Haarausfall stigmatisiert

21. Juni 2021

haircoaching – Wissenschaftler verschiedener Disziplinen in München, nämlich der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein und der Fakultät für Medizin, Technische Universität München haben sich gemeinsam mit dem Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit der Stigmatisierung von Menschen mit Haarausfall beschäftigt.
Man ging davon aus, dass das Symptom Haarausfall Stigmatisierung und starke Einbußen in der Lebensqualität mit sich bringen kann.

Es wurden jedoch keine Patienten:Innen befragt, sondern mittels vordefinierter MeSH-Begriffe und Schlagwörter wurde eine systematische Suche in den Datenbanken MEDLINE (PubMed), EMBASE, PsycINFO und PsycNET durchgeführt.
Die Auswertung der gefundenen Literatur (insgesamt wurden 98 Studien identifiziert) ergab eine hohe Heterogenität der Studien und der Bewertungen für die Stigmatisierung.

Fazit:
Ungeachtet der Ursachen leiden Patienten:Innen mit Haarausfall häufig an Stigmatisierung, die ihre Lebensqualität einschränkt. Die Stigmatisierung von Menschen mit sichtbaren Hautveränderungen wird im klinischen Alltag und beim Umgang mit Betroffenen bisher oft vernachlässigt. Studien, die sich spezifisch mit der Stigmatisierung durch Haarausfall befassen, sind rar. Es bedarf weiterer Studien, die Vergleiche zwischen Haarverlust unterschiedlicher Pathogenese und zwischen Alopezie und an deren sichtbaren Dermatosen ermöglichen, um die psychosoziale Belastung durch Haarausfall besser einordnen zu können.

Wir von Haircoaching® finden, man könne uns gerne befragen und eine evidenzbasierte Studie durchführen. Vielleicht merken dann auch die Krankenkassen, wie hoch die Kosten durch schlechte Versorgung von Haarpatienten:Innen werden können.

Die ganze Studie könnt ihr unter dem u.st. Link nachlesen. Ist diesmal auf Deutsch!

Quelle: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/ddg.14234_g