Antihormontherapie gegen Brustkrebs verursacht Haarausfall

Mi, 06/13/2018 - 16:37

haircoaching - Wissenschaftler berichten in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology, dass es bei einer Antihormontherapie gegen Brustkrebs es zu Haarausfall vom männlichen Typ kommen kann.
In der Studie werteten sie rückblickend die Daten von 112 Brustkrebspatientinnen im Alter von 34 bis 90 Jahren aus, die unter einer antihormonellen Therapie Haarausfall erlitten hatten. 67% hatten Aromatasehemmer eingenommen, 33% Tamoxifen. Bei 104 Patientinnen war der Haarausfall durch Photos dokumentiert, bei rund der Hälfte lagen Ergebnisse einer Trichoskopie vor.
92% der Patientinnen litt an leichtem Haarausfall ähnlich der androgenetischen Alopezie vom männlichen Typ. 46 Patientinnen waren mit Minoxidil behandelt worden, was bei 37 zu moderaten bis signifikanten Verbesserungen des Haarzustands führte.

Eine antihormonelle Therapie bei Brustkrebs geht offenbar mit einem Haarausfall einher, der der androgenetischen Alopezie nach männlichem Muster entspricht. Die Forscher erklären dies mit den Wirkmechanismen der antihormonellen Mittel, die zu einem Anstieg von Dihydrotestosteron führen.
Die Anwendung von topischem Minoxidil könne einem Großteil der betroffenen Frauen helfen, den Zustand ihrer Haare zu verbessern.

Quelle:

Freites-Martinez A et al. Endocrine Therapy–Induced Alopecia in Patients With Breast Cancer. JAMA Dermatology

News abonnieren

Newsletter abonnieren - Du kannst dein Einverständnis zur Sendung des Newsletters jederzeit mit Wirkung für die Zukunft per Mail, Post oder mündlich widerrufen.
Die E-Mail Adresse, die den Newsletter erhalten soll.