Haarausfall Neuigkeiten

26/11/2019

haircoaching - Die gofeminin.de GmbH hat sich entschieden, auf ihrer Informations-Plattform onmeda weniger Foren von Experten betreuen zu lassen. Dazu gehört leider auch das Forum Haarausfall. Die Tätigkeit der Beantwortung von Fragen Ratsuchender endet zum 30.11.2019!
Jenny Latz bedauert diese Entscheidung, da sie hierin einen weiteren Schritt der Verweigerung sieht, das unendliche Leid von Menschen mit Haarausfall wahrzunehmen und somit diese Betroffenen im Stich zu lassen.
Ab Dezember 2019 können sich alle Menschen mit Haarausfall nur noch direkt über diese Website mit Jenny Latz in Verbindung setzen. Sie ist auch weiterhin für euch da!
Für eure Fragen findet ihr verschiedene Formulare auf der Homepage unter:
BERATUNG
Jenny Latz: "Ich danke allen Besuchern und Usern des Forums für ihr Vertrauen. Mit großer Freude habe ich eure Fragen 12 Jahre lang beantwortet.
Aber alles geht mal zu Ende! Und manchmal muss das auch so sein, damit etwas Neues entstehen kann."

22/10/2019

Haircoaching - Brillengestelle, Flugzeugteile, künstliche Gelenke kommen heute schon aus dem 3D-Drucker. Wann wird es endlich auch neue Haare mithilfe der 3D-Drucktechnik geben? Diese Frage stellen sich vor allem Menschen, die unter Formen von Haarausfall leiden, bei denen die eigentliche "Haarfabrik" und der Haarfollikel zerstört oder geschrumpft sind, aber auch Männer, bei denen es keine Haare mehr gibt, die man bei einer Haartransplantation verpflanzen könnte. Hoffnung könnte dies auch für Betroffene mit vernarbenden Alopezien bedeuten.

24/09/2019

haircoaching - Vitamin D wird vom Körper als Reaktion auf Sonnenlicht produziert und oft für seine gesundheitlichen Vorteile gelobt. Forscher fanden heraus, dass es auch Schlüsselzellen des Immunsystems betrifft. Diese Entdeckung könnte erklären, wie Vitamin D Immunreaktionen reguliert, die an Autoimmunerkrankungen wie MS beteiligt sind.
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24/09/2019

haircoaching - Wissenschaftler sind der Entdeckung der Ursachen von Immunerkrankungen wie Asthma, Multipler Sklerose und Arthritis einen Schritt näher gekommen. Untersuchungen des Wellcome Sanger Institute, GSK und Biogen im Rahmen der Open Targets-Initiative haben gezeigt, dass Tausende von DNA-Unterschieden zwischen Personen, die mit Immunerkrankungen in Verbindung stehen, mit dem Einschalten eines bestimmten Subtyps von Immunzellen zusammenhängen. Diese Studie, die in Nature Genetics veröffentlicht wurde, wird dazu beitragen, die Suche nach molekularen Signalwegen für Immunerkrankungen einzugrenzen, und könnte dazu führen, dass Medikamente für die Entwicklung neuer Therapien gefunden werden.
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09/07/2019

haircoaching - Ist eine Patientin, ein Patient nach einer Haartransplantation wirklich zufriedener mit seinem Aussehen als vorher? Immer wieder wurde versucht, die Zufriedenheit von Patienten nach einer Haartransplantation zu erfassen. Leider mangelte es an geeigneten Bewertungsinstrumenten, um eine zuverlässige Einschätzung erfassen zu können. Der FACE-Q Fragebogen soll nach Aussage einer neuen Studie1 das richtige Bewertungsmittel sein.
Wie eine neue Studie aus China zeigt, können die Daten des FACE-Q dazu genutzt werden, um die Patienten vor der Transplantation besser aufzuklären und  unrealistische Erwartungen zu relativieren. Dieses Instrument wird bereits bei ästhetischen Gesichtskorrekturen verwendet und misst u.a. die Zufriedenheit mit dem Aussehen oder die gesundheitsbezogene Lebensqualität.
Offenbar hängt die Zufriedenheit bei Haartransplantationen weniger vom Geschlecht, Alter oder Familienstand ab. Je höher Einkommen und Bildungsgrad, um so größer war die Zufriedenheit mit der Haartransplantation .

Quelle:
Liu Y, Liu F, Qu Q, Fan ZX, Miao Y, Hu ZQ. Evaluating the Satisfaction of Patients Undergoing Hair Transplantation Surgery Using the FACE-Q Scales. Aesthetic Plast Surg. 2019 Jan 3.

11/06/2019

haircoaching - Vor dem Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG)  klagte eine 55-jährige Frau, die an Schuppenflechte und kreisrundem Haarausfall litt. Bei dem Verfahren ging es darum, ob die Krankenkasse lediglich eine Standardperücke oder der Klägerin eine maßgefertigtes Echthaarteil erstatten muss. Das LSG Niedersachsen-Bremen stellte fest, dass ein teilweiser Haarverlust bei einer Frau bereits eine Behinderung sei. (Urt. v. 26.03.2019, Az. L 4 KR 50/16) und somit die Krankenkasse der Frau die gesamten Kosten für das Echthaarteil erstatten muss.
Den Anspruch leitete der Senat aus § 33 Abs. 1 Satz 1 Fünftes Sozialgesetzbuch (SGB V) ab, der besagt, dass Versicherten Hilfsmittel zustehen, um eine Behinderung auszugleichen. Da die Richter den partiellen Haarverlust bei einer Frau als eine Behinderung in diesem Sinne betrachteten, stünde ihr das Hilfsmittel zu, um die Selbstbestimmung zu fördern und gleichberechtigt am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Im Einzelfall könne ein maßgefertigtes Echthaarteil aus medizinischen Gründen erforderlich sein. Dann könne die Versicherte nicht gezwungen werden, eine Perücke aus Kunsthaar zu tragen.
Der Senat stützte sich vor allem auf die Ausführungen des behandelnden Dermatologen, der riet aufgrund der Schuppenflechte davon abriet, das restliche Haar vollständig mit einer Perücke zu verdecken. Eine Kunsthaarperücke zum Festbetrag stellte somit nach Ansciht des LSG keine zweckmäßige Versorgung dar.
Dieses Urteil könnte auch für Frauen mit vernarbendem Haarausfall eine Orientierung sein, da diese Betroffenen meist nur einen Teil des Kopfes bedecken müssen.

28/05/2019

haircoaching - Die starke Zunahme vernarbender Alopezien in den letzten Jahren hat auch Forscher dazu veranlasst, sich stärker mit diesen Formen von Haarausfall zu befassen. Die Folliculitis decalvans (FD) ist eine seltene neutrophile (Bezug weiße Blutkörperchen) Narbenalopezie, die eine therapeutische Herausforderung für Dermatologen darstellt.
Spanische Forscher haben in einer Studie mit 82 FD-Patienten im Jahr 2015 versucht, Epidemiologie, Komorbiditäten, klinisches Erscheinungsbild, diagnostische Befunde und therapeutische Möglichkeiten zu beschreiben.
Diese retrospektive multizentrische Überprüfung umfasste Patienten, bei denen aufgrund klinischer und histopathologischer Befunde eine FD diagnostiziert wurde. Der klinische Schweregrad wurde durch den maximalen Durchmesser des größten Alopeziebereichs bestimmt (leicht: <2 cm, mittel: 2-4,99 cm, schwer: 5 cm oder mehr). Das Ansprechen auf die Therapie wurde in Abhängigkeit von den klinischen Symptomen (Juckreiz und Trichodynie), den Entzündungszeichen (Erythem, Pusteln und Krusten) und der Ausdehnung des Alopeziebereichs als Verbesserung, Verschlechterung oder Stabilisierung bewertet.
Von den 82 Patienten waren 52 Männer und 30 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren. Es waren keine signifikanten Komorbiditäten (weitere hinzukommende Erkrankungen) vorhanden. Bei drei Männern war eine Familiengeschichte vorhanden. Bei 17 Patienten (21%) wurde eine schwere FD beobachtet. Die mit schwerer FD verbundenen unabhängigen Faktoren waren: Einsetzen der FD vor dem 25. Lebensjahr und Vorhandensein von Pusteln. Orale Antibiotika (Tetracycline und die Kombination von Clindamycin und Rifampicin) verbesserten 90% und 100% der Patienten mit einer mittleren Ansprechdauer von 4,6 bzw. 7,2 Monaten.

Fazit
Das Einsetzen der FD vor dem 25. Lebensjahr und das Vorhandensein von Pusteln im Alopeziebereich waren mit einer schweren FD verbunden. Tetracycline und die Kombination von Clindamycin und Rifampicin waren die nützlichsten Behandlungen.

Quelle:
Folliculitis decalvans: a multicentre review of 82 patients.

28/05/2019

Barcelona - Wenn man sich für eine Haartransplantation entscheidet, sollte man sich vorab über die Methode informieren, mit der die Spenderhaare - meist am Hinterkopf - entnommen werden. Im wesentlichen wird nach zwei Entnahmetechniken unterschieden: FUT und FUE

FUT
Diese Abkürzung bedeutet Follicular Unit Transplantaion, d.h. es wird ein Hautstreifen mit mehreren Haarfollikeln entnommen, unter dem Mikroskop zerteilt in sogenannte Grafts und diese dann an die neue Stelle verpflanzt.

FUE
Ebenfalls aus dem Englischen kommend bedeutet FUE Follicular Unit Extraction. Bei diesem neueren Verfahren werden direkt einzelne Grafts im Spenderbereich entnommen, in Nährlösung zwischengelagert und an neuer Stelle eingepflanzt.

Immer mehr Anbieter von Haartransplantationen sind in letzter Zeit dazu übergegangen, grundsätzlich nur eine der beiden Methoden als DIE beste anzupreisen. Dr. med. Andreas Finner, vom Trichomed Zentrum, Berlin und Mitglied des Expertenrats von Haircoaching® hat bei einem Vortrag auf dem diesjährigen 11. Weltkongress für Haarforschung in Sitges, Barcelona vom 24. bis 27. April 2019 FUT und FUE miteinander verglichen und kommt zu dem Ergebnis, dass erst im Einzelfall entschieden werden kann, welche Methode erfolgversprechender ist.
Den Artikel findest du unter dem folgenden Link: FUT noch relevant? Um den vollständigen Text lesen zu können, musst du dich bitte anmelden oder erstmalig registrieren.

07/05/2019

haircoaching - Lupus erythematodes ist eine sehr komplexe und vielschichtige Autoimmunerkrankung, die zum weitem Feld der Rheumakrankheiten gezählt wird. Es gibt nicht sehr viel Literatur, die umfassend und gut recherchiert ist. Ich habe für euch in einem Artikel eine Zusammenfassung von Erkenntnissen zur Lupus-Erkrankung verfasst. Ein Link verweist auf den Originalbeitrag, der sehr umfassend ist, den ich euch aber dringend an Herz legen möchte, wenn ihr gut informiert sein wollt. Um den Artikel lesen zu können, müsst ihr euch anmelden bwz. registrieren. Zum Artikel geht es hier:
LUPUS-ERYTHEMATODES

30/04/2019

haircoaching - Es kommt sehr häufig vor, dass Entzündungen oder Erkrankungen der Kopfhaut Haarausfall nach sich ziehen können. Immerhin sitzt die eigentliche Haarfabrik, die Papille mit dem Haarfollikel in der Kopfhaut und lebt vom sie umgebenden Gewebe. Hier braucht es keine Haarwuchsmittel, sondern in diesem Fällen sollte ein Dermatologe/IN die Kopfhaut behandeln, damit in der Folge auch der Haarausfall gestoppt wird.

Es gibt viele verschiedene Erkrankungen der Kopfhaut, eine davon ist die Psoriasis, die bei Auftreten auf dem Kopf, Psoriasis capitis genannt wird. Im Jahr 2009 hat eine Expertengruppe aus sechs Ländern einen umfassenden Bericht veröffentlicht, in dem Empfehlungen für die Behandlung in der Praxis ausgesprochen wurden. Anhand einer Tabelle kann der Arzt die Psoriasis capitis nach drei Formen unterscheiden: mild, moderat und schwer (severe). Auf der Grundlage dieser Klassifizierung des Schweregrads kann der passende Behandlungsplan erstellt werden. Die Expertengruppe war sich einig, dass ein topisches Kortisonpräparat, etwa als Shampoo, für die überwiegende Zahl der Psoriasis-Patienten die Behandlung der ersten Wahl darstellt, und zwar als Kurzkontakttherapie.

Allerdings weisen neuere Berichte darauf hin, dass es bei der Anwendung von topischer Behandlung erforderlich ist, die Kopfhaut vorher zu "entschuppen", den bei vielen Kopfhauterkrankungen treten Schuppen- und Krustenbildungen auf.  Diese verhindern das Eindringen von Wirkstoffen in die Haut. Daher wird die sog. Keratolyse für eine wichtige Grundlage gehalten, bei der eine Ablösung hyperkeratotischer Korneozyten und eine Abschuppung erreicht werden soll. So können in der Folge Wirkstoffe einer Antipsoriasis-Behandlung bei topischer Anwendung besser eindringen. Als Wirkstoffe finden vor allem Harnstoff und Salicylsäure Anwendung.