Haarausfall Neuigkeiten

20/01/2020

haircoaching - Seit mehr als 30 Jahren wird bei der Alopecia areata die Einnahme von Zink als eine von vielen möglichen Behandlungsformen empfohlen. Die Gabe von Zink in Tabletten- bzw. Drageeform wirkt offenbar als Aktivator für die T-Zellen. Wie genau der Effekt von neuem Haarwuchs zustande kommt, ist jedoch bis heute nicht abschließend geklärt. Patienten mit Alopecia areata leiden nicht an einem Zinkmangel. Vielmehr scheinen vor allem die Effekte von Zink auf das Immunsystem eine Rolle zu spielen.
Da bei Alopecia areata in der Haarzwiebel und in den Blutzellen Lymphozytenanomalien vorliegen, aktiviert das Zink offenbar die T-Zellen. Lutz und Kreysel untersuchten anfang der 1990er Jahre 47 Männer und Frauen in einer Studie*. Hierbei zeigte sich, dass der immunologische Einfluss von Zink ein wichtige Rolle spielt. Leider wurden in den letzten Jahren diese Studien nicht weiter verfolgt. Mehr zu Zink findest du auf dieser Seite: ZINK-ALOPECIA-AREATA

Quelle:
*Lutz, G., Kreysel, H.-W.: Selektive Veränderungen lymphozytärer Differenzierungsantigene im peripheren Blut bei Patienten mit Alopecia areata unter oraler Zinktherapie. Zeitschr. f. Hautkr. (1990), 65, 132-138

14/01/2020

Einigkeit herrscht inzwischen darüber, dass es sich bei der Alopecia areata um eine multifaktorelle Erkrankung handelt. Das bedeutet, dass mehrere Faktoren zusammen kommen müssen, um den kreisrunden Haarausfall auszulösen. Immer wieder diskutiert wird Stress als ein Auslöser. Was es damit auf sich hat, haben vor allem Forscher aus dem südeuropäischen Raum untersucht.
Den gesamten Artikel kannst du unter dem folgenden Link lesen. Dazu musst du dich aber anmelden bzw. registrieren.

Artikel: Alopecia Areata und psychiatrische Störungen

26/11/2019

Brasilien - Der Pharmariese Pfizer hat die Zulassung für Tests des Wirkstoffs Tofacitinib unter dem Markennamen Xeljanz. Die weltweite Alopecia-Areata-Community ist in Aufregung seit Fotos eines jungen Mädchens aus Brasilien durch den Internet-Blätterwald rauschen. Die Fotos findet ihr im unten stehenden Quellen-Link.
Tofacitinib kommt ursprünglich bei der rheumatoiden Polyarthritis zum Einsatz. Pfizer startet nun weltweite Studienreihen zur Wirkung bei der Alopecia areata. Während man in den USA offenbar "nur" begeistert ist, verhalten sich Fachleute in Deutschland noch zurückhaltend. Grund sind die starken und nicht unerheblichen Nebenwirkungen von Tofacitinib. Wir werden euch weiter berichten an dieser Stelle.

Quelle:
Sky Statement

26/11/2019

haircoaching - Die gofeminin.de GmbH hat sich entschieden, auf ihrer Informations-Plattform onmeda weniger Foren von Experten betreuen zu lassen. Dazu gehört leider auch das Forum Haarausfall. Die Tätigkeit der Beantwortung von Fragen Ratsuchender endet zum 30.11.2019!
Jenny Latz bedauert diese Entscheidung, da sie hierin einen weiteren Schritt der Verweigerung sieht, das unendliche Leid von Menschen mit Haarausfall wahrzunehmen und somit diese Betroffenen im Stich zu lassen.
Ab Dezember 2019 können sich alle Menschen mit Haarausfall nur noch direkt über diese Website mit Jenny Latz in Verbindung setzen. Sie ist auch weiterhin für euch da!
Für eure Fragen findet ihr verschiedene Formulare auf der Homepage unter:
BERATUNG
Jenny Latz: "Ich danke allen Besuchern und Usern des Forums für ihr Vertrauen. Mit großer Freude habe ich eure Fragen 12 Jahre lang beantwortet.
Aber alles geht mal zu Ende! Und manchmal muss das auch so sein, damit etwas Neues entstehen kann."

12/11/2019

Qatar - Weltweit sind Menschen von der Alopecia areata betroffen. Über die Social Media Kanäle sind Selbsthilfeorganisationen aller Herren Länder miteinander vernetzt, können sich austauschen und voneinander profitieren. Auch auf der Arabischen Halbinsel leiden Männer und Frauen unter dem kreisrunden Haarausfall. Aufgrund der dortigen gesellschaftlichen und kulturellen Struktur sieht man in diesen Ländern keine Menschen mit Alopecia areata totalis in der Öffentlichkeit.

Nun wurden rund 30 Patienten in der Abteilung für Dermatologie und Venerologie der Hamad Medical Corporation, HMC, in Qatar über einen Zeitraum von zwei Jahren mit Tofacitinib behandelt und 90 Prozent der Patienten zeigten laut Professor Dr. Martin Steinhoff, Vorsitzender der Abteilung für Dermatologie und Venerologie der HMC, eine deutliche Besserung.

Quelle:
Thepeninsulaqatar

12/11/2019

Saarland - Forscher des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland, HIPS, haben in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Pharmazie der Universität und Medizinern des Universitätsklinikums im Journal of Investigative Dermatology neueste Forschungsergebnisse zum kreisrunden Haarausfall veröffentlicht.
Bislang werden bei der Behandlung Immunsuppressiva oder Glucocorticoide eingesetzt. Die Idee dieses Forschungsprojektes ist, die Arzneimittelbelastung zu minimieren, indem die Wirkstoffe direkt an ihren Wirkort, den Haarfollikel, gebracht werden. Biologisch abbaubare Nanopartikel sollen dies ermöglichen. Darüber hinaus stellten sich die Forscher die Frage, ob Nanopartikel tatsächlich in vom Haarausfall betroffene Haarfollikel eindringen können.

Bei dem Forschungsprojekt wurden biologisch abbaubare, biokompatible Polymere eingesetzt, die mit einem fluoreszierenden Farbstoff markiert wurden. Mithilfe dermatologischer Untersuchungen der Kopfhaut bis in tiefere Schichten fanden die Forscher heraus, dass sich die Nanopartikel im oberen Teil der Haarfollikel ähnlich einem Wirkstoffdepot ablagern. Daraus zieht man den Schluss, dass dort eine Substanz freigesetzt wird und von den follikulären Epithelzellen sowie den Immunzellen aufgenommen wird.
Die Forschergruppe will nun die Nanopartikel mit Wirkstoffen beladen, um den reinen Wirkstoff und die wirkstoffbeladenen Nanopatikel vergleichen zu können.

Quellen:
Pharmazeutische Zeitung
Jidonline

22/10/2019

Haircoaching - Brillengestelle, Flugzeugteile, künstliche Gelenke kommen heute schon aus dem 3D-Drucker. Wann wird es endlich auch neue Haare mithilfe der 3D-Drucktechnik geben? Diese Frage stellen sich vor allem Menschen, die unter Formen von Haarausfall leiden, bei denen die eigentliche "Haarfabrik" und der Haarfollikel zerstört oder geschrumpft sind, aber auch Männer, bei denen es keine Haare mehr gibt, die man bei einer Haartransplantation verpflanzen könnte. Hoffnung könnte dies auch für Betroffene mit vernarbenden Alopezien bedeuten.

16/10/2019

München - Vorab sei gesagt, dass die Behandlung von einer einzigen Patientin keinerlei Aussagekraft besitzt und keine Rückschlüsse auf die Wirksamkeit erlaubt. Dennoch handelt es sich um einen interessanten Ansatz, der an der Münchner Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie in diesem Jahr veröffentlicht wurde.
Bekanntermaßen leidet ein Teil von Patient/Innen mit Neurodermitis auch unter einer Alopecia areata. Diese Komorbidität (Begleiterkrankung) zwischen dem atopischen Ekzem und der Alopecia areata ist seit Jahren bekannt. In München wurde eine eine 25-jährige Patientin, die auch seit 5 Jahren an einer Alopecia areata litt, wegen eines schweren atopischen Ekzems (AE) mit dem anti IL-4/IL-13-Rezeptor-Antikörper Dupilumab behandelt.

Duplilumab ist seit September 2017 unter dem Handelsnamen Dupixent zur Behandlung bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis zugelassen. Inzwischen erhielt das Mittel vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) auch eine Zulassungserweiterung als Zusatzbehandlung bei schwerem Asthma. Das Mittel wird unter die Haut injiziert und ist rezeptpflichtig.
Nach 5 Monaten Therapiedauer zeigte sich bei der jungen Frau eine deutliche Besserung des Ekzems sowie ein zunehmender Haarwuchs. Nach 11 Monaten war das Ekzem stabil gebessert und fast alle Haare nachgewachsen.
Die Mediziner folgern daraus, dass eine Hemmung der IL-4- und IL-13-Signalwege längerfristig Einfluss auf den Haarwuchs bei der Alopecia areata hat. Bei Ekzem-Patienten mit Alopecia areata erwarten sie auch einen positiven Effekt auf die Komorbidität.

Quelle: Thieme

24/09/2019

haircoaching - Vitamin D wird vom Körper als Reaktion auf Sonnenlicht produziert und oft für seine gesundheitlichen Vorteile gelobt. Forscher fanden heraus, dass es auch Schlüsselzellen des Immunsystems betrifft. Diese Entdeckung könnte erklären, wie Vitamin D Immunreaktionen reguliert, die an Autoimmunerkrankungen wie MS beteiligt sind.
Um den ganzen Artikel lesen zu können, musst du angemeldet sein. Hier geht es zum Artikel: Vitamin-D-und-Autoimmunkrankheiten

24/09/2019

haircoaching - Wissenschaftler sind der Entdeckung der Ursachen von Immunerkrankungen wie Asthma, Multipler Sklerose und Arthritis einen Schritt näher gekommen. Untersuchungen des Wellcome Sanger Institute, GSK und Biogen im Rahmen der Open Targets-Initiative haben gezeigt, dass Tausende von DNA-Unterschieden zwischen Personen, die mit Immunerkrankungen in Verbindung stehen, mit dem Einschalten eines bestimmten Subtyps von Immunzellen zusammenhängen. Diese Studie, die in Nature Genetics veröffentlicht wurde, wird dazu beitragen, die Suche nach molekularen Signalwegen für Immunerkrankungen einzugrenzen, und könnte dazu führen, dass Medikamente für die Entwicklung neuer Therapien gefunden werden.
Um den ganzen Artikel lesen zu können, musst du angemeldet sein. Hier geht es zum Artikel: DNA-Autoimmunerkrankungen