Haarausfall Neuigkeiten

16/10/2019

haircoaching - Das PCOS, ist wahrscheinlich stark genetisch bedingt, denn es tritt familiär gehäuft auf. Vermutlich sind in Deutschland ca. 1 Million Frauen betroffen. Typisch für das PCOS sind eine zu seltene oder fehlende Monatsblutung, erhöhte Androgen-Werte und polyzystische Ovarien. Für die Diagnose müssen zwei dieser drei Kriterien erfüllt sein.
Polyzystische Ovarien liegen vor, wenn sich in jedem Ovar mindestens zwölf kleine Follikel mit einem Durchmesser von 2 bis 9 mm befinden oder das ovarielle Volumen erhöht ist. Die erhöhten Hormonwerte beruhen auf verstärkter Androgenbildung in Ovarien und Nebennierenrinden.
Optisch leiden die betroffenen Frauen mit Hyperandrogenämie bei PCOS unter Akne, Haarausfall oder Hirsutismus (Überbehaarung am Körper nach männlichem Muster). Nicht alle Symptome müssen bei allen PCOS-Patientinnen vorliegen. Viele Frauen mit PCOS sind adipös oder insulinresistent. Ihr Risiko für Typ-2-Diabetes ist siebenfach erhöht, und sie entwickeln meist schon in jungen Jahren ein metabolisches Syndrom.
Bei Akne, Alopezie und Hirsutismus kommt eine Pille mit antiandrogener Wirkung in Betracht. Cyproteronacetat ist zur Behandlung bei ausgeprägten Formen von Akne, Hirsutismus und Alopezie zugelasse. Auch niedrig dosiertes Dexamethason, das unter anderem bei schweren Hauterkrankungen indiziert ist, wird bei Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom eingesetzt.
Im Hinblick auf die Beeinflussung des metabolischen Syndroms, der Akne, der Zyklusregulierung und des unerfüllten Kinderwunsches scheinen die Frauen von der Behandlung mit Metformin zu profitieren.

Quelle: Ärztezeitung

30/09/2019

Ulm - Typisch für das seborrhoische Ekzem, medizinisch seborrhoische Dermatitis genannt, ist der schuppige Ausschlag im Gesicht und auf der Kopfhaut. Für die Patienten ist oft der Juckreiz der am meisten störende Faktor. Die Entstehung des seborrhoischen Ekzems ist noch nicht vollständig erforscht. Man vermutet ein Zusammenspiel verschiedener Ursachen wie Entzündungsreaktionen auf Hefepilze oder eine genetische Vorbelastung. Im Jahr 2018 veröffentlichten Forscher der Universitätsklinik Ulm für Dermatologie und Allergologie in der Fachzeitschrift Nature Communications neue Erkenntnisse über den Transkriptionsfaktor JunB, die zu neuen Therapieansätzen führen können.
Der Transkriptionsfaktor JunB sorgt in der Haut für eine Differenzierung der epidermalen Stammzellen, der Bildung neuer Hautzellen. JunB hält die Haut im Gleichgewicht. Fehlt der Transkriptionsfaktor, führt dies zu strukturellen und funktionellen Einschränkungen der Talgdrüsen und somit zu einer gestörten Lipidschicht der Haut. Genetisch veränderte Mäuse entwickeln ohne JunB vergrößerte Talgdrüsen und schließlich eine Erkrankung, die der seborrhoischen Dermatitis beim Menschen ähnelt. Während der Wundheilung bildet jedoch eine Unterform von Hautstammzellen ohne JunB neue Talgdrüsen. Diesen Vorgang nennen die Forscher fate switch, Schicksalswende. Die neuen Erkenntnisse belegen die wichtige Rolle von JunB bei der Regeneration der Haut und womöglich bei der Entstehung der seborrhoischen Dermatitis.

Für die künftige Behandlung haben die Forschungsergebnisse hohe Relevanz: "Ein besseres Verständnis der Funktion des Transkriptionsfaktors JunB kann zu neuen therapeutischen Ansätzen für Patienten führen, die unter Fehlfunktionen der Talgdrüsen leiden", so Dr. Karmveer Singh.

Quelle:
US National Library of Medicine

31/07/2019

haarerkrankungen.de - Im Portal von haarerkrankungen.de ist soeben ein interessanter Artikel zum Thema Haarausfall bei Frauen veröffentlicht worden, auf den wir gerne hinweisen. Im Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Lutz, auch Mitglied des Expertenrats von Haircoaching, werden die Erscheinungsformen von erblichem und hormonellem Haarausfall bei der Frau erläutert. Prof. Lutz erklärt die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zwischen der androgenetischen Alopezie und einer Hyperandrogenämie, bei der vermehrt männliche Geschlechtshormone vorhanden sind.
Entsprechend müssen, so Lutz, die richtigen Behandlungswege beschritten werden. Den ganzen Artikel findest du unter diesem Link: HAARAUSFALL-FRAU

14/05/2019

haircoaching - Im Bereich Haarersatz, Zweithaar, Haarteile, Hairweaving tummeln sich viele Geschäftemacher und Abzocker, die mit lauter Werbung und blumigen Versprechen nichts anderes wollen, als Geld mit dem Leid von Haarausfall betroffener Menschen zu verdienen. Kein Wunder, denn neben der Anti-Aging-Branche ist Haarausfall der zweitstärkste und boomende Teil für die Kosmetikindustrie.
An erster Stelle will man die Kundin, den Kunden auf jeden Fall ins Geschäft locken. Hier macht man sich die mangelhafte Terminvergabe der Fachärzte zunutze und bietet - meist kostenlos - eine Diagnose mittels eines Kopfhautvideos an. Dass die anschließenden Bilder meist desaströs sind, versteht sich von selbst und eigentlich wusste der/die Kunde/IN das auch schon vorher. Aber hier wird auf perfide Art und Weise mit der Psyche von Betroffenen gespielt. Der Schock sitzt tief, man fühlt sich verstanden und traut sich kaum abzulehnen, wenn einem gleich im Anschluss ein sogenannter "Servicevertrag" vorgelegt wird, nicht selten verbunden mit Rabattversprechen.
Und schon sitzt man in der Falle:
Die Rabatte wurden meist vorher schon in die völlig überteuerten Preise einberechnet (hier hat man aus der Möbelbranche gelernt), ein zweites Haarteil wurde gleich mitverkauft mit der Schocknachricht, dass man ja, wenn das erste in Reparatur müsste, wochenlang ohne Haarersatz rumlaufen müsste. Der Vertrag ist unterschrieben und nicht selten muss man mit dem Anwalt drohen, um aus diesen Verpflichtungen wieder rauszukommen.
Vorsicht bei solchen Hokuspokus-Angeboten! Am besten den Laden gleich wieder verlassen, ohne sich auf weitere Diskussionen und Erklärungen einzulassen. Ein seriöses und qualifiziertes Zweithaarstudio legt dir keinen Vertrag vor gleich beim ersten Besuch. Meistens ist eine erste Beratung auch kostenlos und unverbindlich. Einige kleinere Studios können sich das nicht leisten und nehmen einen kleinen Betrag für die Beratungsstunde. Aber mehr nicht!
Bei den auf dieser Homepage gelisteten Zweithaarstudios wirst du nicht über den Tisch gezogen. Hier geht es direkt zu den Adressen:
Zweithaarstudios
Haarverdichtung

14/05/2019

haircoaching - Bei Prostaglandin handelt es sich um einen Wirkstoff aus der Glaukomforschung. Nachdem bei der Anwendung von Augentropfen, die Prostaglandin enthalten ein vermehrtes Wimpernwachstum beobachtet hatte, wurde dieser Wirkstoff und seine Analoga schnell auch für Seren verwendet, die ein neues und dichtes Wachstum der Wimpern versprechen. Unter dieser Effekt konnte in den USA sogar durch klinische Studien belegt werden. Auch in Wimperntusche und Augenbrauenprodukten ist der Wirkstoff mittlerweile enthalten.

Doch der Medical Tribune schreibt hierzu: "... wer die Pracht aufpeppen will, klebt besser künstliche Härchen an."*)

Warum? Die genauen Wirkmechanismen sind noch nicht bekannt. Dafür weiß jedoch von verschiedenen Nebenwirkungen, wie der recht häufig auftretenden Hyperämie der Bindehaut (Bindehautentzündung mit Rötung) sowie einer Pigmentierung der Iris, verstärktes Fett rund ums Auge, vertiefte Lidfalte, Juckreiz und Ödeme im Augenlid.

Prof. Dr. Christiane Bayerl von der Klinik für Dermatologie und Allergologie an den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden warnt daher in einem Interview mit Medical Tribune*) vor der Verwendung von Prostaglandin in Kosmetikprodukten.

Daher scheinen künstliche Wimpern bei fehlender oder zu dünner Wimpernpracht derzeit die gesündere Alternative.

Quelle:

*)Medical Tribune, 14.03.2019

07/05/2019

haircoaching - Wenn Frauen unter vermehrtem Haarausfall leiden, sollte die Diagnose, um welche Form von Haarausfall es sich handelt, an erster Stelle stehen. Oft wird vorschnell eine androgenetische Alopezie diagnostiziert. Aber es kann sich durchaus auch um einen diffusen Haarausfall handeln. Ich habe für euch einen interessanten Artikel gefunden, der zwar schon ein wenig älteren Datums, größtenteils aber noch immer aktuell ist und relativ gut verständlich - auch für Laien.
HAARAUSFALL BEI FRAUEN

30/04/2019

haircoaching - Es kommt sehr häufig vor, dass Entzündungen oder Erkrankungen der Kopfhaut Haarausfall nach sich ziehen können. Immerhin sitzt die eigentliche Haarfabrik, die Papille mit dem Haarfollikel in der Kopfhaut und lebt vom sie umgebenden Gewebe. Hier braucht es keine Haarwuchsmittel, sondern in diesem Fällen sollte ein Dermatologe/IN die Kopfhaut behandeln, damit in der Folge auch der Haarausfall gestoppt wird.

Es gibt viele verschiedene Erkrankungen der Kopfhaut, eine davon ist die Psoriasis, die bei Auftreten auf dem Kopf, Psoriasis capitis genannt wird. Im Jahr 2009 hat eine Expertengruppe aus sechs Ländern einen umfassenden Bericht veröffentlicht, in dem Empfehlungen für die Behandlung in der Praxis ausgesprochen wurden. Anhand einer Tabelle kann der Arzt die Psoriasis capitis nach drei Formen unterscheiden: mild, moderat und schwer (severe). Auf der Grundlage dieser Klassifizierung des Schweregrads kann der passende Behandlungsplan erstellt werden. Die Expertengruppe war sich einig, dass ein topisches Kortisonpräparat, etwa als Shampoo, für die überwiegende Zahl der Psoriasis-Patienten die Behandlung der ersten Wahl darstellt, und zwar als Kurzkontakttherapie.

Allerdings weisen neuere Berichte darauf hin, dass es bei der Anwendung von topischer Behandlung erforderlich ist, die Kopfhaut vorher zu "entschuppen", den bei vielen Kopfhauterkrankungen treten Schuppen- und Krustenbildungen auf.  Diese verhindern das Eindringen von Wirkstoffen in die Haut. Daher wird die sog. Keratolyse für eine wichtige Grundlage gehalten, bei der eine Ablösung hyperkeratotischer Korneozyten und eine Abschuppung erreicht werden soll. So können in der Folge Wirkstoffe einer Antipsoriasis-Behandlung bei topischer Anwendung besser eindringen. Als Wirkstoffe finden vor allem Harnstoff und Salicylsäure Anwendung.

29/01/2019

Bochum - Schon vor etwa 30 Jahren gab es Forschungsberichte, dass ätherische Öle Auswirkungen auf neues Haarwachstum bei der Alopecia areata haben könnten. Nun haben Forscher unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Paus von der University of Manchester in Kooperation mit Forschern der Ruhr-Universität Bochum die Hypothese verfolgt, dass menschliche Haarwurzelzellen Duftrezeptoren besitzen, deren Aktivierung mit einem sandelholzartigen Duft die Lebensdauer von Haaren verlängern kann.

Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt vom Bochumer Lehrstuhl für Zellphysiologie hatte bereits früher nachgewiesen, dass Keratinozyten (das sind Zellen in der Haut) den Duftrezeptor OR2AT4 besitzen. Dieser könne durch Duftstoffe mit einer Sandelholznote aktiviert und die Hautregeneration und Wundheilung um fast 50 Prozent gesteigert werden.

Nun machten sich die Forscher um Prof. Paus eine Technik zunutze, mit der vollständige, lebende, aus Biopsien der menschlichen Kopfhaut gewonnene Haarfollikel in Organkultur überführt werden können. Das Team konnte nachweisen, dass OR2AT4 während der Wachstumsphase in großen Mengen im Haarschaft und in den Matrixzellen der Haarwurzel vorkommt, die für das Wachstum verantwortlich sind. In späteren Phasen hingegen war die Anzahl der Rezeptoren signifikant geringer.

Prof. Hatt geht davon aus, dass Duftstoffe wie Brahmanol oder Sandalore in Haarwassern oder Shampoos vor allem bei hormon- oder stressbedingtem diffusem Haarausfall zum Einsatz kommen könnten, um die Lebenszeit der Haare zu verlängern.

In Italien wurde bereits eine erste klinische Pilotstudie mit 40 Haarausfall-Patienten durchgeführt. Zur Anwendung kam über drei Monate eine Sandalore-haltige Lotion, die den Haarausfall im Vergleich zu einem Placebo signifikant um 17,5 Prozent verringerte. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass diese Pilotstudie nicht ausreicht, um die klinische Wirksamkeit des Duftstoffs zu bestätigen.

Das Monasterium Laboratory in Münster führt derzeit eine größere klinische Studie mit verbesserten Testverfahren durch, deren Ergebnisse zum Jahresende erwartet werden.

Quellen:
Studie Italien
Pressemeldungen Dezernat Hochschulkommunikation Ruhr-Universität Bochum:
Dufttherapie für Haarwachstum
Duftrezeptoren

22/01/2019

München - Immer wieder wurde in den vergangenen Jahren von einer erfolgreichen Behandlung bei Haarausfall durch die Mesotherapie berichtet, die bislang in der ästhetischen Medizin und im Anti-Aging Anwendung fand. Nach Aussage der Deutschen Gesellschaft für Mesotherapie belegt eine neue Studie, dass die Mesotherapie als "ein probates Verfahren zur Behandlung der AGA"* bezeichnet werden könne.

Bei einer eineinhalbjährigen Beobachtungsstudie zwischen Juli 2016 und Dezember 2017 an drei verschiedenen Zentren in Deutschland wurde die Wirksamkeit eines neuen Wirkstoffcocktails mit der von Minoxidil verglichen*. Die Deutsche Gesellschaft für Mesotherapie kommt nach Auswertung der Studie zu dem Ergebnis:

Die minimalinvasive mesotherapeutische Behandlung mit dem getesteten Wirkstoffcocktail und den darin enthaltenen bioidentischen Polypeptiden erwies sich in dieser Studie als wirksam gegen AGA.*

Dabei scheinen neben dem angewandten Wirkstoffcocktail vor allem auch die

die handwerklichen Fähigkeiten des Therapeuten und die richtigen Injektionskanülen

von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Mesotherapie zu sein. Man sollte sich also vor Therapiebeginn bei der DGM informieren, welche Therapeuten für die Anwendung der Mesotherapie bei Haarausfall empfohlen werden.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie mit allen Informationen zum Studienablauf, den Ergebnissen und möglichen Nebenwirkungen kannst du unter dem folgenden Link nachlesen - STUDIE-MESOTHERAPIE

*Quellen:

https://www.mesotherapie.org
Hundgeburth A., Knoll B.: Prospektive observative HCPR-Studie. Köln, München, Deutsche Gesellschaft für Mesotherapie, 2018

08/01/2019

Bonn - Hypotrichosis simplex ist nur wenigen Menschen bekannt. Es handelt sich um eine seltene Erbkrankheit, bei denen das lichte Kinderhaar ausgedünnt bleibt. Die feinen Haare, wie man sie bei Kindern kennt, wachsen nur spärlich und bereits im Kindes- und Jugendalter sind an Kopf und Körper nur noch wenige Haare vorhanden. Unter Leitung des Instituts für Humangenetik am Universitätsklinikum Bonn haben Wissenschaftler nun ein weiteres Gen identifiziert, dessen mutierte Form für diese seltene Erkrankung verantwortlich ist.

Weltweit gibt es nur wenige hundert Familien, bei denen diese seltene Form des Haarausfalls bekannt ist.

Untersucht wurden die Gene von drei nicht miteinander verwandten Familien. Bei acht Mitgliedern zeigten sich die typischen Symptome des Haarverlusts. Alle verfügten über Erbgutveränderungen im Gen LSS. „Dieses Gen kodiert die Lanosterol-Synthase – kurz LSS“, sagt Prof. Dr. Regina C. Betz vom Institut für Humangenetik am Universitätsklinikum Bonn. „Das Enzym spielt im Cholesterin-Stoffwechsel eine Schlüsselrolle.“

Für die Wissenschaftler vervollständigt sich mit dem aktuellen Studienergebnis das Bild von den biologischen Grundlagen dieser Erkrankung. „Ein besseres Verständnis der Krankheitsursachen ermöglicht in Zukunft vielleicht neue Ansätze für die Therapie des Haarverlustes“, sagt Betz.

Zumindest sorgt die Entdeckung des Gens für eine bessere Diagnose von Hypotrichosis simplex. Außerdem weiß man inzwischen, dass Betroffene nur Haarausfall bekommen, weitere Organe sind nicht betroffen.

 

Quelle:
Maria-Teresa Romano, Aylar Tafazzoli, Maximilian Mattern, Sugirthan Sivalingam, Sabrina Wolf, Alexander Rupp, Holger Thiele, Janine Altmüller, Peter Nürnberg, Jürgen Ellwanger, Reto Gambon, Alessandra Baumer, Nicolai Kohlschmidt, Dieter Metze, Stefan Holdenrieder, Ralf Paus, Dieter Lütjohann, Jorge Frank, Matthias Geyer, Marta Bertolini, Pavlos Kokordelis, Regina C. Betz: Bi-allelic Mutations in LSS, Encoding Lanosterol Synthase, Cause Autosomal-Recessive Hypotrichosis Simplex. The American Journal of Human Genetics, Volume 103, ISSUE 5, P777-785, November 01, 2018; DOI: 10.1016/j.ajhg.2018.09.011