Schluss mit Haarausfall bei Chemotherapie?

Di, 01/19/2016 - 14:51

haircoaching - Bei einer Chemotherapie kommt es zu Haarausfall, weil einige der eingesetzten Medikamente sich auf schnell wachsende und häufig teilende Zellen auswirken. Dazu zählen nicht nur Krebszellen sondern auch u.a. die der Haarwurzeln und Haut.
Nicht nur im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien, AKH, stehen seit kurzem die Telefone nicht mehr still. Durch einen Fernsehbeitrag wurde auf das Kopfhautkühl-System eines britischen Herstellers aufmerksam gemacht, das zukünftig Haarausfall bei einer Chemotherapie verhindern soll. Der Haarausfall stellt eine besondere Belastung für Frauen dar und wird oft als schlimmer empfunden als die eigentliche Krebserkrankung.
Die Kühlhaube soll vor, während und nach der Chemotherapie getragen werden. Durch ein Herunterkühlen der Blutgefäße in der Kopfhaut auf 15 bis 18 Grad, verengen sich diese, so dass weniger Chemotherapeutika in den Haarfollikel gelangen. Dadruch soll der Haarausfall verhindert werden.
Die Kühlhaube hilft aber offenbar nicht allen Patientinnen. Tests im Wiener AKH haben im Rahmen einer Anwendungsbeobachtung an Brustkrebspatientinnen gezeigt, dass die Kühlhaube nur bei einem Drittel der Patientinnen sehr gut wirkt. 

Dennoch kann dies als ein erster wichtiger Schritt gesehen werden, dass mittelfristig zumindest einem Teil der Patientinnen die Haare erhalten bleiben. Außerdem wird verschiedentlich versucht, die Chemotherapie nach und nach durch neue Immuntherapien zu ersetzen. Bereits jetzt konnte nach Aussage des AKH die Anzahl der Chemotherapeutika, die Haarausfall verursachen halbiert werden. Neue Immuntherapien haben zwar auch Nebenwirkungen, aber Haarausfall gehört nicht dazu.

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