Aktuelle Erkenntnisse zur Alopecia areata

Di, 08/09/2016 - 17:51

haircoaching - Es bleibt dabei: Die Prognose bei der alopecia areata verschlechtert sich, wenn der Haarausfall erstmals im Kindesalter auftrat, große Teile des Kopfes (Körpers) betroffen sind, der Haarausfall länger anhält, es sich um eine Areata vom Ophiasis-Typ handelt (schlangenförmige kahle Stelle im Nacken), die Nägel beteiligt sind, andere Autoimmunerkrankungen vorliegen und/oder der kreisrunde Haarausfall bereits bei weiteren Familienmitgliedern auftrat.

Für eine klare Diagnose sind folgende Untersuchungen notwendig:

  • Untersuchung von Kopfhaar und Kopfhaut
  • Zupftest
  • Erfassung aller betroffene Körperbereiche einschl. Zupftest
  • Auflichtmikroskopie, um Vernarbungen auszuschließen

Laboruntersuchungen sind meist unnötig und sollten nur in Zweifelsfällen einbezogen werden, wie zum Beispiel bei der diffusen Form der Alopecia areata, um diese von einer normalen diffusen Alopezie zu unterscheiden. Dagegen werden bei der Auflichtmikroskopie die für die alopecia areata typischen "yellow dots" sichtbar.

PD Dr. Fischer aus Lübeck rät in den meisten Fällen zum Therapie-Prinzip "Wait and Watch", wonach zunächst ohne Behandlung eine Beobachtung im Abstand von 3, 6, 9 und 12 Monaten erfolgen sollte. Ein spontaner Wiederwuchs findet in den ersten sechs Monaten bei knapp einem Drittel der Fälle statt. Nach 12 Monaten sind es 50 - 80% der Fälle.

Therapien:
Erfolgreich bei 18 - 25% der Fälle ist die topische Reiztherapie mit Dithranol in Salbenform. MTX wurde bei einer kleinen Patientengruppe mit mittlerer Erkrankungsdauer getestet. Hierzu liegt eine ältere Studie vor. Derzeit laufende Studien zu Jansukinasen könnten weitere Behandlungsoptionen bringen. Siehe unser Bericht: Ruxolitinib und Tofacitinib


Quelle Informationen: PD Dr. Tobias Fischer auf FoBi 2016, München

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