Kreisrunder Haarausfall
Beim kreisrunden Haarausfall - medizinisch Alopecia areata - fallen die Haare in umgrenzten Flecken aus. In den meisten Fällen entwickeln sich nur wenige kahle Stellen, die innerhalb eines Jahres spontan, oft auch ohne Behandlung wieder zuwachsen. Es gibt auch Varianten des kreisrunden Haarausfalls, bei denen es zum Verlust aller Kopfhaare oder der gesamten Körperbehaarung kommt. Ebenso kann der kreisrunde Haarausfall in einer diffusen Form auftreten.
Der kreisrunde Haarausfall kann bei Frauen und Männern jeden Alters vorkommen, tritt aber bei jungen Menschen sehr viel häufiger erstmals in Erscheinung. Die Krankheit wurde schon im Altertum genau beschrieben, kann also kaum zu den modernen Umwelterkrankungen gezählt werden. Auch für eine hormonelle Störung gibt es keinen Anhaltspunkt.
Vermutlich handelt es sich um eine Störung des Immunsystems. Die Haarzwiebeln sind von Entzündungszellen umgeben, die das Haarwachstum behindern bzw. ganz unterbinden. Etwa ein Drittel der Patienten mit kreisrundem Haarausfall klagt über weitere Autoimmunerkrankungen. Eine genetische Veranlagung ist möglich, jedoch nicht bewiesen. Teure Laboruntersuchungen bringen meist keine neuen Erkenntnisse. Nicht selten geht der kreisrunde Haarausfall auch mit mehr oder weniger starken Veränderungen der Nägel einher.
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