Haarausfall Neuigkeiten

12/11/2019

USA - Das spezialisierte Pharmaunternehmen Cassiopea SpA entwickelt und vermarktet verschreibungspflichtige Medikamente mit neuartigen Wirkmechanismen, um bislang ungelöste, wesentliche dermatologische Erkrankungen zu behandeln. Nun gab das Unternehmen bekannt, dass die U.S. Food and Drug Administration (FDA) die eingereichte NDA zur Prüfung akzeptiert hat. Damit beantragt Cassiopea die Marketingrechte für Clascoteron 1% Creme zur Behandlung von Akne. Die FDA hat den 27. August 2020 als PDUFA-Datum (Entscheidungstermin) festgelegt.

Clascoteron ist ein neuer topischer Androgenrezeptor-Hemmer und wird von der FDA für die Behandlung von Akne in (in 1%) und bei fortgeschrittener Entwicklung für die Behandlung der androgenetischen Alopezie (in höherer Konzentration) geprüft. Obwohl der Wirkmechanismus nicht bekannt ist, machen Laboruntersuchungen Hoffnung, dass Clascoteron mit Androgenen, spezifisch Dihydrotestosteron (DHT), konkurrieren in der Bindung an die Androgenrezeptoren innerhalb der Talgdrüse und der Haarfollikel. Wegen der vermutlich lokalen Wirkung am Anwendungsort wäre das Risiko für nicht gewollte oder systemische Nebeneffekte minimiert.

Es bleibt die Entscheidung der FDA im August 2020 abzuwarten und auch, ob die Creme für Männer und Frauen gleichermaßen Anwendung finden wird.

Quelle:
Finanzen.ch

12/11/2019

Qatar - Weltweit sind Menschen von der Alopecia areata betroffen. Über die Social Media Kanäle sind Selbsthilfeorganisationen aller Herren Länder miteinander vernetzt, können sich austauschen und voneinander profitieren. Auch auf der Arabischen Halbinsel leiden Männer und Frauen unter dem kreisrunden Haarausfall. Aufgrund der dortigen gesellschaftlichen und kulturellen Struktur sieht man in diesen Ländern keine Menschen mit Alopecia areata totalis in der Öffentlichkeit.

Nun wurden rund 30 Patienten in der Abteilung für Dermatologie und Venerologie der Hamad Medical Corporation, HMC, in Qatar über einen Zeitraum von zwei Jahren mit Tofacitinib behandelt und 90 Prozent der Patienten zeigten laut Professor Dr. Martin Steinhoff, Vorsitzender der Abteilung für Dermatologie und Venerologie der HMC, eine deutliche Besserung.

Quelle:
Thepeninsulaqatar

12/11/2019

Saarland - Forscher des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland, HIPS, haben in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Pharmazie der Universität und Medizinern des Universitätsklinikums im Journal of Investigative Dermatology neueste Forschungsergebnisse zum kreisrunden Haarausfall veröffentlicht.
Bislang werden bei der Behandlung Immunsuppressiva oder Glucocorticoide eingesetzt. Die Idee dieses Forschungsprojektes ist, die Arzneimittelbelastung zu minimieren, indem die Wirkstoffe direkt an ihren Wirkort, den Haarfollikel, gebracht werden. Biologisch abbaubare Nanopartikel sollen dies ermöglichen. Darüber hinaus stellten sich die Forscher die Frage, ob Nanopartikel tatsächlich in vom Haarausfall betroffene Haarfollikel eindringen können.

Bei dem Forschungsprojekt wurden biologisch abbaubare, biokompatible Polymere eingesetzt, die mit einem fluoreszierenden Farbstoff markiert wurden. Mithilfe dermatologischer Untersuchungen der Kopfhaut bis in tiefere Schichten fanden die Forscher heraus, dass sich die Nanopartikel im oberen Teil der Haarfollikel ähnlich einem Wirkstoffdepot ablagern. Daraus zieht man den Schluss, dass dort eine Substanz freigesetzt wird und von den follikulären Epithelzellen sowie den Immunzellen aufgenommen wird.
Die Forschergruppe will nun die Nanopartikel mit Wirkstoffen beladen, um den reinen Wirkstoff und die wirkstoffbeladenen Nanopatikel vergleichen zu können.

Quellen:
Pharmazeutische Zeitung
Jidonline

22/10/2019

Haircoaching - Brillengestelle, Flugzeugteile, künstliche Gelenke kommen heute schon aus dem 3D-Drucker. Wann wird es endlich auch neue Haare mithilfe der 3D-Drucktechnik geben? Diese Frage stellen sich vor allem Menschen, die unter Formen von Haarausfall leiden, bei denen die eigentliche "Haarfabrik" und der Haarfollikel zerstört oder geschrumpft sind, aber auch Männer, bei denen es keine Haare mehr gibt, die man bei einer Haartransplantation verpflanzen könnte. Hoffnung könnte dies auch für Betroffene mit vernarbenden Alopezien bedeuten.

16/10/2019

haircoaching - Das PCOS, ist wahrscheinlich stark genetisch bedingt, denn es tritt familiär gehäuft auf. Vermutlich sind in Deutschland ca. 1 Million Frauen betroffen. Typisch für das PCOS sind eine zu seltene oder fehlende Monatsblutung, erhöhte Androgen-Werte und polyzystische Ovarien. Für die Diagnose müssen zwei dieser drei Kriterien erfüllt sein.
Polyzystische Ovarien liegen vor, wenn sich in jedem Ovar mindestens zwölf kleine Follikel mit einem Durchmesser von 2 bis 9 mm befinden oder das ovarielle Volumen erhöht ist. Die erhöhten Hormonwerte beruhen auf verstärkter Androgenbildung in Ovarien und Nebennierenrinden.
Optisch leiden die betroffenen Frauen mit Hyperandrogenämie bei PCOS unter Akne, Haarausfall oder Hirsutismus (Überbehaarung am Körper nach männlichem Muster). Nicht alle Symptome müssen bei allen PCOS-Patientinnen vorliegen. Viele Frauen mit PCOS sind adipös oder insulinresistent. Ihr Risiko für Typ-2-Diabetes ist siebenfach erhöht, und sie entwickeln meist schon in jungen Jahren ein metabolisches Syndrom.
Bei Akne, Alopezie und Hirsutismus kommt eine Pille mit antiandrogener Wirkung in Betracht. Cyproteronacetat ist zur Behandlung bei ausgeprägten Formen von Akne, Hirsutismus und Alopezie zugelasse. Auch niedrig dosiertes Dexamethason, das unter anderem bei schweren Hauterkrankungen indiziert ist, wird bei Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom eingesetzt.
Im Hinblick auf die Beeinflussung des metabolischen Syndroms, der Akne, der Zyklusregulierung und des unerfüllten Kinderwunsches scheinen die Frauen von der Behandlung mit Metformin zu profitieren.

Quelle: Ärztezeitung

16/10/2019

San Diego - Forscher am Sanford Burnham Prebys Medical Discovery Institute in San Diego liessen Haare auf der Haut von Nacktmäusen wachsen. Dabei verwendeten sie menschliche Stammzellen und kombinierten sie mit Zellen von Mäusen.
Der dafür wichtige Zelltyp wird als dermale Papille bezeichnet. Diese Zellen befinden sich im Haarfollikel und steuern das Haarwachstum, einschließlich Dicke, Länge und Wachstumszyklus. Die Stammzellen könne man laut Aussage der Forscher bei jeder Blutabnahme gewinnen. Nun soll die Methode auch beim Menschen getestet werden.

Quelle: Functional hair follicles grown from stem cells; Sanford Burnham Prebys Medical Discovery Institute

16/10/2019

München - Vorab sei gesagt, dass die Behandlung von einer einzigen Patientin keinerlei Aussagekraft besitzt und keine Rückschlüsse auf die Wirksamkeit erlaubt. Dennoch handelt es sich um einen interessanten Ansatz, der an der Münchner Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie in diesem Jahr veröffentlicht wurde.
Bekanntermaßen leidet ein Teil von Patient/Innen mit Neurodermitis auch unter einer Alopecia areata. Diese Komorbidität (Begleiterkrankung) zwischen dem atopischen Ekzem und der Alopecia areata ist seit Jahren bekannt. In München wurde eine eine 25-jährige Patientin, die auch seit 5 Jahren an einer Alopecia areata litt, wegen eines schweren atopischen Ekzems (AE) mit dem anti IL-4/IL-13-Rezeptor-Antikörper Dupilumab behandelt.

Duplilumab ist seit September 2017 unter dem Handelsnamen Dupixent zur Behandlung bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis zugelassen. Inzwischen erhielt das Mittel vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) auch eine Zulassungserweiterung als Zusatzbehandlung bei schwerem Asthma. Das Mittel wird unter die Haut injiziert und ist rezeptpflichtig.
Nach 5 Monaten Therapiedauer zeigte sich bei der jungen Frau eine deutliche Besserung des Ekzems sowie ein zunehmender Haarwuchs. Nach 11 Monaten war das Ekzem stabil gebessert und fast alle Haare nachgewachsen.
Die Mediziner folgern daraus, dass eine Hemmung der IL-4- und IL-13-Signalwege längerfristig Einfluss auf den Haarwuchs bei der Alopecia areata hat. Bei Ekzem-Patienten mit Alopecia areata erwarten sie auch einen positiven Effekt auf die Komorbidität.

Quelle: Thieme

30/09/2019

Ulm - Typisch für das seborrhoische Ekzem, medizinisch seborrhoische Dermatitis genannt, ist der schuppige Ausschlag im Gesicht und auf der Kopfhaut. Für die Patienten ist oft der Juckreiz der am meisten störende Faktor. Die Entstehung des seborrhoischen Ekzems ist noch nicht vollständig erforscht. Man vermutet ein Zusammenspiel verschiedener Ursachen wie Entzündungsreaktionen auf Hefepilze oder eine genetische Vorbelastung. Im Jahr 2018 veröffentlichten Forscher der Universitätsklinik Ulm für Dermatologie und Allergologie in der Fachzeitschrift Nature Communications neue Erkenntnisse über den Transkriptionsfaktor JunB, die zu neuen Therapieansätzen führen können.
Der Transkriptionsfaktor JunB sorgt in der Haut für eine Differenzierung der epidermalen Stammzellen, der Bildung neuer Hautzellen. JunB hält die Haut im Gleichgewicht. Fehlt der Transkriptionsfaktor, führt dies zu strukturellen und funktionellen Einschränkungen der Talgdrüsen und somit zu einer gestörten Lipidschicht der Haut. Genetisch veränderte Mäuse entwickeln ohne JunB vergrößerte Talgdrüsen und schließlich eine Erkrankung, die der seborrhoischen Dermatitis beim Menschen ähnelt. Während der Wundheilung bildet jedoch eine Unterform von Hautstammzellen ohne JunB neue Talgdrüsen. Diesen Vorgang nennen die Forscher fate switch, Schicksalswende. Die neuen Erkenntnisse belegen die wichtige Rolle von JunB bei der Regeneration der Haut und womöglich bei der Entstehung der seborrhoischen Dermatitis.

Für die künftige Behandlung haben die Forschungsergebnisse hohe Relevanz: "Ein besseres Verständnis der Funktion des Transkriptionsfaktors JunB kann zu neuen therapeutischen Ansätzen für Patienten führen, die unter Fehlfunktionen der Talgdrüsen leiden", so Dr. Karmveer Singh.

Quelle:
US National Library of Medicine

24/09/2019

haircoaching - Vitamin D wird vom Körper als Reaktion auf Sonnenlicht produziert und oft für seine gesundheitlichen Vorteile gelobt. Forscher fanden heraus, dass es auch Schlüsselzellen des Immunsystems betrifft. Diese Entdeckung könnte erklären, wie Vitamin D Immunreaktionen reguliert, die an Autoimmunerkrankungen wie MS beteiligt sind.
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24/09/2019

haircoaching - Wissenschaftler sind der Entdeckung der Ursachen von Immunerkrankungen wie Asthma, Multipler Sklerose und Arthritis einen Schritt näher gekommen. Untersuchungen des Wellcome Sanger Institute, GSK und Biogen im Rahmen der Open Targets-Initiative haben gezeigt, dass Tausende von DNA-Unterschieden zwischen Personen, die mit Immunerkrankungen in Verbindung stehen, mit dem Einschalten eines bestimmten Subtyps von Immunzellen zusammenhängen. Diese Studie, die in Nature Genetics veröffentlicht wurde, wird dazu beitragen, die Suche nach molekularen Signalwegen für Immunerkrankungen einzugrenzen, und könnte dazu führen, dass Medikamente für die Entwicklung neuer Therapien gefunden werden.
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