Expertin für Genetik von Alopezien

22. Juli 2021

Prof. Dr. med. Regina C. Betz hat in Homburg/Saar und in Stockholm Medizin studiert. Nach klinischen und wissenschaftlichen Aufenthalten in Stockholm und Freiburg begann sie am Institut für Humangenetik der Universität Bonn mit der Erforschung monogener Alopezien in der Arbeitsgruppe von Prof. Markus Nöthen. Nach einem weiteren Forschungsaufenthalt in Antwerpen kehrte Regina Betz mit einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe an die Humangenetik in Bonn zurück und bekam im Anschluss eine Heisenberg-Professur der DFG. Sie hat einen Facharzt für Humangenetik, beschäftigt sich aber mit ihrer Arbeitsgruppe wissenschaftlich schwerpunktmäßig mit den genetischen Ursachen der Alopecia areata, der weiblichen androgenetischen Alopezie und den seltenen monogenen Hypotrichosen.


Frau Prof. Betz, was fasziniert Sie persönlich am Thema Haare?

„Am Thema Haare fasziniert mich die Vielfältigkeit der genetischen Ursachen und der Haarfollikel als Mini-Organ. Aus unseren Ergebnissen konnten wir nicht nur neue Erkenntnisse für die Haarbiologie gewinnen, sondern auch prinzipiell zu der Erschließung neuer biologischer Pathways beitragen.
Für die Patienten freut es mich besonders, wenn wir eine molekulargenetische Diagnostik anbieten und zur Aufklärung der Diagnose beitragen können. Unser langfristiges Ziel ist die Aufklärung der Pathomechanismen diverser Alopezien, um darauf basierend zu Therapieentwicklungen beitragen zu können.“

Frau Prof. Betz ist 1970 in München geboren.