Brasilien - Der Pharmariese Pfizer hat die Zulassung für Tests des Wirkstoffs Tofacitinib unter dem Markennamen Xeljanz. Die weltweite Alopecia-Areata-Community ist in Aufregung seit Fotos eines jungen Mädchens aus Brasilien durch den Internet-Blätterwald rauschen. Die Fotos findet ihr im unten stehenden Quellen-Link.
Tofacitinib kommt ursprünglich bei der rheumatoiden Polyarthritis zum Einsatz. Pfizer startet nun weltweite Studienreihen zur Wirkung bei der Alopecia areata. Während man in den USA offenbar "nur" begeistert ist, verhalten sich Fachleute in Deutschland noch zurückhaltend. Grund sind die starken und nicht unerheblichen Nebenwirkungen von Tofacitinib. Wir werden euch weiter berichten an dieser Stelle.

Quelle:
Sky Statement

26/11/2019

Berkeley/Manchester - Wissenschaftler der University of California in Berkeley haben nach einer Möglichkeit gesucht, um die Nebenwirkungen von Chemotherapien zu reduzieren. Wie das Fachmagazin American Chemical Society berichtet, wurde ein Filter entwickelt, der überschüssige Wirkstoffe der Chemotherapie aus dem Blut entfernt, wenn dieses das behandelte Organ verlässt und so die Verteilung über den Blutkreislauf der Patienten verhindert.
Dieser Filter bindet aufgrund seiner schwammähnlichen Struktur mit einer Polymerbeschichtung (Doxorubicin) die Substanz Hydroxyderivat des Daunorubicin, das zur Behandlung von Leberkarzinomen eingesetzt wird. Der Filter wird mit einer minimalinvasiven Operation direkt in die Vene eingesetzt, die das Blut vom behandelten Organ wegtransportiert.
Auch Wissenschaftler der Universität von Manchester haben eine Methode gefunden, wie Haarfollikel bei einer Chemotherapie geschützt werden können. Es sind vor allem die Taxane, die bei Lungen- oder Brustkrebs zum Einsatz kommen und den die PatientInnen stark belastenden Haarausfall verursachen. Die Wissenschaftler aus Manchester nutzten ein neueres Krebsmedikament, das die Zellteilung ohne toxische Nebeneffekte in den Haarfollikeln blockiert. Dies ist jedoch nur der Anfang der Suche nach den genauen Mechanismen, wie die Taxane die Zellen der Haarfollikel beeinflussen.

Quellen:
Berkeley News
ACS Publications
Aponet.de

26/11/2019

haircoaching - Die gofeminin.de GmbH hat sich entschieden, auf ihrer Informations-Plattform onmeda weniger Foren von Experten betreuen zu lassen. Dazu gehört leider auch das Forum Haarausfall. Die Tätigkeit der Beantwortung von Fragen Ratsuchender endet zum 30.11.2019!
Jenny Latz bedauert diese Entscheidung, da sie hierin einen weiteren Schritt der Verweigerung sieht, das unendliche Leid von Menschen mit Haarausfall wahrzunehmen und somit diese Betroffenen im Stich zu lassen.
Ab Dezember 2019 können sich alle Menschen mit Haarausfall nur noch direkt über diese Website mit Jenny Latz in Verbindung setzen. Sie ist auch weiterhin für euch da!
Für eure Fragen findet ihr verschiedene Formulare auf der Homepage unter:
BERATUNG
Jenny Latz: "Ich danke allen Besuchern und Usern des Forums für ihr Vertrauen. Mit großer Freude habe ich eure Fragen 12 Jahre lang beantwortet.
Aber alles geht mal zu Ende! Und manchmal muss das auch so sein, damit etwas Neues entstehen kann."

12/11/2019

USA - Das spezialisierte Pharmaunternehmen Cassiopea SpA entwickelt und vermarktet verschreibungspflichtige Medikamente mit neuartigen Wirkmechanismen, um bislang ungelöste, wesentliche dermatologische Erkrankungen zu behandeln. Nun gab das Unternehmen bekannt, dass die U.S. Food and Drug Administration (FDA) die eingereichte NDA zur Prüfung akzeptiert hat. Damit beantragt Cassiopea die Marketingrechte für Clascoteron 1% Creme zur Behandlung von Akne. Die FDA hat den 27. August 2020 als PDUFA-Datum (Entscheidungstermin) festgelegt.

Clascoteron ist ein neuer topischer Androgenrezeptor-Hemmer und wird von der FDA für die Behandlung von Akne in (in 1%) und bei fortgeschrittener Entwicklung für die Behandlung der androgenetischen Alopezie (in höherer Konzentration) geprüft. Obwohl der Wirkmechanismus nicht bekannt ist, machen Laboruntersuchungen Hoffnung, dass Clascoteron mit Androgenen, spezifisch Dihydrotestosteron (DHT), konkurrieren in der Bindung an die Androgenrezeptoren innerhalb der Talgdrüse und der Haarfollikel. Wegen der vermutlich lokalen Wirkung am Anwendungsort wäre das Risiko für nicht gewollte oder systemische Nebeneffekte minimiert.

Es bleibt die Entscheidung der FDA im August 2020 abzuwarten und auch, ob die Creme für Männer und Frauen gleichermaßen Anwendung finden wird.

Quelle:
Finanzen.ch

12/11/2019

Qatar - Weltweit sind Menschen von der Alopecia areata betroffen. Über die Social Media Kanäle sind Selbsthilfeorganisationen aller Herren Länder miteinander vernetzt, können sich austauschen und voneinander profitieren. Auch auf der Arabischen Halbinsel leiden Männer und Frauen unter dem kreisrunden Haarausfall. Aufgrund der dortigen gesellschaftlichen und kulturellen Struktur sieht man in diesen Ländern keine Menschen mit Alopecia areata totalis in der Öffentlichkeit.

Nun wurden rund 30 Patienten in der Abteilung für Dermatologie und Venerologie der Hamad Medical Corporation, HMC, in Qatar über einen Zeitraum von zwei Jahren mit Tofacitinib behandelt und 90 Prozent der Patienten zeigten laut Professor Dr. Martin Steinhoff, Vorsitzender der Abteilung für Dermatologie und Venerologie der HMC, eine deutliche Besserung.

Quelle:
Thepeninsulaqatar

12/11/2019

Saarland - Forscher des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland, HIPS, haben in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Pharmazie der Universität und Medizinern des Universitätsklinikums im Journal of Investigative Dermatology neueste Forschungsergebnisse zum kreisrunden Haarausfall veröffentlicht.
Bislang werden bei der Behandlung Immunsuppressiva oder Glucocorticoide eingesetzt. Die Idee dieses Forschungsprojektes ist, die Arzneimittelbelastung zu minimieren, indem die Wirkstoffe direkt an ihren Wirkort, den Haarfollikel, gebracht werden. Biologisch abbaubare Nanopartikel sollen dies ermöglichen. Darüber hinaus stellten sich die Forscher die Frage, ob Nanopartikel tatsächlich in vom Haarausfall betroffene Haarfollikel eindringen können.

Bei dem Forschungsprojekt wurden biologisch abbaubare, biokompatible Polymere eingesetzt, die mit einem fluoreszierenden Farbstoff markiert wurden. Mithilfe dermatologischer Untersuchungen der Kopfhaut bis in tiefere Schichten fanden die Forscher heraus, dass sich die Nanopartikel im oberen Teil der Haarfollikel ähnlich einem Wirkstoffdepot ablagern. Daraus zieht man den Schluss, dass dort eine Substanz freigesetzt wird und von den follikulären Epithelzellen sowie den Immunzellen aufgenommen wird.
Die Forschergruppe will nun die Nanopartikel mit Wirkstoffen beladen, um den reinen Wirkstoff und die wirkstoffbeladenen Nanopatikel vergleichen zu können.

Quellen:
Pharmazeutische Zeitung
Jidonline

22/10/2019

Haircoaching - Brillengestelle, Flugzeugteile, künstliche Gelenke kommen heute schon aus dem 3D-Drucker. Wann wird es endlich auch neue Haare mithilfe der 3D-Drucktechnik geben? Diese Frage stellen sich vor allem Menschen, die unter Formen von Haarausfall leiden, bei denen die eigentliche "Haarfabrik" und der Haarfollikel zerstört oder geschrumpft sind, aber auch Männer, bei denen es keine Haare mehr gibt, die man bei einer Haartransplantation verpflanzen könnte. Hoffnung könnte dies auch für Betroffene mit vernarbenden Alopezien bedeuten.

16/10/2019

haircoaching - Das PCOS, ist wahrscheinlich stark genetisch bedingt, denn es tritt familiär gehäuft auf. Vermutlich sind in Deutschland ca. 1 Million Frauen betroffen. Typisch für das PCOS sind eine zu seltene oder fehlende Monatsblutung, erhöhte Androgen-Werte und polyzystische Ovarien. Für die Diagnose müssen zwei dieser drei Kriterien erfüllt sein.
Polyzystische Ovarien liegen vor, wenn sich in jedem Ovar mindestens zwölf kleine Follikel mit einem Durchmesser von 2 bis 9 mm befinden oder das ovarielle Volumen erhöht ist. Die erhöhten Hormonwerte beruhen auf verstärkter Androgenbildung in Ovarien und Nebennierenrinden.
Optisch leiden die betroffenen Frauen mit Hyperandrogenämie bei PCOS unter Akne, Haarausfall oder Hirsutismus (Überbehaarung am Körper nach männlichem Muster). Nicht alle Symptome müssen bei allen PCOS-Patientinnen vorliegen. Viele Frauen mit PCOS sind adipös oder insulinresistent. Ihr Risiko für Typ-2-Diabetes ist siebenfach erhöht, und sie entwickeln meist schon in jungen Jahren ein metabolisches Syndrom.
Bei Akne, Alopezie und Hirsutismus kommt eine Pille mit antiandrogener Wirkung in Betracht. Cyproteronacetat ist zur Behandlung bei ausgeprägten Formen von Akne, Hirsutismus und Alopezie zugelasse. Auch niedrig dosiertes Dexamethason, das unter anderem bei schweren Hauterkrankungen indiziert ist, wird bei Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom eingesetzt.
Im Hinblick auf die Beeinflussung des metabolischen Syndroms, der Akne, der Zyklusregulierung und des unerfüllten Kinderwunsches scheinen die Frauen von der Behandlung mit Metformin zu profitieren.

Quelle: Ärztezeitung

16/10/2019

San Diego - Forscher am Sanford Burnham Prebys Medical Discovery Institute in San Diego liessen Haare auf der Haut von Nacktmäusen wachsen. Dabei verwendeten sie menschliche Stammzellen und kombinierten sie mit Zellen von Mäusen.
Der dafür wichtige Zelltyp wird als dermale Papille bezeichnet. Diese Zellen befinden sich im Haarfollikel und steuern das Haarwachstum, einschließlich Dicke, Länge und Wachstumszyklus. Die Stammzellen könne man laut Aussage der Forscher bei jeder Blutabnahme gewinnen. Nun soll die Methode auch beim Menschen getestet werden.

Quelle: Functional hair follicles grown from stem cells; Sanford Burnham Prebys Medical Discovery Institute