Entzündung der Kopfhaut führt zu Haarausfall

16. Mai 2022

Wenn die Kopfhaut juckt oder gerötet ist, kommen viele mögliche Ursachen in Frage. Was dahinter steckt, kann nur ein Dermatologe beurteilen, der sich auf Haare und Haarausfall spezialisiert hat.

Die Diagnose Kopfhautekzem ist lediglich eine Sammelbezeichnung für verschiedene Erkrankungen mit ähnlichen Erscheinungsbild aber unterschiedlichen Ursachen. Die meisten Ekzeme der Kopfhaut bringen jedoch einen mehr oder weniger starken diffusen Haarausfall in der Folge mit sich. Dieser ist jedoch nur das Symptom. Der Verursacher ist die erkrankte Kopfhaut.
In der Folge werden die Ekzeme der Kopfhaut erklärt, die am häufigsten auftreten.

  • Kontaktekzeme können beispielsweise durch das Färben der Haare verursacht werden. Bei Verdacht muss mittels eines Epicutantests mit Pflastern auf der Haut der mögliche Verursacher identifiziert werden.
  • Das seborrhoische Ekzem soll nach aktuellem Stand der Wissenschaft angeboren sein. Es geht oft mit einer Überaktivität der Talgdrüsen einher, d.h. die Haare fetten stärker. Im Laufe des Lebens kann zu unterschiedlicher Ausprägung kommen. Oft sind die Betroffenen viele Jahre oder Jahrzehnte beschwerdefrei, und dann tritt von heute auf morgen die Entzündung wieder zutage. Dieses Ekzem verläuft oft schubweise und kann durch den Entzündungsprozess am Haarfollikel dazu führen, dass vermehrt Haare ausfallen.
  • Bei einer atopischen Dermatitis oder Neurodermitis ist die Kopfhaut eher sehr trocken. Das Bild der Kopfhaut ähnelt jedoch oft dem des seborrhoischen Ekzems. Therapie und Haarpflege unterscheiden sich jedoch wesentlich.
  • Andere juckende Kopfhauterkrankungen, wie z.B. Lichen ruber, können mit einer Vernarbung der Kopfhaut einhergehen. Hier ist es sehr wichtig, frühzeitig einen Haarspezialisten aufzusuchen, um eine klare Diagnose zu erhalten und dauerhafte Schäden zu vermeiden.

Die gute Nachricht:
Wenn die Kopfhaut erfolgreich behandelt wurde, kommt es in der Regel zum Nachwachsen der Haare. Das Geld für Haarwuchsmittel kann man sich also sparen.