Dupilumab bei Alopecia areata

Mi, 10/16/2019 - 14:58

München - Vorab sei gesagt, dass die Behandlung von einer einzigen Patientin keinerlei Aussagekraft besitzt und keine Rückschlüsse auf die Wirksamkeit erlaubt. Dennoch handelt es sich um einen interessanten Ansatz, der an der Münchner Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie in diesem Jahr veröffentlicht wurde.
Bekanntermaßen leidet ein Teil von Patient/Innen mit Neurodermitis auch unter einer Alopecia areata. Diese Komorbidität (Begleiterkrankung) zwischen dem atopischen Ekzem und der Alopecia areata ist seit Jahren bekannt. In München wurde eine eine 25-jährige Patientin, die auch seit 5 Jahren an einer Alopecia areata litt, wegen eines schweren atopischen Ekzems (AE) mit dem anti IL-4/IL-13-Rezeptor-Antikörper Dupilumab behandelt.

Duplilumab ist seit September 2017 unter dem Handelsnamen Dupixent zur Behandlung bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis zugelassen. Inzwischen erhielt das Mittel vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) auch eine Zulassungserweiterung als Zusatzbehandlung bei schwerem Asthma. Das Mittel wird unter die Haut injiziert und ist rezeptpflichtig.
Nach 5 Monaten Therapiedauer zeigte sich bei der jungen Frau eine deutliche Besserung des Ekzems sowie ein zunehmender Haarwuchs. Nach 11 Monaten war das Ekzem stabil gebessert und fast alle Haare nachgewachsen.
Die Mediziner folgern daraus, dass eine Hemmung der IL-4- und IL-13-Signalwege längerfristig Einfluss auf den Haarwuchs bei der Alopecia areata hat. Bei Ekzem-Patienten mit Alopecia areata erwarten sie auch einen positiven Effekt auf die Komorbidität.

Quelle: Thieme

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