Kreisrunder Haarausfall

Die Autoimmunerkrankung Alopecia areata ist im Anfangsstadium durch umgrenzte, kahle Flecken leicht zu diagnostizieren. In den meisten Fällen entwickeln sich nur wenige kahle Stellen, die innerhalb eines Jahres spontan, oft auch ohne Behandlung wieder zuwachsen. Es gibt auch Varianten des kreisrunden Haarausfalls, bei denen es zum Verlust aller Kopfhaare oder der gesamten Körperbehaarung kommt.

Gesichert scheint, dass es sich um eine Störung des Immunsystems handelt. Die Haarzwiebeln sind von Entzündungszellen umgeben, die das Haarwachstum behindern bzw. ganz unterbinden. Es wird jedoch nichts zerstört.

der kreisrunde Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall kann bei Frauen und Männern jeden Alters vorkommen, tritt aber bei jungen Menschen sehr viel häufiger erstmals in Erscheinung. Die Krankheit wurde schon im Altertum genau beschrieben, kann also kaum zu den modernen Umwelterkrankungen gezählt werden. Auch für eine hormonelle Störung gibt es keinen Anhaltspunkt.
Der kreisrunde Haarausfall kann in allen möglichen Varianten auftreten. Die Form kann sich auch von Schub zu Schub ändern, auch wenn Jahre dazwischen liegen. Bei der Alopecia areata unterscheidet man im wesentlichen folgende Erscheinungsformen:

  • Alopecia areata vulgaris (einzelne kahle Stellen)
  • Ophiasis (schlangenförmige Stelle am Haaransatz Hinterkopf)
  • Alopecia areata totalis (Befall gesamter Kopfbehaarung)
  • Alopecia areata universalis (gesamte Körperbehaarung)

Teure Laboruntersuchungen bringen meist keine neuen Erkenntnisse.

Bei Voranschreiten der Erkrankung muss der Dermatologe umfassend über die möglichen Behandlungsformen informieren. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass nur die Symptome behandelt werden können. Eine ursächliche Heilung ist momentan nicht möglich.

Bei knapp 80% der Fälle mit geringer Ausdehnung wird beobachtet, dass der kreisrunde Haarausfall genauso plötzlich wieder verschwindet, wie er gekommen ist.
Die meisten Behandlungen führen bei mehr bei bis zu 50% der Betroffenen zu einer Wiederbehaarung.
Man kann nicht von vorne herein sagen, auf welche Therapieform der Patient anspricht. Jedem Betroffenen ist zu raten, nicht den Mut zu verlieren, wenn die erste Behandlung versagt, sondern es auch mit weiteren Therapien zu versuchen.

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