Haarausfall Neuigkeiten

15/01/2021

haircoaching - Lupus erythematodes (LE) wird auch als Schmetterlingserythem bezeichnet, da es bei Auftreten im Gesicht in typischer Form über Wangen und Nasenrücken verläuft. Es handelt sich um eine chronisch verlaufende Autoimmunerkrankung, deren Ausprägung durchaus verschieden sein und bei einigen Patienten sogar lebenswichtige Organe betreffen kann, wie Gelenke, Niere, Herz, Lunge und Blut. Die Veränderungen der Haut können an allen möglichen Stellen des Körpers auftreten, so beispielweise auch auf der Kopfhaut. Hier kann es dann zu Vernarbungen kommen, durch die die Haarfollikel zerstört werden und keine neuen Haare mehr wachsen können. Daher wird von Wissenschaftlern auch seit Jahren diskutiert, Lupus in verschiedene Formen des Auftretens zu unterteilen. Lupus wird zu den chronisch-rheumatischen Erkrankungen gezählt.

Typisch sind die entzündlichen Schübe, unter denen die Patienten leiden, so wie es auch bei anderen autoimmunen Erkrankungen vorkommt. Diese werden von sogar längeren Phasen unterbrochen, in denen die Krankheit fast verschwunden zu sein scheint. Lupus kann sich in Lebensalter auftreten, meistens erscheint der Lupus der Haut erstmalig zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Frauen sind in der Regel häufiger betroffen als Männer.

Die Diagnose des LE wird für den Arzt zur Herausforderung aufgrund der Unterschiedlichkeit der Symptome und Verläufe und gehört definitiv in die Hände eines dermatologischen Spezialisten, um Verwechslungen und harmlose Fehldiagnosen auszuschließen. Die Diagnose muss durch entsprechende Laborbefunde gesichert sein. Hierin begründen sich auch die sich teilweise widersprechenden statistischen Aussagen über die Häufigkeit des Auftretens von LE.
So viel scheint jedoch festzustehen:
Klar umschriebene Symptome gibt es nicht. Beispielsweise tritt der diskoide Lupus erythematodes (DLE) in der Regel am Kopf oder im Nacken auf mit einem scharf umgrenzten, entzündlichen, meist schuppenden Knötchen. Bei weiterer Ausbreitung kommt es an den Haarbälgen zu Verdickungen der Hornschicht.
Beim systemischen LE gehören können Müdigkeit und Fieber, aber auch Gelenk- und Muskelschmerzen, Flüssigkeitseinlagerungen in den Beinen o.ä. Symptome auftreten. Hat sich der Lupus entwickelt, wird er chronisch, da das Immunsystem Gedächtniszellen bildet, die die Erkrankung weiter vorantreiben.

Vorbeugende Maßnahmen, um den Ausbruch der Erkrankung zu verhindern, gibt es nicht. Nur eines müssen alle an Lupus Erkrankten beachten: UV-Strahlung ist unter allen Umständen zu vermeiden. Betroffene sollten Lichtschutzmittel mit einem Faktor von mindestens 50 anwenden oder die Haut durch Kopfbedeckung und Kleidung vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Vorsicht auch bei Arzneimitteln, die zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit führen können.
Wie bei allen Autoimmunerkrankungen spielt die genetische Prädisposition eine wichtige Rolle. Allerdings kann auch bei LE die Genetik nicht allein verantwortlich für die Entstehung sein. Seit langem vermutet man sogenannte Trigger (Auslöser), die das Immunsystem zum Angriff gegenüber körpereigenem Material anregen. Bei Lupus könnte UV-Licht als Trigger in Frage kommen, insbesondere bei Bestrahlungen mit UVA/UVB-Kombination, aber auch nur durch einfache Bestrahlung. Auch einige Arzneimittel werden verdächtigt.

Eine ursächliche Heilung ist nicht möglich. Aber dank der Behandlung mit Glucocorticoiden und Immunsuppressiva lässt sich die Erkrankung heute besser in Schach halten. Doch muss die passende Therapie immer an die Situation, die Ausprägung des LE und den Verlauf beim einzelnen Patienten individuell angepasst werden.
Beim Lupus der Haut (CLE) bzw. der Kopfhaut kommen meist Glucocorticoide der Wirkstoffklassen II und III zum Einsatz. Zur Behandlung von Läsionen wird die Anwendung von Triamcinolon durch Injektionen in die entzündeten Stellen empfohlen. Als weitere mögliche Therapieansätze werden häufig auch Tacrolimus, Pimecrolimus, Antimalariamittel, Dapson und Methotrexat genannt. Als neue Therapieoption werden Biopharmazeutika getestet.

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 49/2012

04/01/2021

haircoaching - Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass Jenny Latz für Haarausfall-Beratungen eine kompetente und engagierte Nachfolgerin gefunden hat. Frau Sabine Wirth hat ab dem 1. Oktober 2020 die Beratungsgespräche übernommen. Es erleichtert Jenny den Rückzug, von Haarausfall Betroffene zukünftig bei ihr in guten Händen zu wissen.
Jenny Latz kann sich somit auf den Bereich der Informationsrecherche für euch konzentrieren. Sie wird euch also auch weiterhin auf dieser Homepage über alle wichtigen Neuerungen zu Haarausfall auf dem laufenden halten.
Lerne jetzt Sabine Wirth kennen: BERATUNG

07/12/2020

Berlin - Da über die Ursachen der vernarbenden Alopezien noch recht wenig bekannt ist, will die Charité Berlin eine Studie durchführen. Dabei geht es insbesondere um die genetische Untersuchung zur Ursachenforschung der seltenen lichenoiden, vernarbenden Alopezien (Lichen planopilaris, Frontal fibrosierende Alopezie – M. Kossard).
Die Kontaktdaten und weitere Details zur Studie findest du unter dem folgenden Link:
STUDIE CHARITE

23/11/2020

Edinburgh - Wissenschaftler der University of Edinburgh haben neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie Vitamin D das Immunsystem beeinflusst und die Anfälligkeit für Krankheiten wie Multiple Sklerose beeinflussen könnte.
Vitamin D wird vom Körper als Reaktion auf Sonnenlicht produziert und oft für seine gesundheitlichen Vorteile gelobt. Forscher fanden heraus, dass es auch Schlüsselzellen des Immunsystems betrifft. Diese Entdeckung könnte erklären, wie Vitamin D Immunreaktionen reguliert, die an Autoimmunerkrankungen wie MS beteiligt sind.
Das Team aus Edinburgh konzentrierte sich darauf, wie Vitamin D den Mechanismus im Immunsystem des Körpers beeinflusst, die Fähigkeit dendritischer Zellen, T-Zellen zu aktivieren. Bei gesunden Menschen spielen T-Zellen eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung von Infektionen. Bei Menschen mit Autoimmunerkrankungen können sie jedoch beginnen, das körpereigene Gewebe anzugreifen.
Bei der Untersuchung der Zellen von Mäusen und Menschen stellten die Forscher fest, dass Vitamin D dazu führte, dass dendritische Zellen mehr von einem Molekül namens CD31 auf ihrer Oberfläche produzierten und dies die Aktivierung von T-Zellen behinderte. Das Team beobachtete, wie CD31 einen stabilen Kontakt zwischen den beiden Zelltypen verhinderte - ein wesentlicher Bestandteil des Aktivierungsprozesses - und die daraus resultierende Immunreaktion weitestgehend reduzierte.

Die Ergebnisse geben Aufschluss darüber, wie ein Vitamin-D-Mangel das Immunsystem regulieren und die Anfälligkeit für Autoimmunerkrankungen beeinflussen kann. "Ein niedriger Vitamin-D-Status ist seit langem ein bedeutender Risikofaktor für die Entwicklung mehrerer Autoimmunerkrankungen. Unsere Studie zeigt, wie Vitamin-D-Metaboliten das Immunsystem dramatisch beeinflussen können", sagt Professor Richard Mellanby.

Quelle:
medicalxpress.com

20/11/2020

haircoaching - (Auszug aus dem Abstract von Dr. Andreas Finner1, Übersetzung und Zusammenfassung von Jenny Latz) Die Haartransplantation ist eine wichtige Behandlungsmethode bei fortgeschrittenem erblichen und inaktivem vernarbendem Haarausfall.
Bei der Standardtechnik wurde ein Hautstreifen mit mehreren Haarfollikeln entnommen und unter dem Mikroskop unterteilt. Diese Methode wird als Follicular Unit Transplantation (FUT) bezeichnet. Die wachsende Popularität der direkten Entnahme von jeder einzelnen FU, d.h. follikuläre Einheit mit Haarfollikel, mit Follicular Unit Excision (FUE) bezeichnet, hat die Frage aufgeworfen, ob die lineare Entnahme von Hautstreifen noch relevant ist.
Um den Unterschied zu demonstrieren wurden beide Entnahmetechniken bei einem typischen Patienten durchgeführt. Die Transplantatqualität wurde bewertet und verglichen. Die Dichte von FU im Spenderbereich wurde vor der Operation digital vermessen. Die mögliche Maximalausbeute von FU-Transplantaten sowie die Größe der Narbe und die Entnahmelänge wurden für die verschiedenen Szenarien von FUT, FUE und einer Kombination von beiden eingeschätzt.
Bei diesem Patienten war der Transplantatqualitätsindex von FUT-Transplantaten höher als bei FUE-Transplantaten. Der maximale Transplantatsgewinn wäre in FUT am höchsten in Kombination mit einem zweiten FUT oder FUE und niedriger allein in FUE. Die berechnete Größe der Narbe und die Länge ist im linearen FUT-Vergleich geringer als bei FUE.

Fazit:
Beide Entnahmetechniken haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Beim linearen FUT, werden die Transplantate unter dem Mikroskop präpariert mit direkter Sicht. Besonders bei feinem Haar, kann dies die Zerteilung reduzieren und die Transplantate können mehr den Follikel umgebende Strukturen und Fettgewebe enthalten. Daher sind FUT-Transplantate oft robuster. Dies kann möglicherweise zu besserem Wachstum und mehr Fülle führen. Da die lineare FUT-Entnahme im sichersten Teil des Spenderbereichs erfolgen kann und nicht zu punktgenauen Narben führt, ergibt sie eine höhere Ausbeute und Sicherheitsmarge bei Patienten mit einem potenziell engen Spendergebiet.

Bei FUE beinhaltet die Entnahme einen blinden Schnitt und kraftvolle Extraktion, die zur Zerteilung von Follikeleinheiten führen und anfällige Transplantate entblößen kann, vor allem bei feinen Haaren und spreizenden FU. Bei vielen Patienten kann es sein, dass die Transplantatausbeute von FUE allein nicht ausreicht, wenn die Sicherheitszone eingehalten wird und eine Zuvielentnahme vermieden wird.
Sowohl lineares FUT als auch selektives FUE haben spezifische Indikationen. Eine Kombination kann die beste Möglichkeit sein bei fortgeschrittenen Stadien der Alopezie. Das würde bestes Handeln im Interesse des Patienten bedeuten, der Haarchirurg sollte beide Techniken beherrschen und die am besten geeignete Methode basierend auf einzelnen Kriterien empfehlen.

Quelle:
1 Andreas Finner, Trichomed Hair Medicine and Hair Transplantation, Berlin, Germany, 11th World Congress, Hair Research, Sitges, Barcelona, April 24th - 27th, 2019

05/10/2020

haircoaching - Über ein halbes Jahr leben wir nun schon weltweit mit dem neuen Corona-Virus. Seit einigen Monaten findet man im Netz vermehrt Meldungen, dass eine Erkrankung durch Covid-19 zu Haarausfall führt. Belegt ist es in keiner Weise, dass genau dieses Virus die Haare ausfallen lässt.
Wahrscheinlich ist eher folgendes:
Durch die massiven Geschehnisse im Körper nach einer Covid-19 Infektion wird ein diffuser Haarausfall ausgelöst. Dabei kommt es jedoch höchstens zu einer Auslichtung, nicht zur völligen Kahlheit. Wenn der virale Angriff verarbeitet ist, sprich der Mensch wieder genesen, sollte auch der Haarausfall nachlassen.
Sollte die Wissenschaft anderes herausfinden, werden wir euch natürlich auf dieser Plattform informieren.
Bleibt gesund!

30/07/2020

haircoaching - Permament Makeup für lichte oder nicht mehr vorhandene Augenbrauen ist eine Lösung, die vielen Menschen mit Haarausfall hilft. Aber irgendwann kann es sein, dass einem die Strichführung oder Farbgebung nicht mehr gefallen oder die eigenen Brauenhaare nachgewachsen sind. Dann lässt sich Permanent Makeup zumindest überwiegend entfernen. Wichtig ist jedoch, sich mit diesem Wunsch an einen Hautarzt oder eine Hautärztin zu wenden. Sonst ergeht es dir so, wie diesen Frauen:

Bei fünf Frauen soll es bei der Entfernung von Permanent Make-up durch eine Kosmetikerin zu gefährlicher Körperverletzung gekommen sein. So lautet die Anklage gegen die Kosmetikerin vor dem Amtsgericht Tiergarten. Es sei zu gravierenden Folgen wie Entzündungen, Narbenbildung und dauerhaftem Haarausfall gekommen sein.

27/07/2020

haarerkrankungen.de - Wegen der Corona-Pandemie fand der diesjährige größte Dermatologenkongress vom 7. bis 11. Juli 2020 online statt. Die Internet-Plattform haarerkrankungen.de veröffentlichte einen sehr interessanten Bericht zu Diagnose und Therapie von vernarbendem Haarausfall.
Univ. Prof. Dr. Adrian Tanew, Dermatologe aus Wien, berichtet in seinem Vortrag über wichtige Diagnosemittel und mögliche Neuerungen bei der Behandlung von

  • Frontal fibrosierender Alopezie (FFA) nach Kossard
  • Lichen Planopilaris (LPP)
  • Lupus erythematodes

Den ganzen Bericht kannst lesen unter: haarerkrankungen

02/03/2020

haircoaching - Haarausfall belastet, schränkt im Alltagsleben ein und kann zum Verlust von Lebensfreude führen. Es braucht eine ge­stärkte Persönlichkeit, ein großes Verhaltensrepertoire und ein gutes Selbstwertgefühl, um trotz Haarausfall psychisch gesund zu bleiben und Alltagssituationen zu meistern.
Mit ihrem nächsten Tagesseminar geht Jenny Latz raus aus den üblichen Seminarräumen der Tagungshotels!

Das abwechslungsreich gestaltete Seminar findet auf dem mitten in ländlicher Idylle gelegenen Keens-Hof statt und bietet Wohlfühl­atmosphäre und Raum zur Erarbeitung von inspirierenden Tipps für den Alltag, beim Austausch mit anderen Frauen, für Selbstreflexion und praktische Übungen. Die Inhalte des Seminars werden individuell auf die Wünsche der Teilnehmerinnen zugeschnitten.
Die Anmeldungen laufen bereits! Die Teilnehmerinnenzahl ist begrenzt!

Termin:
Samstag,  28.03.2020 - Seminarveranstaltung - 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Ort:
KEENS-HOF GbR - Siebenhäuser 11 - 47906 Kempen

Anmeldefrist:
Sonntag, der 15. März 2020

Die Teilnehmerinnenzahl ist begrenzt! Fordere jetzt die Seminarunterlagen unverbindlich an unter: SEMINAR-ANMELDUNG

 

 

 

26/11/2019

haircoaching - Die gofeminin.de GmbH hat sich entschieden, auf ihrer Informations-Plattform onmeda weniger Foren von Experten betreuen zu lassen. Dazu gehört leider auch das Forum Haarausfall. Die Tätigkeit der Beantwortung von Fragen Ratsuchender endet zum 30.11.2019!
Jenny Latz bedauert diese Entscheidung, da sie hierin einen weiteren Schritt der Verweigerung sieht, das unendliche Leid von Menschen mit Haarausfall wahrzunehmen und somit diese Betroffenen im Stich zu lassen.
Ab Dezember 2019 können sich alle Menschen mit Haarausfall nur noch direkt über diese Website mit Jenny Latz in Verbindung setzen. Sie ist auch weiterhin für euch da!
Für eure Fragen findet ihr verschiedene Formulare auf der Homepage unter:
BERATUNG
Jenny Latz: "Ich danke allen Besuchern und Usern des Forums für ihr Vertrauen. Mit großer Freude habe ich eure Fragen 12 Jahre lang beantwortet.
Aber alles geht mal zu Ende! Und manchmal muss das auch so sein, damit etwas Neues entstehen kann."