Haarausfall Neuigkeiten

07/04/2021

Hamburg - Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung im Arbeitsbereich Kosmetikwissenschaft der Universität Hamburg wurden von Nils Krüger als Buch im Verlag Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften, 2012 unter dem Titel "Einfluss von Haarausfall auf die Lebensqualität" veröffentlicht.
Leider ist das Buch derzeit nicht erhältlich.
Die Inhalte daher an dieser Stelle in Kurzfassung:
Da Haare eine wichtige Bedeutung als soziales Kommunikationsorgan haben, kann Haarlosigkeit psychologische Belastung mit sich bringen. Dadurch sinkt die Lebensqualität. Der Verlust der Kopfhaare wird jedoch in unserer Gesellschaft als kosmetisches Problem eingestuft. Betroffene werden häufig nicht ernst genommen. Das Buch von Krüger basiert auf den Daten einer Befragung mit mehr als 3500 Teilnehmern und gibt einen tiefen Einblick in die Ängste und Sorgen von Menschen mit Haarausfall. Zusätzlich gibt das Buch einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu androgenetischer Alopezie, Haarausfall vom weiblichen Muster, diffusen Haarausfall, kreisrunden Haarausfall, vernarbende Alopezien sowie traumatisch bedingten Alopezien.
Online kann man die Ergebnisse der Untersuchung jedoch noch in der Dissertation von Nils Krüger finden. Hier der Link:
DISSERTATION-KRÜGER

06/04/2021

haircoaching - Wenn Betroffene die Diagnose Alopecia areata vom Arzt hören, stellt sich vielen natürlich auch die Frage nach der Prognose. "Wie groß ist die Chance, dass meine Haare wieder kommen?"
Das besondere an dieser autoimmunen Form von Haarausfall ist, dass fast jeder Fall anders aussieht und verläuft.

Tritt die Alopecia areata zum ersten Mal im Alter von über 50 Jahren auf, so ist die Prognose für ein vollständiges Haarwachstum günstiger. Eine große Zahl von Betroffenen muss jedoch ein Leben lang mit immer wiederkehrenden Schüben von Ausfall und Wiederwachstum leben und vor allem lernen, damit umzugehen.

05/03/2021

haircoaching - Immer mehr niedergelassene Dermatologen empfehlen ihren Patientinnen und Patienten die Mesotherapie bei Haarausfall. Wir haben erste Informationen hierzu für euch zusammengestellt.

Ursprünglich wurde dieses Verfahren für die lokale Behandlung von Schmerzen entwickelt. Die Mesotherapie wird allerdings auch in der ästhetischen Medizin bereits seit Jahren als Behandlung zur Verbesserung der Hautstruktur propagiert. Die Mesotherapie diente in erster Linie dem Facelifting. Als weitere Anwendungsgebiete wurden Haarausfall einschließlich Alopecia areata genannt, wenn alle klassischen Therapieformen keinen Erfolg bringen, sozusagen als letzte Chance.

Wie wird die Mesotherapie durchgeführt?
Mit einer sogenannten Mesotherapie-Pistole werden schnell aufeinander folgende Spritzen in die Kopfhaut gesetzt. Diese sollten relativ schmerzfrei sein. Ich denke, dass die Empfindlichkeit gerade am Kopf hier individuell verschieden ist.

Was sind die Substanzen bei der Mesotherapie?
Im Ästhetikbereich bildet die Hyaluronsäure die Basis. Hinzu kommen Vitamine C und E, Co-Enzyme, Mineralien und durchblutungsfördernde Substanzen. Bei Haarausfall werden auch Biotin, Panthenol und Silizium eingesetzt. Das sind allerdings nicht immer die Inhaltsstoffe, die in Kombination verwendet werden. Es gibt verschiedene Dachverbände von Ärzten, die diese Therapie anwenden und mit unterschiedlichen Substanzen werben. Auch hier fehlt leider die Einheitlichkeit.

Was ist mit allergischen Reaktionen?
Immer wenn ein Cocktail an verschiedenen Substanzen vermischt wird, kann niemand genau sagen, wie diese Stoffe untereinander chemisch reagieren. Wenn diese dann noch in die Haut spritzt, kann es zusätzlich noch zu körperlichen Reaktionen - wie Allergien - kommen. Daher sollte die Mesotherapie zunächst unter der Überwachung in der Arztpraxis an einer kleinen Stelle getestet werden. Für Personen mit verschiedenen Allergien ist diese Behandlung nicht zu empfehlen, da das Risiko einer weiteren allergischen Reaktion nicht auszuschließen ist.

Wirksamkeit der Mesotherapie
Bislang sind uns keinerlei Studien bekannt, die belegen, dass dieses Verfahren bei irgendeiner Form von Haarausfall hilft. Jeder sollte also individuell ein Aufklärungsgespräch mit dem behandelnden Arzt führen und gemeinsam entscheiden, ob man den Versuch wagen will oder nicht.

Wie lange dauert die Mesotherapie?
Hier unterscheiden sich die Empfehlungen. Die Mesotherapie wird in der Regel in ca. 10 Sitzungen in Abständen durchgeführt.

Was kostet das Verfahren und zahlt die Krankenkasse?
Die Kosten liegen bei rund 300 € komplett. Es handelt sich um eine sogenannte IGEL-Leistung, die nicht von der Krankenkasse erstattet wird, da das Verfahren bei Haarausfall bisher nicht durch aussagekräftige Studien belegt wurde.

Verwendete Quellen:
Der Deutsche Dermatologe, 11,2012
Deutsche Gesellschaft für Mesotherapie https://www.mesotherapie.org

03/03/2021

haircoaching - Bei Haarausfall im allgemeinen ist in den meisten Fällen KEINE Vollperücke erforderlich. Nur bei komplettem Haarverlust bei einer Chemotherapie, der Alopecia areata in fortgeschrittenem Stadium muss eine Perücke in Betracht gezogen werden.
Wenn bei einer androgenetischen Alopezie vom weiblichen Typ die Haare am Oberkopf ausdünnen oder es unter einer vernarbenden Alopezie zu stellenweisem Haarverlust kommt, reicht ein Haarteil vollkommen aus, um sich wieder wohl zu fühlen. Bei allen Formen von diffuser Alopezie kann eine gut gemachte Haarverdichtung wieder zu vollem Haarkleid verhelfen.

Es stehen drei mögliche Lösungen in Form von Haarersatz zur Verfügung, die je nach Art und Ausmaß des Haarausfalls sinnvoll sind:

Vollperücke - bei Alopecia areata totalis bzw. universalis und Chemotherapie

Haarteil - bei androgenetischer Alopezie und vernarbendem Haarausfall

Haarverdichtung - bei allen Formen diffuser Alopezie

Bei der Wahl einer Perücke solltest du darauf achten, dass die Beschaffenheit der Haare deinen eigenen Haaren weitgehend entspricht. Hattest du beispielsweise sehr feines Haar, solltest du keine Perücke tragen, die sehr dichte Haare aufweist. Dies gilt in noch stärkerem Maße für Toupets. Auch Haarfarbe und Schnitt sollten dem Typ entsprechen. Für die Auswahl des richtigen Zweithaars muss man Geduld und Ruhe mitbringen.
Lass dich am besten in zwei bis drei verschiedenen Zweithaarstudios Nähe beraten. Dies sollte unverbindlich und kostenlos erfolgen. Hör auf dein Bauchgefühl! Wenn man dich passend zu deinem Haarausfall berät und eine individuelle Zweithaar-Lösung vorschlägt und du dich wohl und gut aufgehoben fühlst, hast du dein Zweithaarstudio gefunden.

Zuverlässige Adressen findest du auf dieser Homepage unter ZWEITHAARSTUDIOS und HAARVERDICHTUNG.

26/02/2021

haircoaching - Wenn der Dermatologe die Diagnose Alopecia areata stellt, folgen meist Wochen oder Monate von Schock, Angst und Verwirrung. Der allmähliche Haarausfall im Zusammenhang mit der Krankheit fällt den Betroffenen in vielerlei Hinsicht auf:
Ungewöhnliche Mengen von Haaren auf einem Kissen, Haarklumpen verstopfen die Dusche, eine kahle Stelle wird spürbar, wenn die Haare hochgesteckt werden oder ein Friseur stellt dies fest.

Obwohl keine zwei Fälle von Alopecia areata identisch sind, lösen die Entdeckung des Haarausfall und die Diagnose sehr ähnliche Gefühle bei allen Patienten aus.
Die Mehrheit der Personen mit Alopecia areata leidet unter der sogenannten fleckförmigen Variante, d.h. Haarausfall, der in sich in einzelnen kahlen Stellen präsentiert und die aus Erfahrung ganz ohne Behandlung von alleine wieder zuwachsen.
Alopecia areata ist ein höchst unberechenbarer und nicht vorhersehbarer Prozess. Die betroffenen Haarfollikel werden sehr klein und produzieren kein sichtbares Haar mehr. Allerdings ruht die Produktion nur; das Haar kann jederzeit wieder wachsen, aber auch wieder ausfallen. Der Krankheitsverlauf ist für jede Person unterschiedlich. Egal wie weit ausgedehnt der Haarausfall ist, die meisten Haarfollikel bleiben am Leben und sind bereit, die normale Haarproduktion wieder aufzunehmen, wann immer sie das entsprechende Signal erhalten. In allen Fällen kann das Haar auch ohne Behandlung nachwachsen , sogar noch nach vielen Jahren.

Über 6,6 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten und 147 Millionen weltweit haben oder werden Alopecia areata irgendwann in ihrem Leben entwickeln. In Deutschland kann man von knapp 2 Millionen Betroffenen ausgehen.

Alopecia areata ist eine weit verbreitete autoimmune Hautkrankheit, die zu Verlust des Kopfhaares, der Gesichts- und der Körperbehaarung führen kann. Es beginnt in der Regel mit einem oder mehreren kleinen, runden, glatten Flecken auf der Kopfhaut und kann zu komplettem Haarausfall am Kopf (Alopecia totalis) oder am Körper (Alopecia universalis) führen. Die Kopfhaut ist der am häufigsten betroffene Bereich, aber der Bart bei Männern oder alle Körperhaare können alleine oder zusammen mit der Kopfhaut betroffen sein. Alopecia areata tritt bei Männern und Frauen aller Altersstufen auf, doch der Beginn liegt oft in der Kindheit.

24/02/2021

haircoaching - Wissenschaftler sind der Entdeckung der Ursachen von Immunerkrankungen wie Asthma, Multipler Sklerose und Arthritis einen Schritt näher gekommen. Untersuchungen des Wellcome Sanger Institute, GSK und Biogen im Rahmen der Open Targets-Initiative haben gezeigt, dass Tausende von DNA-Unterschieden zwischen Personen, die mit Immunerkrankungen in Verbindung stehen, mit dem Einschalten eines bestimmten Subtyps von Immunzellen zusammenhängen. Diese Studie, die 2019 in Nature Genetics veröffentlicht wurde, wird dazu beitragen, die Suche nach molekularen Signalwegen für Immunerkrankungen einzugrenzen, und könnte dazu führen, dass Medikamente für die Entwicklung neuer Therapien gefunden werden.

Das Immunsystem hält uns gesund, indem es Infektionen bekämpft. Wenn jedoch etwas schief geht, können die Zellen unseres Immunsystems fälschlicherweise Entzündungen verursachen, die zu Immunerkrankungen wie Asthma, Multipler Sklerose und entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) führen. Diese Krankheiten betreffen weltweit Millionen von Menschen. Es ist jedoch nicht bekannt, wie das Immunsystem bei diesen Erkrankungen reagiert oder welche Zelltypen betroffen sind. Auch wenn man sich mit der veröffentlichten Studie im wesentlichen auf autoimmune Erkrankungen wie Asthma und Darmerkrankungen bezieht, macht dieser Weg der Forschung durchaus auch Hoffnung für Alopecia areata oder einige autoimmun gesteuerte vernarbende Alopezien.

Frühere Forschungen ergaben, dass es Tausende genetischer Veränderungen gibt - sogenannte genetische Varianten -, die bei Patienten mit Immunerkrankungen häufiger auftreten als bei gesunden Menschen. Das Verständnis dieser genetischen Veränderungen könnte Hinweise auf die Ursachen und biologischen Pfade von Immunerkrankungen liefern und im Laufe der Zeit zur Identifizierung neuer Wirkstoffziele führen. Viele dieser genetischen Varianten befinden sich in noch unbekannten Bereichen des Genoms und sind vermutlich an der Regulierung der Funktionen von Immunzellen beteiligt. Hinzu kommt, dass Zytokine - die Signalproteine, die freigesetzt werden, um die Kommunikation zwischen den Immunzellen während einer Entzündung zu ermöglichen - es äußerst schwierig machen, die genaue Ursache der Krankheit zu bestimmen.

Die Forscher des Sanger-Instituts und ihre Mitarbeiter wollen herausfinden, welche Immunzellzustände für Immunerkrankungen am wichtigsten sind, um potenzielle neue Medikamentenziele für Krankheiten wie Asthma und IBD auszuloten.

In dieser neuen Studie untersuchte das Team, welche Teile des Genoms in drei Arten von Immunzellen von gesunden Freiwilligen aktiv waren, und überprüfte diese Positionen gegen alle genetischen Varianten, die an verschiedenen Immunerkrankungen beteiligt sind. Sie fügten auch verschiedene Zytokine hinzu, die insgesamt 55 verschiedene Zellzustände hervorrufen, um die Entzündung der Immunkrankheiten nachzuahmen und die Auswirkungen der Signalchemikalien in diesen Zellen zu verstehen.

Die Studie ergab, dass ein bestimmter Zelltyp und Zellzustand - die frühe Aktivierung von Gedächtnis-T-Zellen - die aktivste DNA in denselben Regionen aufwies wie die genetischen Varianten, die an Immunerkrankungen beteiligt sind. Dies deutete darauf hin, dass die anfängliche Aktivierung dieser T-Zellen für die Krankheitsentwicklung wichtig ist. Überraschenderweise zeigte die Untersuchung, dass die Zytokine im allgemeinen nur geringe Auswirkungen auf die DNA-Aktivität hatten und bei den meisten untersuchten Krankheiten eine geringere Rolle spielten.

Dr. Blagoje Soskic, leitender Autor der Publikation des Wellcome Sanger Instituts und Open Targets, sagte: "Unsere Studie ist die erste eingehende Analyse von Immunzellen und Zytokinsignalen im Zusammenhang mit genetischen Unterschieden im Zusammenhang mit Immunerkrankungen. Wir entdeckten Verbindungen zwischen den Krankheitsvarianten und der frühen Aktivierung von Gedächtnis-T-Zellen, was darauf hindeutet, dass Probleme bei der Regulierung dieser frühen T-Zell-Aktivierung zu Immunerkrankungen führen könnten. "

Dr. Rab Prinjha, Vorsitzender des Open Targets Governance Board und Leiter der Abteilung Adaptive Immunität und Immuno-Epigenetik bei GSK, sagte: "Bei GSK setzen wir sowohl Genetik als auch Genomik ein, um zu identifizieren, welche Teile des Immunsystems für einen Bereich von zentraler Bedeutung sind. Um die Wissenschaft des Immunsystems zu untersuchen, hilft uns die funktionelle Genomik, die Rolle zu verstehen, die einzelne Gene bei der Auslösung pathogener Immunmechanismen spielen können oder nicht. Ein weiteres Ergebnis unserer 5-jährigen Zusammenarbeit mit Open Targets zeigt, dass wir uns auf fortschrittliche Technologien konzentrieren, um unsere Wissenschaft voranzutreiben."

"Um diese komplexe Analyse zu ermöglichen, haben die Forscher eine neue Computermethode namens CHEERS entwickelt, mit der sie für Immunerkrankungen relevante Zellzustände identifizieren können. Frei verfügbar könnte diese Ressource auch dazu verwendet werden, Verbindungen zwischen genetischen Variationen und Mechanismen für andere komplexe Krankheiten zu finden. Dr. Gosia Trynka, die leitende Autorin des Wellcome Sanger Institute und von Open Targets, sagte: "Es gibt Tausende verschiedener Zelltypen und -zustände im Körper, und die Ursache von Autoimmunerkrankungen zu finden ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Wir haben die frühe Aktivierung von Gedächtnis-T-Zellen als besonders relevant für Immunerkrankungen identifiziert und werden nun in der Lage sein, eingehender zu untersuchen, wie dies reguliert wird, um Gene und Wege zu entdecken, die als Ansätze für die Entwicklung von Arzneimitteln verwendet werden könnten."

Quelle:
Nature Genetics (2019)

12/02/2021

haircoaching - Seit über einem Jahr läuft eine Studie, genannt PF-06651600 for the Treatment of Alopecia Areata (ALLEGRO-2b/3), zur Behandlung der Alopecia areata. Finanziert wird diese Phase-2-Studie von Pfizer. Auf dem EADV Jahreskongress 2018 in Paris berichtete Dr. Rodney Sinclair, dass sich die therapeutische Landschaft der herausfordernden Erkrankung Alopecia areata zu ändern verspricht. Dr. Sinclair, Professor für Dermatologie an der Universität von Melbourne und Leiter des Sinclair Dermatology Center in East Melbourne, ist neben Pfizer für mehr als ein Dutzend anderer Pharmaunternehmen als Berater tätig.

Nach seinen Schätzungen sind von der Alopecia areata weltweit auf chronischer und wiederkehrender Basis schätzungsweise 75 Millionen Menschen betroffen, darunter 37 Millionen mit Alopecia totalis oder universalis. Wenn die positiven Auswirkungen dieser Studienergebnisse bestätigt werden, könnte dies die enorme Anzahl von Patienten mit dieser häufigen und oft schwer zu behandelnden Krankheit deutlich reduzieren.
In der multizentrischen, placebokontrollierten, doppelblinden Studie der Phase 2 wurden 142 Patienten mit chronischer Alopecia areata mit einer Dauer von mindestens 6 Monaten und 50% oder mehr Haarausfall bei Studienbeginn getestet. Die Teilnehmer hatten eine mittlere Krankheitsdauer von 2,3 Jahren; 62 Patienten hatten Alopecia areata totalis und 42 Alopecia areata universalis.
Behandelt wurde oral mit einem Janus-Kinase-3- (JAK3) -Hemmer, der als PF bekannt ist. In den ersten 4 Wochen der Doppelblindstudie wurden 200 mg JAK3-Inhibitor pro Tag und 60 mg TYK2 / JAK1-Inhibitor pro Tag verabreicht. Danach wechselten die Teilnehmer zu einer Erhaltungsdosis von 50 mg bzw. 30 mg pro Tag. Jeder von zwei oralen Janus-Kinase-Inhibitoren zeigte in einer Phase-2-Studie eine beeindruckende Wirksamkeit und akzeptable Sicherheit und Verträglichkeit für die Behandlung von chronisch mäßiger bis schwerer Alopecia areata.
Der primäre Endpunkt für die Wirksamkeit war die mittlere Veränderung von SALT (Severity of Alopecia Tool), einer gut validierten Messgröße, die in Studien zum Haarausfall häufig verwendet wird, von der Basislinie bis Woche 24. Der mittlere Ausgangswert betrug 88,1. In Woche 24 betrug der Score in der JAK 3 -Inhibitorgruppe durchschnittlich 33,6%, in der TYK2 / JAK1-Inhibitorgruppe 49,5% und in der mit Placebo behandelten Kontrollgruppe null.
Die völlige Nicht-Reaktion von Placebo-behandelten Personen bestätigt den Erfolg bei chronischer Alopecia areata.

Bemerkenswerterweise erreichten 25% der Patienten mit dem JAK 3-Inhibitor und 31,9% mit dem TYK2 / JAK1-Inhibitor eine SALT-90-Antwort und 12,5% und 12,8% erreichten SALT 100. Eine signifikante Verbesserung der Bewertungsskala bei Wimpern und Augenbrauen erfolgte bei 45,2% und 36,2% der JAK 3-Inhibitorgruppe und bei 60,7% und 51,7% der TYK2 / JAK 1-Inhibitorgruppe.
Nebenwirkungen waren in Art und Häufigkeit in allen drei Studiengruppen ähnlich, mit einer bemerkenswerten Ausnahme: zwei Fälle von Rhabdomyolyse in der TYK2 / JAK-1-Inhibitorengruppe. Die beiden betroffenen Patienten hatten Muskelschmerzen und erhöhte Kreatininkinase-Spiegel. "Sie fühlten sich nicht besonders unwohl, wurden aber als Vorsichtsmaßnahme aus der Studiengruppe zurückgezogen, woraufhin sich der Zustand schnell besserte", sagte Dr. Sinclair. Die Forscher könnten keine Risikofaktoren für Rhabdomyolyse in der Studienpopulation identifizieren, fügte er hinzu. Dr. Sinclair hält einen Paradigmenwechsel bei der Behandlung von Alopecia areata für notwendig. Es werden neue, auf die Pathogenese abzielende Medikamente untersucht und in prospektiven, multizentrischen, doppelblinden, placebokontrollierten Studien getestet, mit deren Hilfe vielleicht erstmals eine evidenzbasierte Medizin für Alopecia areata gefunden wurde. Und er denkt, dass Patienten mit Alopecia areata durchaus Grund haben, optimistisch zu sein.

Die Studie soll nach offiziellen Angaben am 9. Juli 2021 abgeschlossen werden.

Quelle: Dermatology Times

18/01/2021

haircoaching -

Hier sind alle Mutmach-Sticker für Euch, die Ihr gerne kopieren dürft (einfach mit der rechten Maustaste über das Bild und Grafik anzeigen klicken).

HaarspaltereiKein Haar krümmenLiebe ohne HaareNicht kopflosBös raufen

Kein SchattenSchönes GesichtKein Haar in der SuppeGrosser VerstandFrisur

17/01/2021

haircoaching - Im Jahr 2017 veröffentlichte eine Forschergruppe aus den USA eine Studie zu möglichen Zusammenhängen zwischen Impfungen und der Alopecia areata. Typisch für die Alopecia areata ist, dass es sich um eine nicht vernarbende Alopezie handelt, bei der die betroffenen Haarfollikel mit T-Zellen infiltriert sind.

Die Forscher verfolgten bei dieser Studie das Ziel, den möglichen Zusammenhang zwischen der Alopecia areata und der Exposition durch Hepatitis-B-Virus (HBV) aufgrund einer Impfung zu untersuchen.
In einer allgemeinen Hautklinik wurden zwei pädiatrische Patienten, d.h. Kinder, mit AA nach einer Hepatitis-B-Impfung identifiziert. Im Medical Center der University of Rochester wurden eine Bioinformatik-Analyse und eine Datenbankabfrage für elektronische Patientenakten (EMR) durchgeführt, um Patienten mit AA, gleichzeitig bestehenden Virusinfektionen, Impfungen oder einer Interferontherapie (IFN) zu identifizieren. Die Forschergruppe wollte herausfinden, ob die Zahl des Auftretens von AA gemeinsam mit einem der oben genannten Situationen höher war als bei AA-Patienten, bei denen keine der genannten Infektionen oder Therapien vorkamen.

Die Ergebnisse zeigten eine erhöhte Häufigkeit von AA unter denjenigen, die das HBV-Oberflächenprotein-Antigen [Odds Ratio (OR) 2,7, p <0,0001] erhielten, und eine unabhängige Analyse zeigte eine erhöhte Häufigkeit von AA bei denjenigen, die eine IFN-β-Behandlung erhielten (OR 8,1, p <0,05). Ein potenziell identifiziertes antigenes Ziel war SLC45A2, ein melanosomales Transportprotein, das für die Haut- und Haarpigmentierung wichtig ist. Das längste potentielle Impfstoff-Peptidfragment (8-mer) war mit einem Segment der Killer-Zellrezeptoren (NK), KIR3DL2 und KIR3DL1, verbunden. Die prädiktive Modellierung der Bindung des Haupthistokompatibilitätskomplexes (MHC) -Peptids zeigte die potentielle Bindung dieses Peptids an MHC, die für AA relevant ist.

Nun müssen die Ergebnisse in zusätzlichen Patientendatenbanken überprüft werden, um die zeitlichen Beziehungen zu analysieren, und durch molekulare Experimente der identifizierten Antigene.
Die in dieser ersten Studie erhobenen Daten bestätigen jedenfalls Verbindungen zwischen viraler Infektion und IFN-Behandlung mit AA. Sie belegt, dass das Hepatitis-B-Oberflächenprotein-Antigen Epitope (das sind Molekülabschnitte eines Antigens) mit humanen killerimmuno-globulinähnlichen Rezeptoren teilt.


Quelle: https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs40257-017-0312-y

04/01/2021

haircoaching - Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass Jenny Latz für Haarausfall-Beratungen eine kompetente und engagierte Nachfolgerin gefunden hat. Frau Sabine Wirth hat ab dem 1. Oktober 2020 die Beratungsgespräche übernommen. Es erleichtert Jenny den Rückzug, von Haarausfall Betroffene zukünftig bei ihr in guten Händen zu wissen.
Jenny Latz kann sich somit auf den Bereich der Informationsrecherche für euch konzentrieren. Sie wird euch also auch weiterhin auf dieser Homepage über alle wichtigen Neuerungen zu Haarausfall auf dem laufenden halten.
Lerne jetzt Sabine Wirth kennen: BERATUNG