Haarausfall Neuigkeiten

11/06/2019

haircoaching - Vor dem Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG)  klagte eine 55-jährige Frau, die an Schuppenflechte und kreisrundem Haarausfall litt. Bei dem Verfahren ging es darum, ob die Krankenkasse lediglich eine Standardperücke oder der Klägerin eine maßgefertigtes Echthaarteil erstatten muss. Das LSG Niedersachsen-Bremen stellte fest, dass ein teilweiser Haarverlust bei einer Frau bereits eine Behinderung sei. (Urt. v. 26.03.2019, Az. L 4 KR 50/16) und somit die Krankenkasse der Frau die gesamten Kosten für das Echthaarteil erstatten muss.
Den Anspruch leitete der Senat aus § 33 Abs. 1 Satz 1 Fünftes Sozialgesetzbuch (SGB V) ab, der besagt, dass Versicherten Hilfsmittel zustehen, um eine Behinderung auszugleichen. Da die Richter den partiellen Haarverlust bei einer Frau als eine Behinderung in diesem Sinne betrachteten, stünde ihr das Hilfsmittel zu, um die Selbstbestimmung zu fördern und gleichberechtigt am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Im Einzelfall könne ein maßgefertigtes Echthaarteil aus medizinischen Gründen erforderlich sein. Dann könne die Versicherte nicht gezwungen werden, eine Perücke aus Kunsthaar zu tragen.
Der Senat stützte sich vor allem auf die Ausführungen des behandelnden Dermatologen, der riet aufgrund der Schuppenflechte davon abriet, das restliche Haar vollständig mit einer Perücke zu verdecken. Eine Kunsthaarperücke zum Festbetrag stellte somit nach Ansciht des LSG keine zweckmäßige Versorgung dar.
Dieses Urteil könnte auch für Frauen mit vernarbendem Haarausfall eine Orientierung sein, da diese Betroffenen meist nur einen Teil des Kopfes bedecken müssen.

16/05/2019

haircoaching - Von Anfang an mit Beginn ihrer Selbstständigkeit war Diana Urban Mitglied des Kompetenznetzwerks der Zweithaarspezialisten von Haircoaching. Doch das ganze Leben ist Veränderung. So auch bei Diana Urban aus Hamburg.

14/05/2019

haircoaching - Im Bereich Haarersatz, Zweithaar, Haarteile, Hairweaving tummeln sich viele Geschäftemacher und Abzocker, die mit lauter Werbung und blumigen Versprechen nichts anderes wollen, als Geld mit dem Leid von Haarausfall betroffener Menschen zu verdienen. Kein Wunder, denn neben der Anti-Aging-Branche ist Haarausfall der zweitstärkste und boomende Teil für die Kosmetikindustrie.
An erster Stelle will man die Kundin, den Kunden auf jeden Fall ins Geschäft locken. Hier macht man sich die mangelhafte Terminvergabe der Fachärzte zunutze und bietet - meist kostenlos - eine Diagnose mittels eines Kopfhautvideos an. Dass die anschließenden Bilder meist desaströs sind, versteht sich von selbst und eigentlich wusste der/die Kunde/IN das auch schon vorher. Aber hier wird auf perfide Art und Weise mit der Psyche von Betroffenen gespielt. Der Schock sitzt tief, man fühlt sich verstanden und traut sich kaum abzulehnen, wenn einem gleich im Anschluss ein sogenannter "Servicevertrag" vorgelegt wird, nicht selten verbunden mit Rabattversprechen.
Und schon sitzt man in der Falle:
Die Rabatte wurden meist vorher schon in die völlig überteuerten Preise einberechnet (hier hat man aus der Möbelbranche gelernt), ein zweites Haarteil wurde gleich mitverkauft mit der Schocknachricht, dass man ja, wenn das erste in Reparatur müsste, wochenlang ohne Haarersatz rumlaufen müsste. Der Vertrag ist unterschrieben und nicht selten muss man mit dem Anwalt drohen, um aus diesen Verpflichtungen wieder rauszukommen.
Vorsicht bei solchen Hokuspokus-Angeboten! Am besten den Laden gleich wieder verlassen, ohne sich auf weitere Diskussionen und Erklärungen einzulassen. Ein seriöses und qualifiziertes Zweithaarstudio legt dir keinen Vertrag vor gleich beim ersten Besuch. Meistens ist eine erste Beratung auch kostenlos und unverbindlich. Einige kleinere Studios können sich das nicht leisten und nehmen einen kleinen Betrag für die Beratungsstunde. Aber mehr nicht!
Bei den auf dieser Homepage gelisteten Zweithaarstudios wirst du nicht über den Tisch gezogen. Hier geht es direkt zu den Adressen:
Zweithaarstudios
Haarverdichtung

07/05/2019

haircoaching - Vor einem Jahr, genauer gesagt am 1. Mai 2018, haben Andrea Blick und Susanna Piccarreta in Basel ihre Perückenmacherei Haarwerkstatt eröffnet. Jenny Latz und ihr Team gratulieren zum 1. Geburtstag und wünschen weiterhin viel Erfolg.

02/04/2019

haircoaching - Am letzten Wochenende im März fanden die Beauty und die TopHair in Düsseldorf statt. Ich war als Bloggerin akkreditiert und durfte mir eine grandiose und professionelle Show von Herrn Glööckler anschauen. Die Perücken in der Show, die ihr im Video seht, sind allerdings nicht die, die von Harald Glööckler entworfen, bei gfh zum Verkauf stehen.

02/04/2019

haircoaching - In den letzten Wochen erhielten wir verschiedene Nachfragen von Betroffenen, denen von ihrem Hautarzt gesagt wurde, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn alle Haarausfall betreffenden Leistungen als Kassenleistung abschaffen wolle, auch die jährliche Zuzahlung zur Perücke werde gestrichen.

Dabei handelt es sich um ein Gerücht, das unverantwortlicherweise von einem oder mehreren Hautärzten in die Welt gesetzt wurde. Wir haben beim BVZ, dem Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten e.V., nachgefragt und bestätigt bekommen, dass dies totaler Unsinn ist, der hier verbreitet wird.

Es gab lediglich einen Beschluss im gemeinsamen Bundesausschuss, dass die beiden Kortisonwirkstoffe Betamethasonacetat und Triamcinolon bei der Behandlung des kreisrunden Haarausfalls ab 2019 zu den sogenannten Lifestyle-Arzneimitteln zählen und nicht mehr zulasten der GKV verordnet werden dürfen.

Perücken werden auch weiterhin bezuschusst nach den Regelungen, die der BVZ im Jahr 2014 mit den Kassen vereinbart hat. Siehe hierzu: Perückenerstattung

Den Beschluss zu den beiden genannten Wirkstoffen findest du hier: g-ba-Behandlung-Alopecia-areata

10/12/2018

haircoaching - Das Knüpfen von Perücken ist Bestandteil der Friseurausbildung. Einige spezialieren sich nach ihrer Ausbildung auf das Perückenhandwerk und werden zu hochkarätigen Spezialisten. Leider ist jedoch bei Menschen mit Haarausfall das Thema Perücke tragen immer noch mit viel zu vielen Vorurteilen behaftet. Damit wollen wir hier aufräumen.

  • Eine Perücke erkennt man sofort!
    Nein! Die Technik ist mittlerweile so ausgefeilt, dass Perücken vom eigenen Haar nicht mehr zu unterscheiden sind.
  • Das verrutscht doch!
    Nein! Es gibt viele verschiedene Methoden, eine Perücke zu befestigen. Selbst beim Sport muss sich heute niemand mehr Sorgen machen.
  • Darunter schwitzt man doch sicher!
    Nein! Hier ist das Innenleben der Perücke wichtig. Bei den meisten Materialien kommt ausreichend Luft an die Kopfhaut.
  • Das sind doch Einheitsfrisuren!
    Jein! Leider gibt es die immer noch im Straßenbild, die Einheitsfrisuren, an denen jeder Laie sofort die Perücke erkennt. Aber eigentlich sollte heute jede Perücke typengerecht eingeschnitten werden. Die eigenen Haare lässt man ja (meistens) auch nicht einfach so drauflos wachsen.

Wir hoffen, dass wir mit den häufigsten Vorurteilen ein wenig aufräumen konnten.

18/09/2018

haircoaching - In ihrem Blog Perückenschau.tv berichtet Jenny Latz über den Perücken besessenen Kanadier Dave Edwards. Edwards ist vor allem begeistert von der Lace-Front und hat bereits 10-tausende Follower auf instagram. Dieser Artikel zeigt einmal mehr, dass wirklich gute Perücken nicht zu erkennen sind. So sollte es langsam aber sicher zum Standard werden.
Wenn du dir den Artikel und das Video anschauen willst, klicke auf den folgenden Link: DAVE EDWARDS

13/06/2018

haircoaching - Wir freuen uns, dass wir euch seit dem 1. Juni 2018 endlich auch ein Zweithaarstudio in Basel, Schweiz empfehlen können. Die Inhaberinnen, Andrea Blick und Susanna Piccarreta, sind ausgebildete Maskenbildnerinnen.
Andrea Blick ist außerdem Friseurin und Susanna Piccarreta war lange Zeit als Psychologin lic. phil. tätig. Nun haben sich die beiden mit ihrer Haarwerkstatt Basel selbstständig gemacht und bieten alles, was das Herz von uns Zweithaarträgerinnen begehrt.
Hier geht es direkt zur --- Haarwerkstatt Basel

 

27/02/2018

Lüneburg - Eine Lehrerin aus Niedersachsen, die vermutlich wegen Alopecia areata dauerhaft haarlos ist, hatte zunächst 50 Prozent Beihilfe des Landes bekommen für die Anschaffung einer Kunsthaarperücke zum Preis von 490 €. Diesen Zuschuss gab es auch für eine zweite Perücke. Doch als die Behörde nach zwei Jahren den Zuschuss für eine dritte Perücke nicht zahlen wollte, ging die Lehrerin vor das Oberverwaltungsgericht Lüneburg und verlor.
Nun beginnt die Verwirrung:
Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass Aufwendungen für Perücken bis zu einem Betrag von 512 Euro grundsätzlich beihilfefähig seien bei entstellendem oder kompletten Haarverlust. Auch für eine Zweitperücke werde gezahlt. Beihilfe für jede weitere Perücke sei aber nur rechtmäßig, wenn seit der vorangegangenen Beschaffung mindestens vier Jahre vergangen sind.
Hier der Link zum Urteil des OVG: Urteil-OVG-Lüneburg

Doch bereits kurz nach diesem Urteil meldete sich das Finanzministerium Hannover zu Wort und wies darauf hin, dass sich die Rechtslage mittlerweile geändert habe. Das  Urteil im Lüneburg-Fall bezog sich noch auf die alten, bis Ende Juni 2017 geltenden Regeln. Nun seien Kosten bis 700 Euro beihilfefähig und für die erneute Beschaffung einer Perücke gebe es jetzt bereits nach zwei Jahren einen Anspruch auf Beihilfe.