Haarausfall Neuigkeiten

07/04/2021

Hamburg - Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung im Arbeitsbereich Kosmetikwissenschaft der Universität Hamburg wurden von Nils Krüger als Buch im Verlag Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften, 2012 unter dem Titel "Einfluss von Haarausfall auf die Lebensqualität" veröffentlicht.
Leider ist das Buch derzeit nicht erhältlich.
Die Inhalte daher an dieser Stelle in Kurzfassung:
Da Haare eine wichtige Bedeutung als soziales Kommunikationsorgan haben, kann Haarlosigkeit psychologische Belastung mit sich bringen. Dadurch sinkt die Lebensqualität. Der Verlust der Kopfhaare wird jedoch in unserer Gesellschaft als kosmetisches Problem eingestuft. Betroffene werden häufig nicht ernst genommen. Das Buch von Krüger basiert auf den Daten einer Befragung mit mehr als 3500 Teilnehmern und gibt einen tiefen Einblick in die Ängste und Sorgen von Menschen mit Haarausfall. Zusätzlich gibt das Buch einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu androgenetischer Alopezie, Haarausfall vom weiblichen Muster, diffusen Haarausfall, kreisrunden Haarausfall, vernarbende Alopezien sowie traumatisch bedingten Alopezien.
Online kann man die Ergebnisse der Untersuchung jedoch noch in der Dissertation von Nils Krüger finden. Hier der Link:
DISSERTATION-KRÜGER

12/03/2021

haircoaching - Interview mit Dr. Finner, Mitglied des Expertenrats von Haircoaching®

10/03/2021

haircoaching - Beim Lichen ruber planus (planopilaris) handelt es sich um eine Knötchenflechte in der Kopfhaut. Es wird vermutet, dass es sich um eine Autoimmun-Störung handelt. Der Lichen ruber ist nicht ansteckend.

Auf der Haut finden sich stark juckende, flache, rötlich-bläuliche Knötchen. Es scheint, als trügen die Haare am Rand eines betroffenen Areals eine eng sitzende weiße Halskrause, umgeben von einer Rötung.1* Der Übeltäter sind die T-Lymphozyten. Es gibt keinen typischen Krankheitsverlauf. Oft besteht die Erkrankung bereits seit Jahren, bevor sie bemerkt wird. Manchmal geht sie mit leichtem Juckreiz einher.

Obwohl der Lichen planus eine der häufigsten in der dermatologischen Praxis auftretende vernarbende Alopezie ist, existieren nur sehr wenige Therapieempfehlungen in der medizinischen Literatur. Die üblichen Therapieversuche umfassen topische Behandlungen (z.B. mittels topischer Corticosteroide, Calcineurin-Hemmer, Vitamin D Analoga) sowie Phototherapien. Während örtlich begrenzte Hautläsuren mit diesen Standard-Behandlungen einfach zu therapieren sind, stellen in größerem Maße auftretende Formen für den behandelnden Arzt eine Herausforderung dar.2*
Die gelegentlich beschriebene Therapie mit dem systemischen Retinoid Acitretin muss oft aufgrund von Nebenwirkungen abgebrochen werden. Die Wirkung ist fraglich. Um die schleichende entzündliche Zerstörung der Haarfollikel zu verzögern, bevorzugt Prof. Wolff et al. die topische Anwendung von Klasse-III- oder Klasse-IV Kortikosteroid-Kopfschäumen.1*


Quellen:

1*Arzneimitteltherapie der Alopezien, H. Wolff, Elektronischer Sonderdruck, Der Internist, 2015 56:1196-1208, Springer-Verlag
2*Individualisierte Behandlung und Therapiewahl bei Lichen planus: ein schrittweiser Ansatz, I. Manousaridis, K. Manousaridis, W. K. Peitsch, St. W. Schneider, JDDG 1610 - 0379 / 2013 / 1110, Blackwell Verlag

03/03/2021

haircoaching - Bei Haarausfall im allgemeinen ist in den meisten Fällen KEINE Vollperücke erforderlich. Nur bei komplettem Haarverlust bei einer Chemotherapie, der Alopecia areata in fortgeschrittenem Stadium muss eine Perücke in Betracht gezogen werden.
Wenn bei einer androgenetischen Alopezie vom weiblichen Typ die Haare am Oberkopf ausdünnen oder es unter einer vernarbenden Alopezie zu stellenweisem Haarverlust kommt, reicht ein Haarteil vollkommen aus, um sich wieder wohl zu fühlen. Bei allen Formen von diffuser Alopezie kann eine gut gemachte Haarverdichtung wieder zu vollem Haarkleid verhelfen.

Es stehen drei mögliche Lösungen in Form von Haarersatz zur Verfügung, die je nach Art und Ausmaß des Haarausfalls sinnvoll sind:

Vollperücke - bei Alopecia areata totalis bzw. universalis und Chemotherapie

Haarteil - bei androgenetischer Alopezie und vernarbendem Haarausfall

Haarverdichtung - bei allen Formen diffuser Alopezie

Bei der Wahl einer Perücke solltest du darauf achten, dass die Beschaffenheit der Haare deinen eigenen Haaren weitgehend entspricht. Hattest du beispielsweise sehr feines Haar, solltest du keine Perücke tragen, die sehr dichte Haare aufweist. Dies gilt in noch stärkerem Maße für Toupets. Auch Haarfarbe und Schnitt sollten dem Typ entsprechen. Für die Auswahl des richtigen Zweithaars muss man Geduld und Ruhe mitbringen.
Lass dich am besten in zwei bis drei verschiedenen Zweithaarstudios Nähe beraten. Dies sollte unverbindlich und kostenlos erfolgen. Hör auf dein Bauchgefühl! Wenn man dich passend zu deinem Haarausfall berät und eine individuelle Zweithaar-Lösung vorschlägt und du dich wohl und gut aufgehoben fühlst, hast du dein Zweithaarstudio gefunden.

Zuverlässige Adressen findest du auf dieser Homepage unter ZWEITHAARSTUDIOS und HAARVERDICHTUNG.

28/02/2021

haircoaching - Die Frontal fibrosierende Alopezie (nach Kossard) tritt überwiegend bei älteren Frauen in den Wechseljahren auf und wird als Variante des Lichen ruber angesehen. Es gibt jedoch auch betroffene Männer und Frauen vor Eintritt in die Menopause. Auch hier handelt es sich vermutlich um eine Autoimmun-Erkrankung.
Optisch sieht der Haarausfall so aus wie die männliche Glatzenbildung. Am Haaransatz zeigt sich oft ein Rückgang der Haarlinie der Stirn. Gleichzeitig kommt es zu einer Ausdünnung der Augenbrauen bis hin zum kompletten Verlust. Es können auch andere Stellen der behaarten Kopfhaut betroffen sein. Wie beim Lichen ruber kommt es zu einer Zerstörung von Haarfollikeln der Kopfhaut und Augenbrauen, verursacht durch T-Lymphozyten.
Über Jahre kommt es zu einem Zurückweichen der Haar-Grenze an der Stirn, aber auch des Haaransatzes an den Schläfen. Die Haut ist an den betroffenen Stellen blass-atrophisch und unterscheidet sich dadurch von der Licht gebräunten Haut der Stirn.
Eine wirksame Therapie ist nicht bekannt. Es gibt Versuche mit topisch angewendetem Kortikosteroidschaum oder -lotion, die Entzündung einzugrenzen.1*

Quelle:
1*Arzneimitteltherapie der Alopezien, H. Wolff, Elektronischer Sonderdruck, Der Internist, 2015 56:1196-1208, Springer-Verlag

24/02/2021

haircoaching - Wissenschaftler sind der Entdeckung der Ursachen von Immunerkrankungen wie Asthma, Multipler Sklerose und Arthritis einen Schritt näher gekommen. Untersuchungen des Wellcome Sanger Institute, GSK und Biogen im Rahmen der Open Targets-Initiative haben gezeigt, dass Tausende von DNA-Unterschieden zwischen Personen, die mit Immunerkrankungen in Verbindung stehen, mit dem Einschalten eines bestimmten Subtyps von Immunzellen zusammenhängen. Diese Studie, die 2019 in Nature Genetics veröffentlicht wurde, wird dazu beitragen, die Suche nach molekularen Signalwegen für Immunerkrankungen einzugrenzen, und könnte dazu führen, dass Medikamente für die Entwicklung neuer Therapien gefunden werden.

Das Immunsystem hält uns gesund, indem es Infektionen bekämpft. Wenn jedoch etwas schief geht, können die Zellen unseres Immunsystems fälschlicherweise Entzündungen verursachen, die zu Immunerkrankungen wie Asthma, Multipler Sklerose und entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) führen. Diese Krankheiten betreffen weltweit Millionen von Menschen. Es ist jedoch nicht bekannt, wie das Immunsystem bei diesen Erkrankungen reagiert oder welche Zelltypen betroffen sind. Auch wenn man sich mit der veröffentlichten Studie im wesentlichen auf autoimmune Erkrankungen wie Asthma und Darmerkrankungen bezieht, macht dieser Weg der Forschung durchaus auch Hoffnung für Alopecia areata oder einige autoimmun gesteuerte vernarbende Alopezien.

Frühere Forschungen ergaben, dass es Tausende genetischer Veränderungen gibt - sogenannte genetische Varianten -, die bei Patienten mit Immunerkrankungen häufiger auftreten als bei gesunden Menschen. Das Verständnis dieser genetischen Veränderungen könnte Hinweise auf die Ursachen und biologischen Pfade von Immunerkrankungen liefern und im Laufe der Zeit zur Identifizierung neuer Wirkstoffziele führen. Viele dieser genetischen Varianten befinden sich in noch unbekannten Bereichen des Genoms und sind vermutlich an der Regulierung der Funktionen von Immunzellen beteiligt. Hinzu kommt, dass Zytokine - die Signalproteine, die freigesetzt werden, um die Kommunikation zwischen den Immunzellen während einer Entzündung zu ermöglichen - es äußerst schwierig machen, die genaue Ursache der Krankheit zu bestimmen.

Die Forscher des Sanger-Instituts und ihre Mitarbeiter wollen herausfinden, welche Immunzellzustände für Immunerkrankungen am wichtigsten sind, um potenzielle neue Medikamentenziele für Krankheiten wie Asthma und IBD auszuloten.

In dieser neuen Studie untersuchte das Team, welche Teile des Genoms in drei Arten von Immunzellen von gesunden Freiwilligen aktiv waren, und überprüfte diese Positionen gegen alle genetischen Varianten, die an verschiedenen Immunerkrankungen beteiligt sind. Sie fügten auch verschiedene Zytokine hinzu, die insgesamt 55 verschiedene Zellzustände hervorrufen, um die Entzündung der Immunkrankheiten nachzuahmen und die Auswirkungen der Signalchemikalien in diesen Zellen zu verstehen.

Die Studie ergab, dass ein bestimmter Zelltyp und Zellzustand - die frühe Aktivierung von Gedächtnis-T-Zellen - die aktivste DNA in denselben Regionen aufwies wie die genetischen Varianten, die an Immunerkrankungen beteiligt sind. Dies deutete darauf hin, dass die anfängliche Aktivierung dieser T-Zellen für die Krankheitsentwicklung wichtig ist. Überraschenderweise zeigte die Untersuchung, dass die Zytokine im allgemeinen nur geringe Auswirkungen auf die DNA-Aktivität hatten und bei den meisten untersuchten Krankheiten eine geringere Rolle spielten.

Dr. Blagoje Soskic, leitender Autor der Publikation des Wellcome Sanger Instituts und Open Targets, sagte: "Unsere Studie ist die erste eingehende Analyse von Immunzellen und Zytokinsignalen im Zusammenhang mit genetischen Unterschieden im Zusammenhang mit Immunerkrankungen. Wir entdeckten Verbindungen zwischen den Krankheitsvarianten und der frühen Aktivierung von Gedächtnis-T-Zellen, was darauf hindeutet, dass Probleme bei der Regulierung dieser frühen T-Zell-Aktivierung zu Immunerkrankungen führen könnten. "

Dr. Rab Prinjha, Vorsitzender des Open Targets Governance Board und Leiter der Abteilung Adaptive Immunität und Immuno-Epigenetik bei GSK, sagte: "Bei GSK setzen wir sowohl Genetik als auch Genomik ein, um zu identifizieren, welche Teile des Immunsystems für einen Bereich von zentraler Bedeutung sind. Um die Wissenschaft des Immunsystems zu untersuchen, hilft uns die funktionelle Genomik, die Rolle zu verstehen, die einzelne Gene bei der Auslösung pathogener Immunmechanismen spielen können oder nicht. Ein weiteres Ergebnis unserer 5-jährigen Zusammenarbeit mit Open Targets zeigt, dass wir uns auf fortschrittliche Technologien konzentrieren, um unsere Wissenschaft voranzutreiben."

"Um diese komplexe Analyse zu ermöglichen, haben die Forscher eine neue Computermethode namens CHEERS entwickelt, mit der sie für Immunerkrankungen relevante Zellzustände identifizieren können. Frei verfügbar könnte diese Ressource auch dazu verwendet werden, Verbindungen zwischen genetischen Variationen und Mechanismen für andere komplexe Krankheiten zu finden. Dr. Gosia Trynka, die leitende Autorin des Wellcome Sanger Institute und von Open Targets, sagte: "Es gibt Tausende verschiedener Zelltypen und -zustände im Körper, und die Ursache von Autoimmunerkrankungen zu finden ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Wir haben die frühe Aktivierung von Gedächtnis-T-Zellen als besonders relevant für Immunerkrankungen identifiziert und werden nun in der Lage sein, eingehender zu untersuchen, wie dies reguliert wird, um Gene und Wege zu entdecken, die als Ansätze für die Entwicklung von Arzneimitteln verwendet werden könnten."

Quelle:
Nature Genetics (2019)

05/02/2021

haircoaching - Haartransplantationen sind eine wirksame Methode zur Verbesserung des anlagebedingten und vernarbenden Haarausfalls und in entsprechenden Leitlinien empfohlen. Richtig gemacht, führen Sie heutzutage zu sehr natürlichen Ergebnissen. Besonders die unzähligen Promis, die sich in den letzten Jahren öffentlich zu ihrem Eingriff zur Umverteilung des Haupthaares bekannt haben, wecken bei vielen jungen Männern den Wunsch nach vollem Haar.
Gibt man den Begriff Haartransplantation in eine Suchmaschine ein, wird man von Ergebnissen erschlagen. Nicht immer sind die Angebote seriös. Es gibt ein paar Dinge, auf die Ihr achten solltet.

03/02/2021

haircoaching - Bisher gibt es nicht die eine Therapie, die aufgrund von randomisierten und kontrollierten Studien als "Goldstandard" bezeichnet werden könnte. Es werden ganz unterschiedliche Behandlungsansätze praktiziert.
Therapeutische Ziele bei LPP bestehen hauptsächlich darin, Symptome zu reduzieren und die Krankheitsaktivität zu stoppen, um die Entwicklung weiterer Bereiche von Haarausfall zu verhindern. Im allgemeinen beruht die Behandlung von LPP jedoch auf der persönlichen Erfahrung des Arztes.

Im Jahr 2018 haben Forscher vom Department of Experimental and Clinical Medicine, Institute of Dermatology, University of Udine, in Italien einen vergleichenden Überblick der bislang veröffentlichten Studien zur Behandlung von LPP publiziert.

Im folgenden listen wir die untersuchten und nach ihrer Wirksamkeit (Evidenz) verglichenen Behandlungsmethoden auf. Details finden sich in der Original-Publikation in englischer Sprache (siehe Quellenangabe unten).

  1. Hydroxychloroquin
    höchstes Evidenzniveau: II; Gesamtzahl der Patienten: 127; globale Ansprechrate: 51,2% [65 von 127]; Ansprechrate bei Monotherapie: 51,0% [52 von 102]
     
  2. Methotrexat
    höchstes Evidenzniveau: II; Gesamtzahl der Patienten: 16; globale Ansprechrate: 87,5% [14 von 16]; Ansprechrate bei Monotherapie: 87,5% [14 von 16]
     
  3. Topische Kortikosteroide
    höchstes Evidenzniveau: IV; Gesamtzahl der Patienten: 128; globale Ansprechrate: 53,9% [69 von 128]; Ansprechrate bei Monotherapie: 53,3% [49 von 92]
     
  4. intraläsionale Kortikosteroide
    höchstes Evidenzniveau: IV; Gesamtzahl der Patienten: 30; globale Ansprechrate: 56,7% [17 von 30]; Ansprechrate bei Monotherapie: 50,0% [13 von 24]
     
  5. Pioglitazon
    höchstes Evidenzniveau: IV; Gesamtzahl der Patienten: 65; globale Ansprechrate: 66,2% [43 von 65]; Ansprechrate bei Monotherapie: 72,3% [34 von 47]
     
  6. Mycophenolatmofetil
    höchstes Evidenzniveau: IV; Gesamtzahl der Patienten: 33; globale Ansprechrate: 48,5% [16 von 33]; Ansprechrate bei Monotherapie: 48,5% [16 von 33]
     
  7. Orale Tetracycline
    Evidenzstärke: IV; Gesamtzahl der Patienten: 30; globale Ansprechrate: 27,6% [8 von 29]; Ansprechrate bei Monotherapie: 31,6% [6 von 19]
     
  8. Cyclosporin
    höchstes Evidenzniveau IV; Gesamtzahl der Patienten: 22; globale Ansprechrate: 77,3% [17 von 22]; Ansprechrate bei Monotherapie: 72,2% [13 von 18]
     
  9. Orale Retinoide
    höchstes Evidenzniveau: IV; Gesamtzahl der Patienten: 13; globale Ansprechrate: 23,1% [3 von 13]; Ansprechrate bei Monotherapie: 22,2% [2 von 9]
     
  10. Orale Steroide
    höchstes Evidenzniveau: IV; Gesamtzahl der Patienten: 15; globale Ansprechrate: 73,3% [11 von 15]; Ansprechrate bei Monotherapie: 71,4% [10 von 14]
     
  11. Griseofulvin
    höchstes Evidenzniveau: IV; Gesamtzahl der Patienten: 12; globale Ansprechrate: 41,7% [5 von 12]; Ansprechrate bei Monotherapie: 45,5% [5 von 11]
     
  12. Topische Calcineurin-Inhibitoren
    höchstes Evidenzniveau: IV; Gesamtzahl der Patienten: 12; globale Ansprechrate: 23,1% [2 von 12]; Ansprechrate bei Monotherapie: 11,1% [1 von 9]
     
  13. Thalidomid
    höchstes Evidenzniveau: IV; Gesamtzahl der Patienten: 9; globale Ansprechrate: 11,1% [1 von 9]; Ansprechrate bei Monotherapie: 11,1% [1 von 9]
     
  14. Lasertherapie
    höchstes Evidenzniveau: IV; Gesamtzahl der Patienten: 13; globale Ansprechrate: 23,1% [3 von 13]; Ansprechrate bei Monotherapie: 23,1% [3 von 13]

Wie auch bei der Alopecia areata werden als Erstbehandlung meist topische Steroide eingesetzt. Die Anwendung der systemischen oralen Kortikosteroidtherapie wird von den Autoren im Langzeitzeitraum als wenig sinnvoll erachtet.

Nach der obigen Übersicht gibt es nur eine Studie mit hohem Evidenzgrad, nämlich eine randomisierte klinische Studie mit Evidenzgrad II, bei der Hydroxychloroquin und Methotrexat über einen Zeitraum von 6 Monaten LPP verglichen wurden. Diese Studie zeigte eine signifikante Überlegenheit von Methotrexat gegenüber Hydroxychloroquin. Die Autoren betonen jedoch auch, dass die Verwendung von Hydroxychloroquin bei LPP nicht immer erfolglos ist, da mehrere Studien positive Ergebnisse mit einer Ansprechrate bei Monotherapie von 51,0% zeigen.

Das für alle anderen Behandlungen aufgeführte Evidenzniveau ist gering (Evidenzniveau: IV / V) und beruht zumeist auf Fallserien oder Einzelfallberichten. Ferner raten die Autoren dazu, die o.g. Therapieansätze als allgemeinen Hinweis zu betrachten, der im Einzelfall anzupassen sei. In Zukunft werden randomisierte und kontrollierte Studien benötigt, um den optimalen therapeutischen Ansatz bei LPP besser definieren zu können.

Quelle:
US National Library of Medicine, National Institutes of Health

15/01/2021

haircoaching - Lupus erythematodes (LE) wird auch als Schmetterlingserythem bezeichnet, da es bei Auftreten im Gesicht in typischer Form über Wangen und Nasenrücken verläuft. Es handelt sich um eine chronisch verlaufende Autoimmunerkrankung, deren Ausprägung durchaus verschieden sein und bei einigen Patienten sogar lebenswichtige Organe betreffen kann, wie Gelenke, Niere, Herz, Lunge und Blut. Die Veränderungen der Haut können an allen möglichen Stellen des Körpers auftreten, so beispielweise auch auf der Kopfhaut. Hier kann es dann zu Vernarbungen kommen, durch die die Haarfollikel zerstört werden und keine neuen Haare mehr wachsen können. Daher wird von Wissenschaftlern auch seit Jahren diskutiert, Lupus in verschiedene Formen des Auftretens zu unterteilen. Lupus wird zu den chronisch-rheumatischen Erkrankungen gezählt.

Typisch sind die entzündlichen Schübe, unter denen die Patienten leiden, so wie es auch bei anderen autoimmunen Erkrankungen vorkommt. Diese werden von sogar längeren Phasen unterbrochen, in denen die Krankheit fast verschwunden zu sein scheint. Lupus kann sich in Lebensalter auftreten, meistens erscheint der Lupus der Haut erstmalig zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Frauen sind in der Regel häufiger betroffen als Männer.

Die Diagnose des LE wird für den Arzt zur Herausforderung aufgrund der Unterschiedlichkeit der Symptome und Verläufe und gehört definitiv in die Hände eines dermatologischen Spezialisten, um Verwechslungen und harmlose Fehldiagnosen auszuschließen. Die Diagnose muss durch entsprechende Laborbefunde gesichert sein. Hierin begründen sich auch die sich teilweise widersprechenden statistischen Aussagen über die Häufigkeit des Auftretens von LE.
So viel scheint jedoch festzustehen:
Klar umschriebene Symptome gibt es nicht. Beispielsweise tritt der diskoide Lupus erythematodes (DLE) in der Regel am Kopf oder im Nacken auf mit einem scharf umgrenzten, entzündlichen, meist schuppenden Knötchen. Bei weiterer Ausbreitung kommt es an den Haarbälgen zu Verdickungen der Hornschicht.
Beim systemischen LE gehören können Müdigkeit und Fieber, aber auch Gelenk- und Muskelschmerzen, Flüssigkeitseinlagerungen in den Beinen o.ä. Symptome auftreten. Hat sich der Lupus entwickelt, wird er chronisch, da das Immunsystem Gedächtniszellen bildet, die die Erkrankung weiter vorantreiben.

Vorbeugende Maßnahmen, um den Ausbruch der Erkrankung zu verhindern, gibt es nicht. Nur eines müssen alle an Lupus Erkrankten beachten: UV-Strahlung ist unter allen Umständen zu vermeiden. Betroffene sollten Lichtschutzmittel mit einem Faktor von mindestens 50 anwenden oder die Haut durch Kopfbedeckung und Kleidung vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Vorsicht auch bei Arzneimitteln, die zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit führen können.
Wie bei allen Autoimmunerkrankungen spielt die genetische Prädisposition eine wichtige Rolle. Allerdings kann auch bei LE die Genetik nicht allein verantwortlich für die Entstehung sein. Seit langem vermutet man sogenannte Trigger (Auslöser), die das Immunsystem zum Angriff gegenüber körpereigenem Material anregen. Bei Lupus könnte UV-Licht als Trigger in Frage kommen, insbesondere bei Bestrahlungen mit UVA/UVB-Kombination, aber auch nur durch einfache Bestrahlung. Auch einige Arzneimittel werden verdächtigt.

Eine ursächliche Heilung ist nicht möglich. Aber dank der Behandlung mit Glucocorticoiden und Immunsuppressiva lässt sich die Erkrankung heute besser in Schach halten. Doch muss die passende Therapie immer an die Situation, die Ausprägung des LE und den Verlauf beim einzelnen Patienten individuell angepasst werden.
Beim Lupus der Haut (CLE) bzw. der Kopfhaut kommen meist Glucocorticoide der Wirkstoffklassen II und III zum Einsatz. Zur Behandlung von Läsionen wird die Anwendung von Triamcinolon durch Injektionen in die entzündeten Stellen empfohlen. Als weitere mögliche Therapieansätze werden häufig auch Tacrolimus, Pimecrolimus, Antimalariamittel, Dapson und Methotrexat genannt. Als neue Therapieoption werden Biopharmazeutika getestet.

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 49/2012

04/01/2021

haircoaching - Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass Jenny Latz für Haarausfall-Beratungen eine kompetente und engagierte Nachfolgerin gefunden hat. Frau Sabine Wirth hat ab dem 1. Oktober 2020 die Beratungsgespräche übernommen. Es erleichtert Jenny den Rückzug, von Haarausfall Betroffene zukünftig bei ihr in guten Händen zu wissen.
Jenny Latz kann sich somit auf den Bereich der Informationsrecherche für euch konzentrieren. Sie wird euch also auch weiterhin auf dieser Homepage über alle wichtigen Neuerungen zu Haarausfall auf dem laufenden halten.
Lerne jetzt Sabine Wirth kennen: BERATUNG