Haarausfall Neuigkeiten

18/09/2017

haircoaching - Jenny Latz zieht erste Konsequenzen aus der sich rasant verschlechternden Versorgung von Menschen mit Haarausfall durch die Dermatologenschaft.
Jenny Latz: "Seit fast 15 Jahren biete ich Ratsuchenden eine Adressliste mit kompetenten Ansprechpartnern unter den Dermatologen. Ärzte, die sich wirklich mit dem Spezialgebiet Alopezie auskennen. Da ich bei Ratsuchenden den Ruf großer Zuverlässigkeit habe, bin ich natürlich da­ran interessiert, Menschen mit Alopezie über meine Website möglichst zeitnah an einen Haarspezialisten für eine klare Diagnose verweisen zu können. Termine in 12 Monaten sind hier nicht befriedigend."
Wenn Jenny Latz eine solche Information erhält, wird der Dermatologe / die Dermatologin angeschrieben, um festzustellen, ob diese Adresse bei Haarausfall noch empfohlen werden kann. Dies wurde nun bei zwei Ärzten so gehandhabt. Leider haben wir nach über zwei Monaten keine Antwort erhalten und die ersten Konsequenzen gezogen:
Solche Dermatologen können wir nicht mehr auf unserer Homepage empfehlen. Diese Adressen wurden gelöscht!
Es muss sich etwas ändern und Jenny Latz wird weiterhin für euch kämpfen.
Jenny Latz: "Ich bin ja keine Ärztin und kann auch keine Diagnose stellen. Bisher habe ich viele, viele Betroffene für eine klare Diagnose an einen Haarspezialisten verweisen können. Die Aufklärungsgespräche, für die in der Praxis häufig die Zeit fehlt, wurden dann von mir durchgeführt. Aber wenn Betroffene nun gar keine fachlich korrekte Diagnose mehr bekommen, wird die Lage katastrophal und den Abzockern sind Tor und Tür geöffnet."


 

12/09/2017

Koblenz - Wir hatten diesen Fall bzw. dieses Urteil bereits in den Sozialen Netzwerken vielfach diskutiert und geteilt. Nun ist das Urteil des Sozialgerichtes Koblenz zunächst bestätigt worden.
Eine Frau, die unter totalem Haarausfall leidet hat jährlich Anspruch auf Versorgung mit einer Echthaarperücke (Sozialgericht Koblenz Az. S 9 KR 756/15 und S 9 KR 920/16).

Die beklagte Krankenkasse war bereits mit Urteil des Sozialgerichts Koblenz vom 01.10.2015 verpflichtet worden, der Klägerin die Kosten für eine 2014 beschaffte Echthaarperücke zu erstatten. Dies hatte die Krankenkasse mit der Begründung abgelehnt, eine Kunsthaarperücke sei ausreichend.

2015 und 2016 beschaffte sich die Klägerin neue Perücken und gab an, nach jeweils einjähriger Tragedauer seien die Perücken aufgetragen gewesen. Das Sozialgericht nahm etwa ein Jahr getragene Perücken in Augenschein und entschied nach Vernehmung einer sachverständigen Zeugin, dass die Beschaffung der neuen Perücken gerechtfertigt war. Selbst nach einer Reparatur, die überdies 8-12 Wochen gedauert hätte, seien die Perücken nur noch eingeschränkt benutzbar, etwa beim Sport, um die neue Perücke zu schonen. Als Dauerversorgung seien die ein Jahr getragenen Perücken trotz sorgfältiger Pflege nicht mehr geeignet gewesen. Der Auffassung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung und der Krankenkasse, auch eine Echthaarperücke könne über mehrere Jahre genutzt werden und die Klägerin müsse während des Zeitraums einer Reparatur die Haarlosigkeit durch Tragen eines Kopftuchs kaschieren, erteilte das Gericht eine Absage.

Das bedeutet für betroffene Frauen, dass sie auf jeden Fall Anspruch auf eine Echthaarperücke geltend machen sollten, egal ob ihre Krankenkasse sich den Verträgen mit dem BVZ (Bundesverband der Zweithaarspezialisten) angeschlossen hat oder nicht.

Quelle: Pressemitteilung 6/2016 Sozialgericht Koblenz

17/08/2017

Um die Zusammenhänge von Haarwuchs und -ausfall ganz verstehen zu können, bedarf es umfangreicher Forschungsprojekte. Die Stiftung für Haar- und Hautforschung, HSRF, an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin wurde im Jahr 2012 gegründet und fördert die klinische und experimentelle Forschung auf dem Gebiet der Haarerkrankungen und der Hautbarriere.
Hair Skin Research FoundationIn der Stiftung arbeiten Experten aus den Bereichen Dermatologie, Kinderdermatologie, Versorgungsforschung  und zahlreichen weiteren Disziplinen zusammen. Durch internationale Kooperation entwickelt die Stiftung für Haar- und Hautforschung Forschungsprojekte mit dem alleinigen Ziel der Wiederherstellung und / oder Erhaltung der Haar- und Haut-Gesundheit und der daraus resultierenden Verbesserung der Lebensqualität für Patienten und Pflegekräfte.

Erkenntnisse zur Biologie und Physiologie des Haarfollikels sind wichtig, um Haarerkrankungen besser verstehen zu können. Um effektiv und fundiert helfen zu können, muss die Haarerkrankung exakt und präzise diagnostisch abgeklärt werden. Hierfür sind verbesserte innovative Technologien wichtig. Diese bieten die Grundlage dafür, neue Therapien zu entwickeln und verbesserte Behandlungsmöglichkeiten zu schaffen.
Das Ziel der Behandlung von Haarausfall sind Haarqualität, Haardichte, Haardicke, Haarstruktur, Haarpigmentierung und vor allem das Haarwachstum.

Ihre Unterstützung hilft!

Die Stiftung für Haar- und Hautforschung, HSRF ist eine europaweit aktive rechtsfähige Stiftung, die gezielt Forschung zum Thema Haare, Haarerkrankungen und Hautbarriere unterstützt. Wenn Sie unter Haarausfall leiden, denken Sie auch an die nachfolgenden Generationen. Geben Sie kein Geld für dubiosen Behandlungsmethoden aus, sondern spenden Sie stattdessen an die Forschung. Ihre Spende an die Stiftung für Haar- und Hautforschung (HSRF) kommt der Haar- und Hautforschung unmittelbar zugute. HSRF unterstützt klinische und experimentelle Forschungsprojekte an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin.
Hier geht es zum SPENDENKONTO

26/07/2017

Die Ärzte-Zeitung berichtet - Nur die Patienten selbst können ihre behandelnden Ärzte von der Schweigepflicht entbinden. Eine allgemeine Prozessvollmacht eines Rechtsanwalts reicht dafür nicht aus, wie das Landesarbeitsgericht (LAG) Düsseldorf in einem aktuell veröffentlichten Urteil (AZ:7Sa603/12) feststellt.
Das Urteil zeigt außerdem drohende arbeitsrechtliche Nachteile auf, wenn statt eines psychischen Grundleidens nur körperliche Folgeerkrankungen in die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eingetragen werden.
Hier können Sie den Artikel vollständig lesen...

12/07/2017

haircoaching - Immer wieder erreichen uns Anfragen zur Naturheilkunde. Daher haben wir bei unabhängigen Experten auf diesem Gebiet nachgefragt, was die Naturheilkunde und/oder die Homöopathie gegen Haarausfall bewirken können. Herr Dr. rer. nat. Henning Albrecht ist Geschäftsführer der Karl und Veronica Carstens-Stiftung in Essen, die unter anderem unzählige wissenschaftliche Projekte auf diesem Gebiet fördert.

 ... Mir ist auch aus der Fachliteratur keine spezielle naturheilkundliche Methode bei dieser Indikation bekannt. Ich habe lediglich gehört, dass ein homöopathischer Therapieversuch im Einzelfall Sinn macht; aber eben nur im Einzelfall, wobei man auf jeden Fall einen homöopathischen Arzt aufsuchen sollte.

Dr. Albrecht


Informationen zur Carstens Stiftung und zur Klinik für Naturheilkunde und integrative Medizin in Essen finden Sie unter:

www.carstens-stiftung.de oder
www.kliniken-essen-mitte.de

12/07/2017

haircoaching - Es gibt viele Einflüsse, die Ihre Haare in ihrer Struktur schädigen können. Der erfahrene Frisör oder ein Dermatologe können solche Beeinträchtigungen schnell erkennen.
Die bekannteste Schädigung von Haaren ist Spliss. Das bedeutet, dass die äußeren Schuppen des Haares aufgeraut sind oder sich die Haarenden spalten. Spliss entsteht durch falsche Behandlung der Haare. Zu kräftiges Bürsten und Kämmen in nassem Zustand oder das ständige Aufstoßen der Haarspitzen greifen die empfindliche Außenhaut des Haares an.

Auch Haarbruch, fehlender Glanz oder Widerspenstigkeit sind Anzeichen für ungesundes Haar. Durch die richtige Pflege kann man Haarschädigungen vorbeugen.

12/07/2017

haircoaching - Von je her wurde behauptet und geglaubt, dass die männliche Glatzenbildung durch ein Zuviel an Testosteron erzeugt wird. Forscher haben in einer Untersuchung in Mecklenburg-Vorpommern nun herausgefunden, dass kein Zusammenhang zwischen Sexualhormonen (Testosteron) und der androgenetischen Alopezie besteht. Mit der Auswertung der Daten von 373 Männern handelt es sich um die größte Studie, die bisher veröffentlicht wurde.
Weder Haarwachstum noch Haardichte sollen nach dieser Studie in einem Zusammenhang mit Testosteron stehen. Die genauen Faktoren sind noch nicht vollständig erforscht. Es scheint gesichert, dass neben den genetischen Erbfaktoren das Hormon Dihydrotestosteron sowie Prostaglandin D2 für den erblichen Haarausfall beim Mann verantwortlich sind.

01/07/2017

In der Kopfhaut befinden sich zahlreiche Nervenenden, die durch eine Störung der Hautschichten, z. B. durch aggressive Waschsubstanzen, gereizt werden können. Irritationen wie Reizungen oder Rötungen können eine Folgereaktion sein.

Bei einer solch empfindlichen Kopfhaut spielt neben der Reinigung die Wiederherstellung bzw. Verbesserung einer intakten Schutzbarriere der Kopfhaut eine wichtige Rolle.
Deshalb ist es sinnvoll, ein Shampoo zu verwenden, das hautberuhigende Wirkstoffe und milde Waschsubstanzen enthält, die besonders schonend für die Kopfhaut sind. Die Kopfhaut wird in ihrem Aufbau der natürlichen Schutzbarriere unterstützt und nicht zusätzlich gereizt, Irritationen gehen zurück, die Kopfhaut wird beruhigt.

Ihr Dermatologe kann aber sicher auch eine Empfehlung aussprechen.

Wenn es zu Mißempfindungen bis hin zu regelrechten Schmerzen der Kopfhaut kommt, bezeichnen die Mediziner dies als Trichodynie. Dies wird häufig in den psychosomatischen Bereich verbannt. Einer älteren Studie zufolge werden jedoch Botenstoffe wie die Substanz P als Ursache vermutet. Warum der Körper jedoch bei einigen Menschen und auch dies nicht immer diesen Botenstoff produziert, ist ungeklärt. Immerhin sollen bis zu 34 % der Patienten, die eine Haarsprechstunde aufsuchen, über diese Mißempfindungen berichten. Möglich ist auch, dass eine Entzündung der Kopfhaut zugrunde liegt. Dies kann jedoch nur ein auf Haarausfall spezialisierter Dermatologe feststellen.

01/07/2017

Seit einigen Jahren läuft eine Genstudie an der Uniklinik Bonn, bei der bisher das Blut von über 3.000 Patienten untersucht wurde. Knapp ein Viertel davon hat auch einen betroffenen Familienangehörigen. Je weiter entfernt der Verwandtschaftsgrad, um so geringer das Risiko, eine alopecia areata zu entwickeln.
Es wurden mehrere Gene indentifiziert, die zur Erkrankung beitragen. Dabei ist die HLA-Region die Hauptverantwortliche, denn sie reguliert das Immunsystem. Aktuell wurde eine weitere Stelle auf der DNA als verantwortlich identifiziert.
Weiterhin sind alle Betroffenen aufgerufen, ihr Blut für diese Untersuchungen zur Verfügung zu stellen. Es wird nach Parallelen zwischen verschiedenen Autoimmunerkrankungen gesucht. Außerdem finden Analysen von Gewebeuntersuchungen von Kopfhautbiopsien statt. Auch hierfür werden Patienten gesucht.

01/07/2017

Seit einiger Zeit müssen Zweithaarstudios eine Präqualifizierung durchlaufen, um als Leistungserbringer den Nachweis zu erbringen, dass sie die Voraussetzungen für eine ausreichende, zweckmäßige und funktionsgerechte Herstellung, Abgabe und Anpassung der Hilfsmittel erfüllen. Sodann dürfen sie mit dem entsprechenden Siegel werben. Der / Die Perückenträger/in muss dabei jedoch berücksichtigen, das mit diesem Siegel lediglich die Grundvoraussetzungen garantiert werden, d.h. es muss eine Ausbildung als Friseurgeselle oder -meister vorliegen. Es müssen zudem "Vorführ- und ggf. Testmuster konfektionierter Produkte" zur Verfügung stehen. Dies wird jedoch kaum überprüft, so dass so mancher hier schummeln kann.

Was wir von Haircoaching® als Vertreter von Menschen mit Haarausfall an dieser Basis-Qualifizierung kritisieren ist, dass keine weiteren Voraussetzungen fachlicher Art im Bereich Haarersatz und Zweithaar, Perücken erforderlich sind.

Anders sieht es dagegen aus, wenn ein Zweithaarstudio sich als Mitglied im Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten e.V. nach dem Qualitätsmanagementsystem ISO 9001 hat prüfen lassen. Aufgrund dieser Zertifizierung werden den Kunden viele Vorteile garantiert.

  • Durch die jährliche vom BVZ wiederholte Überprüfung wird eine konstant hohe Qualität und fachgerechte Beratung durch den zertifizierten Betrieb garantiert.
  • Zu den definierten Standards zählen etwa ein fachlich aktuelles, umfassendes Angebot an Zweithaar,
    die umfassende Ausstattung mit Arbeitsmaterial
    sowie geregelte Abläufe und Hygiene in der Praxis.
  • Zudem führt der Bundesverband Schulungen für die Mitarbeiter der zertifizierten Zweithaarpraxen durch, die dadurch stets aktuelles Fachwissen rund um Zweithaar und Techniken zur Zweithaaranpassung garantieren.

So können Perücken-Kunden sicher sein, professionell und auf einem konstant hohen Niveau versorgt zu werden.

Alle zertifizierten Zweithaar-Betriebe sind dem Leitbild des Bundesverband der Zweithaar-Spezialisten BVZ verpflichtet. Wenn Sie mehr erfahren möchten, klicken Sie auf das nebenstehende Bild.

Adressen von Zweithaarstudios, die die Mindeststandards von Haircoaching® erfüllen finden Sie in den Adresslisten ZWEITHAAR und HAARVERDICHTUNG.

Mehr erfahren Sie unter www.bvz-info.de