Erlanger Forscher erzielen Durchbruch bei Haarausfall

8. November 2021

Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg könnten auf der Suche nach einem Mittel gegen hormonell bedingten Haarausfall einen Durchbruch erzielt haben. Sie entwickelten einen Wirkstoff für die lokale Behandlung des hormonellen Haarausfalls, der in vorklinischen Studien offenbar keine Nebenwirkungen zeigte. Prof. Dr. Alexander Steinkasserer, Leiter der Immunmodulatorischen Abteilung, und sein Mitarbeiter Dr. Dmytro Royzman haben in Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Carola Berking, Direktorin der Hautklinik, einen Wirkstoff auf der Basis einer löslichen Form des CD83-Moleküls entwickelt.

Für ihr Projekt erhielten sie im Oktober 2021 den m4 Award, der vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gemeinsam mit BioM, der Netzwerkorganisation der Biotechnologiebranche in Bayern, im Rahmen des Gründer-Events BioEntrepreneurship Summit 2021 an die Gewinner des Vorgründungs-Wettbewerbs verliehen wurde. Die Förderung in Höhe von 500.000 Euro soll MalliaBioTech in den nächsten zwei Jahren unterstützen. Anders als bisherige Substanzen regt dieses Molekül zur Bildung neuer Haarfollikel an, aus denen wiederum neue Haare wachsen können. Es wird interessant sein, diesen Forschungsansatz weiter zu verfolgen.

Quelle: Focus Online