Haarausfall Neuigkeiten

10/02/2021

haircoaching - Der erbliche Haarausfall tritt am häufigsten auf. Erblich heißt, die Gene bestimmen, ob und wann die Haare ausfallen. Es ist uns also sozusagen in die Wiege gelegt. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen. Im allgemeinen unterscheiden sich jedoch die Verlaufsformen der androgenetischen Alopezie vom weiblichen und vom männlichen Typ.
Vorhersagen lässt sich der Verlauf beim erblichen Haarausfall nicht. Die Glatzenbildung kann stärker oder schwächer sein als bei anderen Familienmitgliedern. Aufschlussreich wäre die Messung der Haardichte mit dem Trichoscan Verfahren beispielsweise bei Vater und Sohn, um eine ungefähre Prognose zu ermitteln. Praktisch allerdings kaum durchführbar, denn die eigene Haardichte und die des Vaters müssten jeweils im gleichen Lebensalter erfasst werden. Erbanlage und Empfindlichkeit gegenüber DHT führen also bei beiden Geschlechtern zu dieser Form des Haarausfalls.
Es gibt unterschiedliche Therapieansätze für Männer und Frauen beim genetisch bedingten Haarausfall. Die Mediziner sprechen von einer androgenetischen Alopezie. Androgenetisch, weil dieser Haarausfall mit den Androgenen, den männlichen Geschlechtshormonen, zusammenhängt.
Der erbliche Haarausfall wird nach derzeitigem Stand der Forschung offenbar durch verschiedene Gene vererbt. Er scheint nicht auf ein „Zuviel“ an Androgenen zurückzuführen zu sein, sondern auf die ererbte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber den männlichen Geschlechtshormonen bzw. gegenüber dem Abbauprodukt Dihydrotestosteron (DHT). DHT wird durch die Wirkung vom 5a-Reduktase Enzym aus dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron gebildet. Es kommt zu einer Miniaturisierung der Haare, d.h. es werden immer kleinere und feinere Haare gebildet.

05/02/2021

haircoaching - Haartransplantationen sind eine wirksame Methode zur Verbesserung des anlagebedingten und vernarbenden Haarausfalls und in entsprechenden Leitlinien empfohlen. Richtig gemacht, führen Sie heutzutage zu sehr natürlichen Ergebnissen. Besonders die unzähligen Promis, die sich in den letzten Jahren öffentlich zu ihrem Eingriff zur Umverteilung des Haupthaares bekannt haben, wecken bei vielen jungen Männern den Wunsch nach vollem Haar.
Gibt man den Begriff Haartransplantation in eine Suchmaschine ein, wird man von Ergebnissen erschlagen. Nicht immer sind die Angebote seriös. Es gibt ein paar Dinge, auf die Ihr achten solltet.

04/01/2021

haircoaching - Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass Jenny Latz für Haarausfall-Beratungen eine kompetente und engagierte Nachfolgerin gefunden hat. Frau Sabine Wirth hat ab dem 1. Oktober 2020 die Beratungsgespräche übernommen. Es erleichtert Jenny den Rückzug, von Haarausfall Betroffene zukünftig bei ihr in guten Händen zu wissen.
Jenny Latz kann sich somit auf den Bereich der Informationsrecherche für euch konzentrieren. Sie wird euch also auch weiterhin auf dieser Homepage über alle wichtigen Neuerungen zu Haarausfall auf dem laufenden halten.
Lerne jetzt Sabine Wirth kennen: BERATUNG

02/01/2021

haircoaching - Im Mittelpunkt der Eigenbluttherapie steht das eigene Blutplasma. Dem Patienten bzw. der Patientin wird Blut abgenommen und anschließend zentrifugiert. Das so gewonnene Blutplasma mit seinen Blutplättchen, wird an verschiedenen Stellen der Kopfhaut mit einer sehr feinen Nadel injiziert. Dort, wo das Blutplasma injiziert wurde, können wieder neue Haare wachsen.

In der Regel werden zwischen vier und sechs Sitzungen in einem Abstand von zwei Wochen empfohlen. Die ersten Ergebnisse sind bereits nach drei Monaten sichtbar.

Mit der Eigenbluttherapie können PatientInnen mit erblichem Haarausfall behandelt werden. Einzelne Erfolge konnten auch beim kreisrunden Haarausfall beobachtet werden. Zuverlässige Studien mit belegbaren Erfolgen der Wirksamkeit der Eigenbluttherapie bei Haarausfall sind uns bislang jedoch leider nicht bekannt.

20/11/2020

haircoaching - (Auszug aus dem Abstract von Dr. Andreas Finner1, Übersetzung und Zusammenfassung von Jenny Latz) Die Haartransplantation ist eine wichtige Behandlungsmethode bei fortgeschrittenem erblichen und inaktivem vernarbendem Haarausfall.
Bei der Standardtechnik wurde ein Hautstreifen mit mehreren Haarfollikeln entnommen und unter dem Mikroskop unterteilt. Diese Methode wird als Follicular Unit Transplantation (FUT) bezeichnet. Die wachsende Popularität der direkten Entnahme von jeder einzelnen FU, d.h. follikuläre Einheit mit Haarfollikel, mit Follicular Unit Excision (FUE) bezeichnet, hat die Frage aufgeworfen, ob die lineare Entnahme von Hautstreifen noch relevant ist.
Um den Unterschied zu demonstrieren wurden beide Entnahmetechniken bei einem typischen Patienten durchgeführt. Die Transplantatqualität wurde bewertet und verglichen. Die Dichte von FU im Spenderbereich wurde vor der Operation digital vermessen. Die mögliche Maximalausbeute von FU-Transplantaten sowie die Größe der Narbe und die Entnahmelänge wurden für die verschiedenen Szenarien von FUT, FUE und einer Kombination von beiden eingeschätzt.
Bei diesem Patienten war der Transplantatqualitätsindex von FUT-Transplantaten höher als bei FUE-Transplantaten. Der maximale Transplantatsgewinn wäre in FUT am höchsten in Kombination mit einem zweiten FUT oder FUE und niedriger allein in FUE. Die berechnete Größe der Narbe und die Länge ist im linearen FUT-Vergleich geringer als bei FUE.

Fazit:
Beide Entnahmetechniken haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Beim linearen FUT, werden die Transplantate unter dem Mikroskop präpariert mit direkter Sicht. Besonders bei feinem Haar, kann dies die Zerteilung reduzieren und die Transplantate können mehr den Follikel umgebende Strukturen und Fettgewebe enthalten. Daher sind FUT-Transplantate oft robuster. Dies kann möglicherweise zu besserem Wachstum und mehr Fülle führen. Da die lineare FUT-Entnahme im sichersten Teil des Spenderbereichs erfolgen kann und nicht zu punktgenauen Narben führt, ergibt sie eine höhere Ausbeute und Sicherheitsmarge bei Patienten mit einem potenziell engen Spendergebiet.

Bei FUE beinhaltet die Entnahme einen blinden Schnitt und kraftvolle Extraktion, die zur Zerteilung von Follikeleinheiten führen und anfällige Transplantate entblößen kann, vor allem bei feinen Haaren und spreizenden FU. Bei vielen Patienten kann es sein, dass die Transplantatausbeute von FUE allein nicht ausreicht, wenn die Sicherheitszone eingehalten wird und eine Zuvielentnahme vermieden wird.
Sowohl lineares FUT als auch selektives FUE haben spezifische Indikationen. Eine Kombination kann die beste Möglichkeit sein bei fortgeschrittenen Stadien der Alopezie. Das würde bestes Handeln im Interesse des Patienten bedeuten, der Haarchirurg sollte beide Techniken beherrschen und die am besten geeignete Methode basierend auf einzelnen Kriterien empfehlen.

Quelle:
1 Andreas Finner, Trichomed Hair Medicine and Hair Transplantation, Berlin, Germany, 11th World Congress, Hair Research, Sitges, Barcelona, April 24th - 27th, 2019

19/10/2020

haircoaching - Auch wenn es sich nur um ein sogenanntes Mausmodell handelt, gibt das Ergebnis eines Forscherteams aus Köln und Helsinki Hoffnung auf weitere Entschlüsselung der Zusammenhänge bei Haarwachstum der Maus und damit Rückschlüsse auf den Menschen.

Das Protein "Rictor" spielt offenbar eine Schlüsselrolle beim Zellstoffwechsel und für die Langlebigkeit von Stammzellen im Haarfollikel. Haarfollikelstammzellen sind für das Nachwachsen der Haare unerlässlich. Beschädigte Zellen werden ständig abtransportiert und erneuert. Mit den ca. 100 täglich ausfallenden Haaren werden auch etwa 500 Millionen Zellen abgestoßen. Das abgestoßene Gewebe wird durch Stammzellen ersetzt, die stark wachsend und langlebig sind.

Bislang war wenig über die Mechanismen bekannt, die für die Langlebigkeit dieser wichtigen Zellen verantwortlich sind. Die Studie1 zeigte, dass Stamm- und Tochterzellen sich bei den Stoffwechselmerkmalen unterscheiden. Erste Hinweise deuteten bei der Zellkultur auf "Rictor", eine wichtige Komponente des Signalwegs, der Prozesse des Zellstoffwechsels wie Wachstum, Energie- und Sauerstoffverbrauch regelt.

"In umfassenden Untersuchungen zeigte das Team, dass der Verlust der Stammzellfunktion im Haarfollikel mit einem Verlust der metabolischen Flexibilität einhergeht. Am Ende jedes Regenerationszyklus, in dem ein neues Haar generiert wird, kehrt ein Teil der Stammzellen in seine Stammzellnische und damit in einen gewissen metabolischen Ruhestand zurück."1

1 Quelle:
Nachrichten Informationsdienst Wissenschaft

05/10/2020

haircoaching - Über ein halbes Jahr leben wir nun schon weltweit mit dem neuen Corona-Virus. Seit einigen Monaten findet man im Netz vermehrt Meldungen, dass eine Erkrankung durch Covid-19 zu Haarausfall führt. Belegt ist es in keiner Weise, dass genau dieses Virus die Haare ausfallen lässt.
Wahrscheinlich ist eher folgendes:
Durch die massiven Geschehnisse im Körper nach einer Covid-19 Infektion wird ein diffuser Haarausfall ausgelöst. Dabei kommt es jedoch höchstens zu einer Auslichtung, nicht zur völligen Kahlheit. Wenn der virale Angriff verarbeitet ist, sprich der Mensch wieder genesen, sollte auch der Haarausfall nachlassen.
Sollte die Wissenschaft anderes herausfinden, werden wir euch natürlich auf dieser Plattform informieren.
Bleibt gesund!

31/08/2020

Haircoaching - Bisher war die Anwendung der beiden wesentlichen Wirkstoffe gegen die androgenetische Alopezie eindeutig:
Finasterid wird als Pille für Männer verabreicht, während Minoxidil äußerlich angewendet wird.

Nun gibt es Überlegungen, die Anwendung beider Wirkstoffe zu erweitern. Weltweit wird in kleineren Studien geprüft, wie Minoxidil innerlich und Finasterid äußerlich eingesetzt werden können und wie sich dies auf die Wirksamkeit auswirkt.
Auf der Seite haarerkrankungen.de findet sich ein ausführlicher Bericht unter folgendem Link: Aktuelle Studien zum Thema Haarausfall

29/07/2020

medizin-transparent.at - Es stellte sich schon immer die Frage, was dran ist an dem viel gepriesenen Koffein als Wirkstoff gegen Haarausfall. Die Webseite Medizin-Transparent.at ist ein Service des Departments für evidenzbasierte Medizin und Evaluation an der Donau-Universität Krems sowie von Cochrane Österreich. Eine sehr interessante Plattform, auf der man kostenlos Fragen stellen kann zu gesundheitsrelevanten Behauptungen.
Was bringt uns also Koffein als Waffe gegen Haarausfall?
Medizin-Transparent kommt zu folgendem Ergebnis:

Koffein kann in die Haarwurzel eindringen und dort die Wachstumsphase der Haare verlängern – zumindest wenn der Haarausfall erblich bedingt ist (androgenetische Alopezie). Darauf deuten zumindest Studien aus dem Labor hin. Ob Koffein-Shampoo oder andere kosmetische Produkte mit Koffeine Frauen und Männern mit erblich bedingtem Haarausfall helfen, ist dadurch noch nicht gesagt. Vertrauenswürdige Forschung fehlt bisher.
Quelle: Medizin-Transparent

20/07/2020

haircoaching - Damit Haare gut wachsen können, braucht es eine gesunde Kopfhaut. Eine gerötete oder entzündete Kopfhaut kann dazu beitragen, dass die Haarfollikel gestört werden und es zu einem Haarausfall kommt.

Die seborrhoische Dermatitis, auch bekannt als seborrhoisches Ekzem, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit schuppendem Hautausschlag, der oft vor allem am Kopf auftritt. Es kommt zu einer verstärkten Talgproduktion und zur vermehrten Besiedlung mit Malassezia-Hefen, so dass es zu Ekzemen und Entzündungen kommen kann.

Ein seborrhoisches Ekzem tritt oft zusammen mit einer androgenetischen Alopezie auf; ist nicht ansteckend und nicht gesundheitsgefährdend. Es kann jedoch den Betroffenen psychisch belasten, vor allem der auftretende Juckreiz werden als unangenehm empfunden.

Über die individuelle Behandlung sollte der Hautarzt entscheiden. In der Regel werden Antipilzmittel, kortisonhaltige Cremes und antimykotische Shampoos empfohlen, um die Entzündung und Schuppenbildung zu mildern. Antibiotika machen nur Sinn, wenn eine Infektion durch Bakterien vorliegt. Dies ist meist dann der Fall, wenn sich Betroffene häufig an der Kopfhaut kratzen und es zu Entzündungen und Blutungen kommt.

In vielen Fällen ist das seborrhoische Ekzem chronisch. Stress, Schlafdefizit und Kälte verstärken das Ekzem, während Sonne und Wärme häufig eine Verbesserung bringen. Auch von einer Umstellung auf überwiegend basische Ernährung sollen Betroffene profitieren. Entgegen vielen Behauptungen kommt es nie zu völliger Kahlheit!