Haarausfall Neuigkeiten

12/11/2019

Qatar - Weltweit sind Menschen von der Alopecia areata betroffen. Über die Social Media Kanäle sind Selbsthilfeorganisationen aller Herren Länder miteinander vernetzt, können sich austauschen und voneinander profitieren. Auch auf der Arabischen Halbinsel leiden Männer und Frauen unter dem kreisrunden Haarausfall. Aufgrund der dortigen gesellschaftlichen und kulturellen Struktur sieht man in diesen Ländern keine Menschen mit Alopecia areata totalis in der Öffentlichkeit.

Nun wurden rund 30 Patienten in der Abteilung für Dermatologie und Venerologie der Hamad Medical Corporation, HMC, in Qatar über einen Zeitraum von zwei Jahren mit Tofacitinib behandelt und 90 Prozent der Patienten zeigten laut Professor Dr. Martin Steinhoff, Vorsitzender der Abteilung für Dermatologie und Venerologie der HMC, eine deutliche Besserung.

Quelle:
Thepeninsulaqatar

12/11/2019

Saarland - Forscher des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland, HIPS, haben in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Pharmazie der Universität und Medizinern des Universitätsklinikums im Journal of Investigative Dermatology neueste Forschungsergebnisse zum kreisrunden Haarausfall veröffentlicht.
Bislang werden bei der Behandlung Immunsuppressiva oder Glucocorticoide eingesetzt. Die Idee dieses Forschungsprojektes ist, die Arzneimittelbelastung zu minimieren, indem die Wirkstoffe direkt an ihren Wirkort, den Haarfollikel, gebracht werden. Biologisch abbaubare Nanopartikel sollen dies ermöglichen. Darüber hinaus stellten sich die Forscher die Frage, ob Nanopartikel tatsächlich in vom Haarausfall betroffene Haarfollikel eindringen können.

Bei dem Forschungsprojekt wurden biologisch abbaubare, biokompatible Polymere eingesetzt, die mit einem fluoreszierenden Farbstoff markiert wurden. Mithilfe dermatologischer Untersuchungen der Kopfhaut bis in tiefere Schichten fanden die Forscher heraus, dass sich die Nanopartikel im oberen Teil der Haarfollikel ähnlich einem Wirkstoffdepot ablagern. Daraus zieht man den Schluss, dass dort eine Substanz freigesetzt wird und von den follikulären Epithelzellen sowie den Immunzellen aufgenommen wird.
Die Forschergruppe will nun die Nanopartikel mit Wirkstoffen beladen, um den reinen Wirkstoff und die wirkstoffbeladenen Nanopatikel vergleichen zu können.

Quellen:
Pharmazeutische Zeitung
Jidonline

22/10/2019

Haircoaching - Brillengestelle, Flugzeugteile, künstliche Gelenke kommen heute schon aus dem 3D-Drucker. Wann wird es endlich auch neue Haare mithilfe der 3D-Drucktechnik geben? Diese Frage stellen sich vor allem Menschen, die unter Formen von Haarausfall leiden, bei denen die eigentliche "Haarfabrik" und der Haarfollikel zerstört oder geschrumpft sind, aber auch Männer, bei denen es keine Haare mehr gibt, die man bei einer Haartransplantation verpflanzen könnte. Hoffnung könnte dies auch für Betroffene mit vernarbenden Alopezien bedeuten.

16/10/2019

München - Vorab sei gesagt, dass die Behandlung von einer einzigen Patientin keinerlei Aussagekraft besitzt und keine Rückschlüsse auf die Wirksamkeit erlaubt. Dennoch handelt es sich um einen interessanten Ansatz, der an der Münchner Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie in diesem Jahr veröffentlicht wurde.
Bekanntermaßen leidet ein Teil von Patient/Innen mit Neurodermitis auch unter einer Alopecia areata. Diese Komorbidität (Begleiterkrankung) zwischen dem atopischen Ekzem und der Alopecia areata ist seit Jahren bekannt. In München wurde eine eine 25-jährige Patientin, die auch seit 5 Jahren an einer Alopecia areata litt, wegen eines schweren atopischen Ekzems (AE) mit dem anti IL-4/IL-13-Rezeptor-Antikörper Dupilumab behandelt.

Duplilumab ist seit September 2017 unter dem Handelsnamen Dupixent zur Behandlung bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis zugelassen. Inzwischen erhielt das Mittel vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) auch eine Zulassungserweiterung als Zusatzbehandlung bei schwerem Asthma. Das Mittel wird unter die Haut injiziert und ist rezeptpflichtig.
Nach 5 Monaten Therapiedauer zeigte sich bei der jungen Frau eine deutliche Besserung des Ekzems sowie ein zunehmender Haarwuchs. Nach 11 Monaten war das Ekzem stabil gebessert und fast alle Haare nachgewachsen.
Die Mediziner folgern daraus, dass eine Hemmung der IL-4- und IL-13-Signalwege längerfristig Einfluss auf den Haarwuchs bei der Alopecia areata hat. Bei Ekzem-Patienten mit Alopecia areata erwarten sie auch einen positiven Effekt auf die Komorbidität.

Quelle: Thieme

24/09/2019

haircoaching - Vitamin D wird vom Körper als Reaktion auf Sonnenlicht produziert und oft für seine gesundheitlichen Vorteile gelobt. Forscher fanden heraus, dass es auch Schlüsselzellen des Immunsystems betrifft. Diese Entdeckung könnte erklären, wie Vitamin D Immunreaktionen reguliert, die an Autoimmunerkrankungen wie MS beteiligt sind.
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24/09/2019

haircoaching - Wissenschaftler sind der Entdeckung der Ursachen von Immunerkrankungen wie Asthma, Multipler Sklerose und Arthritis einen Schritt näher gekommen. Untersuchungen des Wellcome Sanger Institute, GSK und Biogen im Rahmen der Open Targets-Initiative haben gezeigt, dass Tausende von DNA-Unterschieden zwischen Personen, die mit Immunerkrankungen in Verbindung stehen, mit dem Einschalten eines bestimmten Subtyps von Immunzellen zusammenhängen. Diese Studie, die in Nature Genetics veröffentlicht wurde, wird dazu beitragen, die Suche nach molekularen Signalwegen für Immunerkrankungen einzugrenzen, und könnte dazu führen, dass Medikamente für die Entwicklung neuer Therapien gefunden werden.
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03/09/2019

haircoaching - Der Monat September ist seit vielen Jahren der Monat für internationale Awareness (Aufmerksamkeit) für Menschen mit Alopecia areata. Areata-Aktivistin Mary Marshall aus San Diego produziert seit 10 Jahren ein Video, das den Zuschauer rund um den Erdball führt. Dazu sammelt sie über soziale Netzwerke Fotos von Betroffenen aus der ganzen Welt und stellt diese in einem Film zusammen.
WIR WÜNSCHEN EINEN WUNDERSCHÖNEN ALOPECIA-AWARENESS-MONAT!

09/07/2019

haircoaching - Bereits im letzten Jahr hatten wir darauf hingewiesen, dass für eine Studie Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 17 Jahren für eine Studie gesucht werden. Diese Studie zur Behandlung von Alopecia areata wird vom klinischen Studienzentrum für Haut- und Haarforschung der Hautklinik der Charite Berlin und der Hautarztpraxis Dr. Uwe Schwichtenberg in Bremen-Vegesack angeboten. Alle Informationen zur Studie findest du unter dem folgenden Link: Studie-Kinder-Areata

Auf der Informationsplattform von haarerkrankungen.de wird nun nochmals zur Teilnahme an dieser Studie aufgerufen. Es werden demnach weitere Probandinnen und Probanden benötigt. Bei Interesse bitte direkt bei den genannten Stellen melden!

11/06/2019

haircoaching - Vor dem Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG)  klagte eine 55-jährige Frau, die an Schuppenflechte und kreisrundem Haarausfall litt. Bei dem Verfahren ging es darum, ob die Krankenkasse lediglich eine Standardperücke oder der Klägerin eine maßgefertigtes Echthaarteil erstatten muss. Das LSG Niedersachsen-Bremen stellte fest, dass ein teilweiser Haarverlust bei einer Frau bereits eine Behinderung sei. (Urt. v. 26.03.2019, Az. L 4 KR 50/16) und somit die Krankenkasse der Frau die gesamten Kosten für das Echthaarteil erstatten muss.
Den Anspruch leitete der Senat aus § 33 Abs. 1 Satz 1 Fünftes Sozialgesetzbuch (SGB V) ab, der besagt, dass Versicherten Hilfsmittel zustehen, um eine Behinderung auszugleichen. Da die Richter den partiellen Haarverlust bei einer Frau als eine Behinderung in diesem Sinne betrachteten, stünde ihr das Hilfsmittel zu, um die Selbstbestimmung zu fördern und gleichberechtigt am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Im Einzelfall könne ein maßgefertigtes Echthaarteil aus medizinischen Gründen erforderlich sein. Dann könne die Versicherte nicht gezwungen werden, eine Perücke aus Kunsthaar zu tragen.
Der Senat stützte sich vor allem auf die Ausführungen des behandelnden Dermatologen, der riet aufgrund der Schuppenflechte davon abriet, das restliche Haar vollständig mit einer Perücke zu verdecken. Eine Kunsthaarperücke zum Festbetrag stellte somit nach Ansciht des LSG keine zweckmäßige Versorgung dar.
Dieses Urteil könnte auch für Frauen mit vernarbendem Haarausfall eine Orientierung sein, da diese Betroffenen meist nur einen Teil des Kopfes bedecken müssen.

28/05/2019

USA - Wissenschaftler des Columbia University Medical Center haben über Zelltransplantation neue Haare auf kahler menschlicher Haut wachsen lassen. Bisher gelang dies nur bei Mäusen. Beim Menschen funktionierten diese Versuche bislang nicht. Im Labor verwandelten sich die haarbildenden Zellen bei der Vermehrung immer wieder in normale Hautzellen.
Die Wissenschaftler konnten 2013 dieses erste Problem lösen. Für ihre Studie1 wurden die Zellen von sieben Männern mit erblichem Haarausfall entnommen. Nach der Vermehrung dieser Zellen in menschlicher Haut wurden diese auf den Rücken von Mäusen transplantiert. Bei fünf der sieben Versuchsreihen bildeten sich innerhalb von sechs Wochen neue Haarfollikel. Ein DNA-Test bestätigte, dass die Haare menschlichen Ursprungs waren und zu dem jeweiligen Spender passten. Allerdings wuchsen zum Teil nur recht kleine Haare, die nicht alle Hautschichten durchdringen konnten.

Bis zum Versuch am Menschen müssen noch viele Fragen geklärt werden. Bisher ist unklar, wodurch genau Haarfarbe oder Wuchsrichtung bestimmt werden. Es fehlt an Langzeitstudien. Auch die Kosten einer solchen Zelltransplantation können noch nicht abgeschätzt werden.

Quelle:
1Microenvironmental reprogramming by three-dimensional culture enables dermal papilla cells to induce de novo human hair-follicle growth